Filderbahnhof und Stuttgart 21 SPD diskutiert Standort des neuen Filderbahnhofs

Von Markus Heffner und  

Auf welchen Strecken werden die Züge mit Stuttgart 21 zum Flughafen geführt? Die SPD-Fraktion im Landtag will neue Varianten diskutieren.

Leinfelden-Echterdingen - Im Stuttgarter Talkessel ist klar, wie die Gleise im Zeitalter von Stuttgart 21 verlaufen sollen. Ganz anders auf den Fildern: Dort steht das sogenannte Planfeststellungsverfahren, das in die offizielle Genehmigung münden soll, noch bevor. Insgesamt 17 Planvarianten hat die Deutsche Bahn AG als Bauherrin für die Anbindung des Flughafens an das regionale und überregionale Schienennetz untersucht und sich auf eine Lösung festgelegt. Doch nach dem Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) macht sich nun auch die Landtagsfraktion der Sozialdemokraten dafür stark, in einem transparenten Prozess nach Alternativen zu suchen.

Erste Forderung der SPD-Landtagsfraktion ist dabei, den neuen Fernbahnhof nicht wie vorgesehen 250 Meter entfernt von der bestehenden S-Bahn-Station in 26 Meter Tiefe zu platzieren, sondern unmittelbar neben dieser Station. „Mit dieser Variante erreichen wir eine deutlich bessere Umsteigequalität“, sagt Fraktionschef Claus Schmiedel. Zudem ergebe sich einiges an Einsparpotenzial, wenn der Bahnhof nicht tief in der Erde gebaut werde müsse. Der zweite Teil der vorgeschlagenen Variante betrifft die Trassenführung selbst, also die Anbindung zwischen Rohrer Kurve und Flughafen. Während die Bahn für diesen Teilabschnitt auf den Fildern die vorhandene S-Bahn-Strecke nutzen will, regt die SPD nun an, eine eigene Trasse entlang der Autobahn für die Regional- und ICE-Züge zu bauen. Für die Einmündung in die neue Strecke Hauptbahnhof-Wendlingen gibt es zwei Varianten. Die kürzere Strecke biegt östlich des Echterdinger Eis nach Süden ab und führt über die Felder zum neuen Flughafenbahnhof. Beim zweiten Vorschlag, den Walter Bauer, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Filderstädter Gemeinderat ist, ausgearbeitet hat, mündet die autobahnparallele Trasse beim Echterdinger Ei in die ICE-Strecke aus Richtung Hauptbahnhof ein und führt in einer Schleife entlang der Landesmesse zum Bahnhof.

Bahn will Varianten prüfen

Laut Wolfgang Drexler hat die Bahn zugesichert, die SPD-Variante auf ihre technische Machbarkeit und ihre Kosten zu untersuchen. „Wir wollen damit eine Diskussion anstoßen und einen Faktencheck für den Filderabschnitt initiieren“, betont der stellvertretende Landtagspräsident. Für die kürzere Streckenvariante habe man grob 200 Millionen Euro veranschlagt. Der Bahn müssten aber nicht zwangsläufig Mehrkosten entstehen, da sich anderseits Einsparpotenzial ergebe. „Das müssen die Planer der Bahn berechnen.“

Kurz vor Weihnachten hatte bereits Winfried Hermann die bisherige Planung auf den Fildern gegenüber der Stuttgarter Zeitung als „Murks“ bezeichnet. Zugleich betonte er, im Benehmen mit Bahn-Chef Rüdiger Grube und Technikvorstand Volker Kefer das bestehende Konzept möglichst „optimieren“ zu wollen. Vor allem die Führung der Fernbahn auf S-Bahn-Gleisen mitten durch Leinfelden-Echterdingen ist dem Minister ein Dorn im Auge. „Das ist erstens schlecht und zweitens korrigierbar“, sagt er – und hält sogar den Verzicht auf Fernverkehrszüge auf dem Gäubahnabschnitt zum Flughafen für denkbar.

37 Kommentare Kommentar schreiben

Überforderung macht böses Blut: Herr Wahlbürger, Sie sollten klartext durch Ihre Sachkenntnis nicht überfordern!

Es mag ja so stimmen, wie Sie schreiben werter Klartext: 'JAN 14 14:46 Uhr, geschrieben von Klartext M. Stocker Aber lieber Herr Stocker: Sie brauchen dringend eine Lesehilfe! Ich habe geschrieben, dass die Landesregierung für diejenigen Mehrkosten aufkommen muss, die sie verursacht...' Die Marschrichtung der Bahn aber ist prinzipiell eine andere http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nach-der-volksabstimmung-bahn-chef-grube-will-barrieren-ueberwinden.233a1208-31a3-4c5a-bc71-8cc46cb60a2c.html nämlich, dass das Land auch da zahlt, wo das Land nicht bestellt hat und der Kostendeckel drauf sein sollte und auch da, wo die Bahn Erpressungspotenzial hat: eine offene Baugrube, so Kretschmann „beruhigend“, werde es mit ihm nicht geben. Und die Regierung Kretschmann hält durch die bis dato unbestimmte Sprechklausel das Tor, durch das die Bahn frei in die Landesfinanzen hineinfahren kann, sperrangelweit offen. Und da kämen kleine Änderungswünsche und Streitigkeiten darüber gerade richtig, um zu verschleiern, was die Bahn wirklich will und macht. Dazu würde sich ein solches Geschäftsmodell eignen: eine miserable Planung, die das Land nicht akzeptieren kann muss das Land bei einer Änderung bei den Kosten teilweise oder ganz übernehmen. Motto Klartext: Wer bestellt der zahlt. Wir wissen ja, dass die Bahn Strecken so vergammeln lässt. dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Dann muss erneuert werden. Bei notwendiger Erneuerung, so ist das geregelt, zahlt der Bund. Warum nicht ein analoges Geschäftmodell bei diesem Projekt als Zusatzbrot oder Verschleierungstaktik für die Kosten, an denen sich die Bahn nicht beteiligen will? Werter Klartext, sind Sie vorgeschickt, om z´ gucke wa:s no zusetzlich go:t? Kretschmann und Schmid zeigen der Bahn bei den Landesfinanzen bereits die volle Breitseite. Die Bahn braucht nur draufzuhalten. Da wäre das eine weitere nette Zusatzvariante, um dem Land bei den Finanzen noch nachdrücklicher zu 'helfen'. Ansonsten bei schon wieder 300 und mehr ha Filderboden, die da für einen Fortschritt, der in jedem Punkt ein Minus ist, umgewühlt werden und dauerhaft verloren gehen, sollte das Projekt zu Fall gebracht werden. Hier stimmt nichts, wohin man auch langt. Und hier ist böser Wille. Herr Stocker sagt es etwas drastischer. Sonst hätte Herr Grube nicht gleich drei Rechtsgutachten zur Sprechklausel anfertigen lassen, nach denen sich das Land bei den Mehrkosten zu beteiligen hat. Das ganze Projekt S21 samt NBS ist nicht nur komplett überflüssig, zu teuer, zutiefst unökologisch und bringt keine verkehrlichen Vorteile, ist dafür aber desaströs für die Landesfinanzen. Ceterum censeo S21 esse delendam.

M. Stocker: Aber lieber Herr Stocker: Sie brauchen dringend eine Lesehilfe! Ich habe geschrieben, dass die Landesregierung für diejenigen Mehrkosten aufkommen muss, die sie verursacht. Und wenn sie Änderungswünsche hat, dann ist das so. =======Weil ich jedoch weiß, dass die Grünen davon nicht begeistert sein werden, habe ich der SPD angeraten, doch erst das Gespräch mit den Grünen (und den Landwirten) zu suchen, ehe sie Änderungswünsche äußert.========== Ansonsten bleibt eben die Lösung, wie von der Bahn anvisiert. =======Deshalb dürfen Sie uns ruhig mit Ihren Kommunismus-Parolen verschonen, die sind wirklich unnötig wie ein Kropf.

LIEBE SPD-------: ALS 'VERLÄNGERTER ARM' DER §§ GRÜNEN §§ SOLLTET IHR ERST MAL DIE FRAGEN; OB IHR DAS AUCH DÜRFT; 'EUCH GEDANKEN' ZU MACHEN!!!WO IST EIGENTLICH EUER 'FINANZ-JOUNGLEUER' DER SCHMIDT??? VON DEM HÖRT UND SIEHT MANN GAR NICHTS MEHR!! AHA ;URLAUB!! NA DANN ZU DEM §§ GRÜNEN §§ HERRMANN; DER WILL HOFFENTLICH NICHT NOCH NE 'VERMURCKSTE' VOLKS VER- ARSC-STIMMUNG' ZUM 'KRAUT -BAHNHOF ??? DA WIRD MIR JETZT SCHON ANGST UND BANGE; WENN ICH DEN OBRIGEN ARTIKEL LESE!!!!IN EIGENER SACHE: HERRMANN-- HALT DICH DA RAUS; NEHME EINE SCHAUFEL IN DIE HAND UND FÜLLE DIE 'FROSTBEULEN' AUF UNSEREN STRAßEN ZU; DANN HAST DU WENIGSTENS ETWAS GELEISTET DEN TAG ÜBER; UND KANNST AM ABEND IN RUHE DIR DEINE §§ GRÜNE §§ 'MAO BIEBEL' REINZIEHEN DEINE BLASEN AN DEN HÄNDEN VERBINDEN UND BADEN-WÜRTTEMBERG IST AUCH GLÜCKLICH!!!!MFG LEOPARD!!!

@ Prof. Stefan Faiß re SPD geht in die Offensive für Stuttgart 21 +: Sie schreiben: Die optimale Verknüpfung der einzelnen Verkehrsträger ist aber trotzdem notwendig und damit auch die Flughafenanbindung per Schiene aus Richtung Singen. Nur so werden Fluggäste künftig verstätkt mit der Bahn zum Flughafen anreisen und das Auto zuhause stehen lassen. Und das ist ja auch schon ein ökologischer Gewinn! ___________________________________________________________________ Dazu von der website des Flughafens: Von dem vorgesehenen Bahn-Halt am Flughafen erwartet die Flughafen Stuttgart GmbH nach Erhebungen der Intraplan Consult GmbH bis zu 1,2 Mio. mehr Fluggäste für den Landesflughafen. Das ermöglicht in Folge über 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze auf dem Gelände des Airports. Die Flughafengesellschaft unterstützt deshalb das Projekt, das eine enorme Standortverbesserung für die gesamte Filderregion bedeutet. Der Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz vergrößert nicht nur den Einzugsbereich des Flughafens, er verbessert auch entscheidend die Erreichbarkeit aus der Fläche, insbesondere im Regionalverkehr. Die Flughafengesellschaft investiert insgesamt 359 Mio. Euro in das Vorhaben; davon sind 339,4 Mio. Euro Finanzierungszuschüsse für die DB Netz AG, während 19,6 Mio. Euro für den Umbau eigener Anlagen dienen. So wurden die baulichen Voraussetzungen für den ICE-Bahnhof bereits bei der Planung von Terminal 3 und der Neuen Landesmesse berücksichtigt. _____________________________________________________________ 1,2 Mio mehr Fluggäste können wohl kaum als ökologischer Gewinn bezeichnet werden, vor allem im Hinblick auf die erhoffte 2. Startbahn, die 2008 wegen mangelnder Auslastung des Flughafens abgelehnt worden war.

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