Fellbach - Unter dem Titel „Fellbach genießen“ ist kürzlich ein Büchlein erschienen, das als Fremdenführer zur genussvollen Seite Fellbachs zu verstehen ist. Mit der Publikation lenkt der Herausgeber, die Stadt Fellbach, den Blick auf die mittlerweile unübersehbare Häufung hochklassiger Gastronomie und Weinerzeugung unterm Kappelberg. Ob Sterneküche, Rotweinpreis, Sauvignon-Blanc-Trophy, Weinprämierungen oder Zuckerartistik – in Fellbach ist man immer vorne mit dabei. „Warum sind wir so gut und keiner sagt’s uns?“, fragt Oberbürgermeister Christoph Palm gern bei passender Gelegenheit.
Mit dem schwäbischen Understatement ist es vorbei
Auf solches „phishing for compliments“ kann künftig verzichtet werden, denn mit dem schwäbischen Understatement ist es vorbei, seit zwischen Buchdeckel gepresst ist, was Fellbach an Kulinarischem zu bieten hat.
Versammelt ist die Genusswelt in einem 80-Seiten-Buch, das eigentlich als Broschüre geplant war. Auf der CMT im Januar hat man das Werk großzügig am Fellbach-Stand verteilt, deshalb ist von der ersten Auflage nicht mehr viel vorhanden. Interessenten bekommen das Büchlein für 8 Euro im i-Punkt am Rathaus.
Unter den Genuss-Produzenten stehen für die Autorinnen Simone Schmid und Claudia List ganz am Anfang die Fellbacher Weingärtner, in Württemberg eine der höchstdekorierten Genossenschaften, bundesweit auf Platz 25 in der Liste der Top 100 der besten Weinerzeuger, im vergangenen Jahr erstmals im Gault-Millau Wein-Guide mit einer Traube ausgezeichnet. Der Gault Millau sieht zudem die beiden Fellbacher Weingüter Aldinger und Schnaitmann als einsame Spitzenreiter im Land und damit zugehörig zur deutschen Spitzenklasse. Dass außerdem die beiden anderen Weingüter Heid und Rienth immer häufiger in den Bewertungslisten der vinophilen Standardwerke auftauchen, beweist das durchweg hohe und höchste Niveau des Fellbacher Weinbaus. Alle Betriebe sind zu Recht in dem Büchlein „Fellbach genießen“ ausführlich beschrieben. Auch die Fellbacher Gastronomie ist gut aufgestellt, zumindest im Rems-Murr-Kreis sucht die Dichte an hochklassiger Küche ihresgleichen. Fünf Restaurants finden Erwähnung in den einschlägigen Gastroführern, von Armin Karrers Sternerestaurant Avui und seinem Gasthaus „Zum Hirschen“,über Aldingers Germania und das Restaurant Goldberg in der Schwabenlandhalle bis hin zu Oettinger’s Restaurant im Hotel Hirsch in Schmiden. In dem Buch werden ausführlich Hirsch und Zum Hirschen sowie das Goldberg vorgestellt. Außerdem das Restaurant „Esszimmer“ – was verzeihlich ist, schließlich kassiert in diesem Fall die Stadt die Pacht.

23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>
