Fernzug Berlin-Stuttgart Privatbahn sieht sich am Ziel

Von wüp 

Das Berliner Unternehmen Locomore hat bei seiner Crowdfunding-Kampagne das Ziel erreicht, mindestens 460 000 Euro Startkapital einzusammeln. Damit soll von September an ein tägliches Fernzugpaar zwischen Berlin und Stuttgart pendeln.

Berlin-Stuttgart: Mit dem Angebot will Locomore Bahnfahrern auf Fernstrecken eine Alternative bieten. Foto: MediaPortal der Deutschen Bahn
Berlin-Stuttgart: Mit dem Angebot will Locomore Bahnfahrern auf Fernstrecken eine Alternative bieten.Foto: MediaPortal der Deutschen Bahn

Das Berliner Unternehmen Locomore hat bei seiner Crowdfunding-Kampagne im Internet das Ziel erreicht, mindestens 460 000 Euro Startkapital einzusammeln. Damit will das Unternehmen, das vor einigen Jahren bereits den Hamburg-Köln-Express (HKX) initiiert hat, von September an ein tägliches Fernzugpaar zwischen Berlin und Stuttgart pendeln lassen, weitere Strecken könnten zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Nach Angaben von Locomore-Gründer Derek Ladewig sind bisher rund 478 000 Euro zusammengekommen. Man hoffe auf weitere finanzielle Unterstützung des Projekts, um die finanzielle Basis weiter zu stärken. Das Ergebnis der Kampagne zeige aber, „dass wir mit unserer Idee richtig liegen: neue Zugangebote für faires, günstiges und ökologisches Reisen auf die Schiene zu bringen“. Die Gesamtkosten des Locomore-Projekts werden auf rund eine Million Euro beziffert. Neben den im Internet angeworbenen privaten Geldgebern seien auch mehrere Investoren bereits an Bord.

Mit dem Angebot will Locomore Bahnfahrern auf Fernstrecken eine Alternative bieten. Bislang haben Reisende im Fernverkehr auf der Schiene kaum Alternativen zu den ICE, IC- und EC-Zügen der Deutschen Bahn. Der Zug mit 400 Sitzplätzen soll Stuttgart morgens um 6.40 Uhr verlassen und kurz nach 13 Uhr am Berliner Hauptbahnhof einlaufen. Aus der Bundeshauptstadt geht es um 14.45 Uhr zurück, die Ankunft in Stuttgart ist für 21.19 Uhr vorgesehen. Die Verbindung ist rund eine Stunde langsamer als die Konkurrenz der Deutschen Bahn. Dafür hält der Locomore-Zug auch an Bahnhöfen, die von der DB auf dem Weg vom Neckar an die Spree nicht angefahren werden.

Mit der DB Netz, dem Betreiber der Schieneninfrastruktur, habe man bereits einen Rahmenvertrag für die benötigten Trassen geschlossen. Der Kontrakt gelte fünf Jahre, betont der Locomore-Chef.

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2 Kommentare Kommentar schreiben

Private 21: Und weil es zur DB immer mehr tolle Alternativen gibt, muß in Stuttgart der Bahnhof oben bleiben, denn nur die DB fährt sinnlos im Keller herum, während die privaten Betreiber immer mehr und immer öfter Oben bleiben und mit ihren Angeboten oben sind.

Privatbahnen: sind eine Chance für den Kopfbahnhof. Bestellen diese weiterhin Trassen in dorthin, wird es für die DB schwierig, diesen stillzulegen, insbesondere dann, wenn die Trassen von solchen Zügen benutzt werden, die nciht in den Tiefbahnhof dürfen.

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