Feuerbach Historie ins Blickfeld rücken

Von Georg Friedel 

Eine Arbeitsgruppe des Zukunftsforums stellt kulturell und ortsgeschichtlich interessante Objekte aus dem Stadtbezirk vor.

Eine Tafel soll in Zukunft auf die Geschichte des Rathauses hinweisen. Foto: Georg Friedel
Eine Tafel soll in Zukunft auf die Geschichte des Rathauses hinweisen.Foto: Georg Friedel

Feuerbach - Im Mai 2010 haben sich historisch interessierte Bürger in Feuerbach zu mehreren Arbeitsgruppen zusammengefunden. Der Grundgedanke war, das Interesse an der Geschichte Feuerbachs bei Einheimischen wie auch bei Durchreisenden zu wecken. Eine Projektidee war, den großen Bestand aus über 200 historisch und kulturell wichtigen Objekten im Stadtbezirk in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. „Wir wollen als Erinnerungskultur das Geschichtsbewusstsein der Feuerbacher Bevölkerung revitalisieren. Das Projekt soll den interessierten Mitbürgern die Möglichkeit geben, sich über die Zeugen der Feuerbacher Geschichte leicht zu informieren, und es soll auch dazu beitragen, die Feuerbacher Identität zu stärken“, sagt Projektleiter Joachim Arendt.

Am Dienstag, 17. Januar, von 17 Uhr an wird er vor dem Feuerbacher Bezirksrathaus zusammen mit Bezirksvorsteherin Andrea Klöber eine Tafel mit historischen Daten zum Gebäude enthüllen und zuvor das Projekt „Begehbares Feuerbacher Gedächtnis“ näher erläutern. Die Veranstaltung ist der Auftakt für weitere ähnliche Aktionen. Auch an anderen ausgewählten Objekten sollen Plexiglas-Tafeln angebracht werden. Darauf wird die Bedeutung des jeweiligen Gebäudes in Kurzfassung erläutert. Zudem sollen alle ausgewählten Objekte auch in einer Broschüre beschrieben werden. Die Informationsschrift wird voraussichtlich im kommenden Jahr vorliegen: „Sie soll den Bürgern Feuerbachs als Leitfaden für eigene Stadtspaziergänge dienen und zur Vertiefung der Kenntnisse über unseren Stadtbezirk beitragen“, sagt Ortshistoriker Arendt. Im Internet werden unter der Adresse www.feuerbach.de/historie/begehbares-feuerbacher-gedaechtnis bereits 40 Objekte vorgestellt. Der Leser erfährt dort zum Beispiel, dass im Gebäude Elsenhansstraße 9, in dem sich heute der Kindergarten St. Josef befindet, einst Matthias Erzberger als Grundschullehrer unterrichtete, bevor seine politische Karriere im ausgehenden Kaiserreich startete.

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