Feinstaub in Stuttgart
Flickenteppich aus Umweltzonen
Wolfgang Schulz-Braunschmidt,
01.07.2010 23:00 Uhr
Rote Plakette: in Stuttgart verboten, freie Fahrt in Leonberg. Foto: Zweygarth
""Über die vielen
Umweltzonen sind wir auch nicht glücklich.""
Karl Franz, Umweltministerium
Gleich nebenan, in Leonberg und Ludwigsburg, ist die Autowelt noch halbwegs in Ordnung: Hier sollen die Roten" noch erheblich länger als in Stuttgart - nämlich bis zum 1. Juli 2011 fahren dürfen. Auch die "Gelben" gehen dort in die Verlängerung: Sie werden wohl erst Anfang 2013 in beiden Städten aus dem Verkehr gezogen werden. In beiden Umweltzonen prüft das Regierungspräsidium auch noch die Einführung von Tempolimits und Durchfahrverbote für schwere Lastwagen.
Luftreinhalteplan für drei Kommunen
Die gleichen Beschränkungen sollen auch in Pleidelsheim, Ingersheim und Freiberg am Neckar gelten. Wegen der räumlichen Nähe arbeitet das Regierungspräsidium an einem gemeinsamen Luftreinhalteplan für alle drei Kommunen. Doch im benachbarten Markgröningen, wo der Jahresgrenzwert für Feinstaub in der Grabenstraße bereits jetzt weit überschritten ist, soll ein solcher Plan zum 1. November in Kraft treten. In der Umweltzone Herrenberg wird alles wieder völlig anders gehandhabt - hier soll es beim Verbot mit roter Plakette zum 1. Januar 2012 bleiben.
Zwischen diesem großen Flickenteppich aus einzelnen Umweltzonen dürfen in der insgesamt stark vom Autoverkehr belasteten Region Stuttgart alle Gas geben. "Wir sind über die vielen Umweltzonen und die unterschiedlichen Fristen auch nicht glücklich", sagt Karl Franz, Sprecher im Verkehrs- und Umweltministerium. Für die Luftreinhaltepläne und den Zuschnitt der Umweltzonen seien die Regierungspräsidien inhaltlich zuständig. "Es gibt bis jetzt keine Pläne für eine einheitliche Umweltzone rund um Stuttgart."
Rechtliche Aspekte müssen genau geprüft werden
Im Regierungspräsidium wird eine Umweltzone für den Großraum Stuttgart für die Zukunft aber nicht von vornherein ausgeschlossen. Dieser Schritt würde die mit der Ausarbeitung zahlreicher Luftreinhaltepläne beschäftigten Mitarbeiter stark entlasten. "Allerdings müssen vorher alle rechtlichen Aspekte genau geprüft werden", betont Clemens Homuth-Kuhs, Sprecher der Aufsichtsbehörde. Die Einrichtung einer Umweltzone mit Plakettenpflicht sei schließlich ein erheblicher Eingriff mit Folgen für die Betroffenen.
Für den Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer ist eine einzige Umweltzone mit einheitlichen Regelungen längst überfällig. "Diese wäre für die Umwelt, die Autofahrer, die Polizei sowie für die Verkehrsbehörden nur von Vorteil."
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>



Flickenteppich aus Umweltzonen
Die Problematik in Stuttgart liegt auch in der Bergauf- und Bergablage. Aber das allergrößte Problem sind die Ampeln. Ich bin und komme immer noch im Lande Württemberg (auch Baden) herum, aber was hier in Stuttgart abgeht das übertrifft alles. Man kann im Stadtgebiet eigentlich keine 500 Meter fahren ohne dann ein einer ROTEN AMPEL zu stehen. Dazu sind die Ampelschaltungen an Ein- und Ausfallstraßen so beschi..... dass man sich fragt was für ein gehirnamputierter Affe die wohl gemacht hat. Ich bin z.B. viel im Schwarzwald unterwegs auch in kleineren Städten wie VS, TUT oder in Freiburg. Aber ich habe noch nirgends gesehen dass an jeder Straßenbahnhaltestelle an BEIDEN Enden Fußgängerampeln sind. Ich denke mal, habe eigentlich einen gesunden Menschenverstand, wenn in einer Großstadt wie Stuttgart der Verkehr so fußgängerfreundlich gestaltet ist dass der Autofahrer eigentlich permanent steht und auf GRÜN wartet dann passt das nicht. Bei uns in Stuttgart gibt es keine EINZIGE Durchfahrtsstraße die diesen Namen verdient. Und jetzt kann man sich ja den Rest ausrechnen. Wenn immer mehr Autos an immer mehr ROTEN Ampeln stehen wie der Feinstaub dann in ein paar Jahren aussehen wird.
Umweltplakette
Dieser Schwachsinn wird nie bewiesen werden. Die einzige Chance dieser indoktrinierten Aktivisten ist, so lange zu warten, bis nennenswert Euro 5- und 6-Autos durch die Lande fahren, um dann den Effekt wie selbstverständlich für sich zu reklamieren. Und selbstverständlich hysterisch nach weiteren Verschärfungen zu schreien. Motto: "Wirkung belegt, mehr davon!". Wirtschaftskrisen sollen auch helfen, im billigen Rechentricksen ist Grün ja König. Allerdings ist der (Wahl-) Bürger auch ganz schön selber schuld, wenn er den Aushängeschildern dieser Trittbrettfahrerei weiterhin brav politischen Raum gewährt.
Feinstaub: Verletzung der Verteilungsgerechtigkeit
Man muss, wie es die werten Vorredner andeuten, mit der Feindsinnigkeit der Eurokratie ausgestattet sein, um wirkliche Kampagne-Fähigkeit zu besitzen. Das Missionsziel der flächendeckenden Schikane oder der Verbreitung von Hysterie wird zwar nicht immer erreicht, aber immerhin ist ein gewisser Unterhaltungswert bei den Gewaltunterworfenen vorhanden. Sie kaufen Plaketten zur Reinhaltung der Luft auf Teufel komm raus. Oder sie wohnen jetzt in Umweltzonen, nicht mehr in Städten mit Betonpisten und Häuserschluchten. Im Übrigen entsteht der Fickenteppich beim Feinstaub deshalb, weil nicht überall gemessen wird. Aber die Eurokratie ist überall.