Fasnetsumzug Stuttgart Fast keine politische Themen
Ralf Recklies, 22.02.2012 09:45 Uhr
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Die Hexen treiben Schabernack mit  den Zuschauern getrieben. Foto: Michael Steinert
Die Hexen treiben Schabernack mit den Zuschauern getrieben. Foto: Michael Steinert
"Jetzt aber alle die Hände nach oben"
Frank Pfauth, Sprecher die vorbeiziehenden Gruppen begrüßt

Stuttgart - Gemeinhin machen Hasen selbst den härtesten Möhren den Garaus. Wenn im Stuttgarter Rathaus aber am Faschingsdienstag rosafarbene Langohren versuchen, Landjäger zu vertilgen, dann geraten sie in ihrem Kunstpelz gehörig ins Schwitzen. Das aufgesteckte Paar Schneidezähne, das einer kleinen Hasenschar beim Empfang im Rathaus vor dem großen Fasnetsumzug ein charakteristisches Aussehen verpasst, behindert die Nahrungsaufnahme doch außerordentlich. Nicht ganz so hinderlich ist das markante Kunstgebiss beim Trinken von Bier, das neben Wein und Wasser durch die Kehlen fließt. Den Flaschenhals neben die Beißer geschoben rinnt der Gerstensaft genüsslich und reichlich die Kehlen herunter.

Nicht nur rosa Häschen und fesche Hasen sind aber dabei, als der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster ein letztes Mal in seiner Regentschaft zahlreiche kostümierte Narren zum Finale der Fasnetskampagne 2011/12 empfängt. Es sind Abordnungen der am Umzug beteiligten Zünfte und Gesellschaften, die erst dem OB lauschen, dann nach einer Stärkung im kommunalen Regierungssitz aber schnell zu ihren Gruppen auf die Straße eilen.

Schuster in Kutsche unterwegs

Denn während es im Rathaus Landjäger und Gulaschsuppe mit Brot, garniert mit Fasnachtsklängen und Gardetänzen, gibt, herrscht in der Friedrichstraße bereits dichtes Gedränge. 51 Gruppen mit zusammen 2500 Narren stellen sich dort auf, um wenig später mit Narri-Narro, Helau und anderen Rufen durch die Lautenschlager- und Bolzstraße über den Schlossplatz und die Planie vorbei am Alten Schloss zum Marktplatz zu ziehen. Von da geht es dann weiter über die Eberhard- in die Tübinger Straße. Dort klingt der Straßenfasching dann auf dem Brauereigelände von Dinkelacker-Schwabenbräu aus.

OB Wolfgang Schuster ist selbst Teil des närrischen Lindwurms. Flankiert von zwei Personenschützern rollt er in einer von Pferden gezogenen Kutsche durch die City und schmeißt zur Freude vieler Kinder Süßes in die Menge. Nur wenige Meter hinter dem zwei PS starken Dienstwagen des OB folgen der Stadtprinz Patrick der Erste und seine Prinzessin Jenny in einem Cabrio. Allerdings ziert weder ein Stern noch ein Ross den Kühler des Prinzenmobils. Die Hessin und der Rheinland-Pfälzer überbringen mobile Grüße aus Bayern: „Aha“.

Kommentare (6)
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FEB
22
Thomas, 12:49 Uhr

Umzüge in Stuttgart

Der schönere der beiden Umzüge zieht nicht durch die City sondern durch Stuttgart-Hofen und das schon seit Jahren! Aber das haben nichtmal die Stuttgarter Zeitungen bemerkt. Das kommt halt davon wenn man sich bloss in der City rumtreibt.

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FEB
22
klaus, 12:30 Uhr

Fasnetumzug

Liebe Damen und Herren Veranstalter und Betreiber, lasst es doch einfach sein. Nehmt das Geld vom Umzug und spendet es Bedürftigen. In all den Jahren hat sich nix verändert - schwäbisch kleinkarriert! So lange die Schwaben zum Lachen in den Keller gehen geht gar nix, und bloß keine Politik! Ach übrigens, ich bin Schwabe!

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FEB
21
Novarupta 1912, 22:03 Uhr

...und das ist gut so

Was würde als politisches Thema noch übrig bleiben? Richtig: S21. Weshalb sollen sich die Befürworter darüber lustig machen? Lustig könnte man sich nur noch über den oberrevolutionären Rotschopf machen. Der verträgt aber keine Ironie, die er nicht selber den Stuttgartern weißmachen will. Schade: kein Wagen hat den und v. Herrmann auf die Schippe genommen. Schade Stuttgarter Karneval. Aber besser immer noch als die Motivwaqgen zu Zeiten eines Faschingsprinzen - Willi Reichert.

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