Feinstaubalarm in Stuttgart SPD-Chef Schmiedel fährt trotzdem mit dem Auto

Von red/lsw 

SPD-Fraktionschef Schmiedel findet Feinstaubalarm eine feine Sache. Immerhin seien Stuttgarts Straßen am Montagmorgen schön leer gewesen, als er mit dem Auto zur Arbeit unterwegs war.

Claus Schmiedel, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg fährt gerne Auto (Archivfoto). Foto: dpa
Claus Schmiedel, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg fährt gerne Auto (Archivfoto).Foto: dpa

Stuttgart - SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel ist trotz Feinstaubalarms mit seinem Wagen in die Stuttgarter Innenstadt gefahren. Er begründete dies am Montag damit, dass er eine schwere Tasche zu tragen habe und eine Reihe von Terminen wahrnehmen müsse, die mit Bussen und Bahnen nur schwierig abzudecken seien. „Feinstaubalarm ist eine feine Sache. Ich kam völlig problemlos durch“, sagte er mit Blick auf die Verkehrssituation.

Auch Grünen-Fraktionschefin Edith Sitzmann reiste mit dem Auto an - aber mit einem Plug-In Hybrid, der in der Stadt mit Elektroantrieb unterwegs ist. „Allerdings werde ich schon gucken, wie sich Wege anders zurücklegen lassen - auch wenn das Auto elektrisch fährt“, sagte sie. Bei Feinstaubalarm sind die Bürger aufgerufen, freiwillig ihr Auto stehen zu lassen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat in Sachen Luftreinhaltung ein gutes Gewissen: Bei der Touristikmesse CMT sagte er, er fahre ebenfalls einen Plug-In-Hybrid, eine Kombination von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor. Damit könne er in der Stadt elektrisch fahren und produziere dann keinen Feinstaub.

34 Kommentare Kommentar schreiben

Schmiedel/Feinstaub: was ist da so schlimm daran? beim letzten Feinstaubalarm wurde das Neckarstadium für Autorennen umgebaut und der Pendler sollte die Innenstadt mit dem Auto meiden.....Toll.....

SPD-Chef:: Häuptling Schmiedel hat gesprochen, howgh.

diese Verhalten von Schmiedel spiegelt auch die aktuellen 15%: wieder bei der nächsten Landtagswahl. Einfach nur schäbig . Ich hoffe die Bürgerschaft und betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden einenen Politikstil am 13.3. abstraffen . Solche Leute braucht das Land nicht

Kretschmann lügt, da ...: sein Fahrzeug sehr wohl Feinstaub im Elektromodus produziert. Wie allgemein bekannt, erzeugen auch Reifenabrieb und Bremsstaub Partikel, die zum Feinstaub zählen. Herr Kretschmann sollte also nicht so pauschal lügen, sondern sich vorher informieren.

Es bewahre Ruhe! : Was erlaubt sich das niedrige Volk, das Verkehrsverhalten der Oberen zu kritisieren? Ziehe es sich in seine unbedeutenden Niederungen der täglichen Mühen zurück und akzeptiere es die Entscheidungen der politischen Elite zum Wohle desselben. Jammere es nicht über die zeitverschwendende Komplexität des Nahverkehrs, die den Tagesablauf seines Flusses beraubt. Vor allem aber mache es sich bewusst, dass dem Plebs in kommenden Zeiten die Nutzung der öffentlichen Verkehrssysteme vorbehalten sei. Das Wirken zum Wohle des Volkes sei künftig mit dem Privileg verbunden, auf schnellen Wegen komfortabel durch die Stadt zu gleiten. Mit anderen Worten: Herr Schmidel, wer glauben Sie eigentlich, dass Sie sind und welche Privilegien leiten Sie für Ihresgleichen ab? Ihre Termine sind auch nicht wichtiger als meine, meine Lasten sind auch nicht leichter zu transportieren als ihre. Frau Sitzmann, Kerr Kretschmann, wer ökologisch moralapostelnd durch die Lande zieht, sollte sich schämen, sein eigenes nicht vorbildhaftes Verhalten dann auch noch mit technischem Unwissen zu begründen.

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