Fasching in Donzdorf Kretschmann bleibt außen vor
Eberhard Wein, 21.01.2012 17:00 Uhr
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Den Donzdorfer Fasnachtsumzug verpassen dieses Jahr sowohl der Ministerpräsident als auch der Präsident des Donzdorfer Kulturrings. Foto:
Den Donzdorfer Fasnachtsumzug verpassen dieses Jahr sowohl der Ministerpräsident als auch der Präsident des Donzdorfer Kulturrings. Foto:
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Donzdorf - Mitten in der heißen Phase der fünften Jahreszeit ist der Fasnacht in Donzdorf (Kreis Göppingen) ihr Obernarr abhandengekommen. Eberhard Schmid, der Präsident des Kulturrings, hat seinen Rücktritt erklärt. Der Kulturring ist der Zusammenschluss der Donzdorfer Vereine, tritt aber vor allem als Organisator der Prunksitzungen und des Fasnachtsumzugs in Erscheinung. Zuvor hatte die Lokalzeitung über die Auftaktsitzung berichtet und sich darüber lustig gemacht, dass "erstmals seit Menschengedenken" der Ministerpräsident nicht dazu eingeladen worden sei. Offenbar besitze Winfried Kretschmann das falsche Parteibuch. Doch bei Kritik verstehen auch die Narren in Donzdorf keinen Spaß. Die Berichterstattung sei ein Schlag ins Gesicht, sagt Schmid.

Seit dem Jahr 2001 hatte der Kulturring-Präsident dem Ministerpräsidenten alljährlich eine Einladung zukommen lassen. Erwin Teufel musste mehrfach passen. Günther Oettinger schaute zweimal vorbei. Im vergangenen Jahr verfolgte dann Stefan Mappus zumindest die zweite Hälfte des Fünfstundenprogramms. "Ich habe ihn dann für dieses Jahr gleich wieder eingeladen", sagt Schmid.

"Ich habe eine Aversion gegen den Mann"

Nach der Wahlniederlage erneuerte er diese Einladung. Erst später sei die Frage aufgeworfen worden, ob nicht auch der neue Ministerpräsident eingeladen werden müsste. Dagegen habe er sich nicht gestemmt. Er habe aber erklärt, dass er den Grünen nicht holen werde. "Ich habe eine Aversion gegen den Mann", sagt der 70-Jährige, der seit 40 Jahren CDU-Mitglied ist. Doch wer außer dem Chef hätte die Einladung aussprechen sollen, fragt sich nicht nur der Sitzungspräsident Roland Hölldampf. Für den Kulturring sei der Rücktritt zum ungünstigsten Zeitpunkt gekommen. Der Umzug und zwei der vier Prunksitzungen stehen schließlich noch aus.

Mappus hat übrigens abgesagt. Am vergangenen Wochenende war sein ehemaliger Innenminister Heribert Rech unter den 650 Gästen in der Stadthalle. Und im nächsten Jahr darf auch Kretschmann kommen. Man werde ihm die Einladung persönlich überbringen, sagt Hölldampf.

Kommentare (12)
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JAN
28
Kleingeist21, 11:03 Uhr

Armes Ehrenamt

Wenn man die Kommentare zum Thema liest, kann einen das eigentlich nur traurig stimmen. Eine etwas einseitige Darstellung und die Ausschlachtung einer einzigen "Verfehlung" (wenn man das überhaupt so nennen will) ohne Berücksichtigung und Würdigung der anderen Leistungen, trägt leider einmal mehr dazu bei, dass Personen öffentlich angeprangert und geschädigt werden. In diesem Fall geht es aber um noch mehr - wird doch auch das Ehrenamt als solches geschädigt. Das scheinen all diejenigen, die hier gar so intelligente Beiträge bringen und Mitmenschen als Kleingeister bezeichnen, völlig zu vergessen. Das ist wirklich hohes Niveau... Solche Artikel und Diskussionen führen letztlich dazu, dass der eine odere andere künftig wohl keine Lust mehr hat, sich für so ein Amt zur Verfügung zu stellen. Muss man doch Angst haben, wie hochbezahlte Politiker für jeden Fehler auf die Schlachtbank geführt zu werden. Armes Vereinsleben! In Donzdorf und Umgebung weiß man, was Herr Schmid für den Kulturring, der im Übringen weitaus mehr als nur Fasnet umfasst, in den vergangenen 20 Jahren geleistet hat. Naja, eigentlich auch egal, denn, wie war das nochmal - "Was kratzt's die Eiche, wenn ein "paar Säue" sich daran schaben!?"

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JAN
23
AG, 11:07 Uhr

So langsam wird jeder Rohrkrepierer...

...zum Blockbuster aufgeblasen. Keine Einladung aus Donzdorf! Regierungschef in der Krise! (Wenn er's überhaupt gemerkt hat, dass er nicht eingeladen wurde.)

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JAN
23
IM Maulwurf, 10:16 Uhr

Es passt eben doch nicht!

Eigentlich ein Randthema und nicht wirklich souverän gehandhabt, aber machen wir das Beste daraus: Weil nicht damit zu rechnen gewesen wäre, dass Kretschmann zum verdienten Lügenprinzen gekürt wird, soll er so ruhig mal spüren, welche Reichweite sein GRÜNES Lügenkonstrukt im Land, dessen Ministerpräsident er nie sein wird, hat.

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