Fellbach - Es war ein zähes Ringen, am Ende jedoch eine einstimmige Entscheidung. Die Mitglieder des evangelischen Gesamtkirchengemeinderats haben am Montag bei ihrer Sitzung im Paulusgemeindehaus den Eckdaten für ein Immobilienkonzept zugestimmt und damit die ersten Weichen für die Zukunft gestellt. Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Fellbach hält an allen vier Standorten fest, und sie hat den Vorsitzenden Michael Steck beauftragt, mit der Stadt über das geplante Familienzentrum zu verhandeln. Zwei Beschlüsse wurden allerdings ausgeklammert. Obwohl das Paul-Gerhardt-Haus auf dem Papier zur Disposition steht, entschied die Versammlung, dass damit die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema noch nicht zu Ende ist. Auch mögliche Einnahmen durch den Verkauf des Waldschlössles sind beim Liegenschaften-Konzept noch nicht berücksichtigt.
Die Entscheidung wird bald fallen
Die Entscheidung, was mit dem Eigentum der Kirche auf dem Kappelberg passiert, wird bald fallen. Am kommenden Montag sollen Mitglieder des Waldheim-Arbeitskreises und die beiden interessierten Gastronomen ihre Konzepte in einer nicht-öffentlichen Sitzung präsentieren. Frühestens acht Tage später soll beschlossen werden, wie es mit der Immobilie weitergeht. Der Wunsch der Melanchthon- und Brenzgemeinde nach einer Vertagung der Präsentation, um dem Waldheim-Verein mehr Zeit zu gewähren, wurde abgelehnt. „Wir haben natürlich, was die Finanzierung betrifft, noch nicht alles in trockenen Tüchern, denn da hängen einige mit dran“, sagte Ralf Holzwarth, der mit Tilmann Wied und Hans-Peter Krause als Vertreter des Waldheim-Vereins zur Sitzung gekommen war. Beruhigend sei jedoch die Aussage, dass auch ohne eine Festlegung des Konzepts bis ins letzte Detail der Arbeitskreis Waldheim vorerst im Boot bleiben soll. „Das zeigt, dass der Gesamtkirchengemeinderat einer solchen Lösung offenbar zugetan ist“, sagte Ralf Holzwarth.

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