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Faschingsumzug, 8. März:
Narri, narro! Auch in der Stuttgarter Innenstadt wird Fasching gefeiert. Der Umzug ist nicht ganz so groß wie in Köln, Düsseldorf oder Mainz, aber dafür auch schön bunt. faschinginstuttgart.de » Foto: SteinertStuttgart - Es gibt wahrscheinlich nur wenige Oberbürgermeister in Deutschland, die an Fasching so zuvorkommend behandelt werden wie Wolfgang Schuster. Nicht nur, dass der Stuttgarter OB seinen Schlüssel, seinen Gemeinderat und seine Stadtkasse behalten darf, wie Rita Rösslein, die Präsidentin des Festkomitees, vor dem Rathaussturm am Rosenmontag angekündigt hat: Auch moralisch stehen die Narren Wolfgang Schuster zur Seite. Nach dem Wirbel um die Äußerungen von Ministerpräsident Mappus, wonach der OB nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren werde, stellen einige Präsidenten der Stuttgarter Faschingsgesellschaften klar, dass sie keine Einmischung in die Kommunalpolitik wollen.
Wolfgang Schuster - traditionell in einer Art blauem Bademantel und Narrenkappe - genoss die Streicheleinheiten: "Danke, dass Sie das Rathaus stürmen, dann habe ich wenigstens nichts mehr zu schaffen." Humor und Gelassenheit wollte er auch in seiner Begrüßung vermitteln: "Wir haben es hier im Rathaus oft mit närrischen Menschen zu tun, aber heute begrüße ich die echten Narren."
Schuster hatte sichtlich seine Freude, als Rita Rösslein um 11.11 Uhr ihn aus seinem Dienstzimmer entführte und er mit lautstarker Musik der First Guggen Band Stuttgart in den vierten Stock geführt wurde. Etwa hundert Mitglieder der elf Vereine des Stuttgarter Festkomitees sind ins Rathaus gekommen: Prinzessinnen, Baronessen, Prinzen, Präsidenten, Hästräger, Funkenmariechen und Guggenmusiker. Wie es Tradition ist, wurde der OB beim Defilee mit zahlreichen Küsschen und Orden bedacht, der Zeitplan war dieses Mal allerdings straff. "Der OB hat noch einen Termin, aber wir freuen uns, dass er sich trotzdem Zeit für uns nimmt", sagt Rita Rösslein.
Den Amtsstaub durcheinanderwirbeln
Nachdem sich am 11. November um 11.11 Uhr keiner aus der Bürgermeisterriege den Narren im Rathaus gezeigt hatte, "habe ich einen Beschwerdebrief geschrieben", sagt die Oberkarnevalistin Rita Rösslein. Als Antwort kam die traditionelle Einladung aus dem Rathaus zum Rosenmontagsdefilee. "Wir sind anständige Narren und kommen nur auf Einladung", sagt Rita Rösslein. Sie wollten nur feiern und ein bisschen den Amtsstaub durcheinanderwirbeln. "Wir haben keine bösen Absichten."
Am Mittag hat dann der Narrennachwuchs das Kommando im Rathaus übernommen. Seit sechs Jahren veranstalten die Karnevalsgesellschaft Möbelwagen und das Kinderbüro der Stadt Stuttgart eine Kinderfaschingsfeier am Rosenmontag. Nach einem Auftritt der kleinen Funkenmariechen hat der Karnevalsprinz Julius I. Zaubertricks vorgeführt. Außerdem konnten die kleinen Polizisten, Indianer und Prinzessinnen einen Parcours durchlaufen. An der Station Mohrenkopf-Wettessen ohne Hände gab sich Leonhard zuversichtlich: "Eigentlich sind Mohrenköpfe nicht mein Ding, aber ich schätze, dass ich zwischen drei und zehn essen kann, bevor mir schlecht wird." Andere Stationen waren Salzbrezelschnappen, Puzzlelegen, Sackhüpfen, Dosenwerfen und Kartoffellaufen. "Das ist jedes Jahr der Renner", sagt die Kinderbeauftragte der Stadt, Roswitha Wenzl, über den Fasching im Rathaus. Er ist in der Ferienzeit, kostet nichts (auch Essen und Trinken sind umsonst) und die Tanzgruppen kämen auch immer sehr gut an. "Die Kinder sollen merken, dass die Türen im Rathaus für sie offen stehen: vom Wickelzimmer im Erdgeschoss bis zum Fasching im vierten Stock", so Wenzl. Dass der Boden schon nach kurzer Zeit mit Popcorn und Luftschlangen übersäht ist, gehöre dazu und sei durchaus erwünscht, sagt die Kinderbeauftragte. "Der Fasching hier ist echt cool, ich war letztes Jahr auch schon hier", sagt die achtjährige Lena, die sich als Fee verkleidet hat.
2000 Narren in 53 Gruppen
Der traditionelle Höhepunkt steht allerdings noch aus: rund 2000 Narren in 53 Gruppen rollen am Dienstag mit ihren Wägen, Kapellen und Masken am Schlossplatz vorbei. Es werden wieder um die 200.000 Zuschauer an der Strecke erwartet, deren Anfang in der Friedrichstraße liegt. Hier sind von zwölf Uhr an zwei Fahrspuren gesperrt. Von 13 Uhr an ist die gesamte Umzugsstrecke für den Verkehr unpassierbar. Die Strecke führt über die Kronenstraße, Lautenschlagerstraße bis zur Bolzstraße, den Königsbau am Schlossplatz entlang, über die Planie, und die Straße am Karlsplatz. Durch die Münzstraße geht es zum Marktplatz, dann über die Eberhardstraße bis zum Finale an der Tübinger Straße. Danach feiern die Narren, Hästräger, Hexen und Cowboys wie in den vergangenen drei Jahren auch auf dem Gelände von Dinkelacker Schwabenbräu in der Tübinger Straße. Die Faschingsparty mit DJ Wolle beginnt dort bereits um 14 Uhr.
Wegen des Umzugs fahren die Buslinien 42 und 44 heute zwischen 13 und 17 Uhr nicht in die Planie am Schlossplatz. Die Linien 43 und 92 können in dieser Zeit die sogenannte Querspange (Torstraße/Eberhardstraße/Rotebühlplatz) nicht befahren. Ab den betroffenen Haltestellen stellt die SSB Hinweise für die Fahrgäste auf. Die Stadt rät Besuchern, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkhäuser schnell belegt und zudem durch den Umzug zeitweise nicht immer befahren werden können.
Der Umzug beginnt um 14 Uhr. Einen Streckenplan gibt es hier (PDF).


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Gääääääääähn
Was wollt Ihr eigentlich ? Der Umzug im Spätzlestown war immer aber so was von laaaaGangweilig - Eben der Umgebung entsprechend und nur das hat Tradition. Wer da hin geht ist selbst schuld und darf sich dann hinterher nicht beschweren....... (Gäähn)
Umzug
dieser Umzug war das langweiligste, das ich in den letzten Jahren erlebt habe. Lieber gar keinen mehr veranstalten als diese Trauerprozession die wir heute erlebt haben. Peinlich!