Floßfahrt über den Atlantik
Die alten Männer und das Meer
Martin Dahms,
19.02.2011 12:02 Uhr
Zehn Wochen auf hoher See: Anthony Smith und Co. sind Anfang Februar mit ihrem Floß auf La Gomera gestartet. Mitte April wollen sie die Bahamas erreichen. Foto: StZ
Stuttgart - Manche Menschen werden nicht gerne alt. "Ich mag keinen dieser runden Geburtstage", sagte der Regisseur Woody Allen, kurz bevor er siebzig wurde. "Und die kleinen gemeinen, die dazwischenliegen, auch nicht." Der Brite Anthony Smith, der bald 85 Jahre alt wird, hat genauso wenig Freude am Altern. "Das Telefon klingelt einfach nicht mehr so oft wie früher"', sagt er. Um der drohenden Altersdepression zu begegnen, dreht Woody Allen weiter Filme, und Anthony Smith stürzt sich, wie schon sein Leben lang, in neue Abenteuer. Zurzeit segelt er auf einem Floß über den Atlantik. In seinem Alter müsse man sich nicht mit einem Ausflug zum nächsten Supermarkt zufriedengeben. "Du kannst andere Dinge tun."
Anthony Smith hat immer gern andere Dinge getan. Nach seinem Studium der Zoologie in Oxford arbeitete er als Wissenschaftsjournalist beim "Daily Telegraph". Seine erste Expedition im Auftrag der Zeitung unternahm er nach Persien. Bekannt machte ihn 1962 eine Reise im Heißluftballon von Sansibar zum tansanischen Festland, wo er die Serengeti und den Ngorongoro-Krater überflog. Im Jahr darauf kreuzte er, wieder im Heißluftballon, die Alpen. Über seine abenteuerlichen Ausflüge hat Smith mehr als 30 Bücher veröffentlicht, wobei das meistverkaufte allerdings keine Reise, sondern den menschlichen Körper beschreibt. Der Journalist und Abenteurer könnte auf ein erfülltes und erfolgreiches Leben zurückblicken. Er blickt aber lieber nach vorn.
Vor sechs Jahren gab Smith eine Kleinanzeige im "Daily Telegraph auf": "Lust auf eine Floßfahrt über den Atlantik? Berühmter Reisender braucht Drei-Mann-Crew. Müssen Rentner sein. Nur ernsthafte Abenteurer." 120 Leute meldeten sich. Keiner der Interessenten kam infrage.
Vor drei Jahren traf Smith der nächste Schlag. Ein Lieferwagen überfuhr ihn und verletzte ihn schwer, der Fahrer floh vom Unfallort. Smith hatte Glück, er erholte sich von seinen Verletzungen; er geht seitdem allerdings am Stock. Der flüchtige Fahrer wurde geschnappt und zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt - das Geld hat Smith in seine Atlantikfahrt investiert, den Traum, von dessen Verwirklichung er sich nicht abhalten ließ.
Anthony Smith hat immer gern andere Dinge getan. Nach seinem Studium der Zoologie in Oxford arbeitete er als Wissenschaftsjournalist beim "Daily Telegraph". Seine erste Expedition im Auftrag der Zeitung unternahm er nach Persien. Bekannt machte ihn 1962 eine Reise im Heißluftballon von Sansibar zum tansanischen Festland, wo er die Serengeti und den Ngorongoro-Krater überflog. Im Jahr darauf kreuzte er, wieder im Heißluftballon, die Alpen. Über seine abenteuerlichen Ausflüge hat Smith mehr als 30 Bücher veröffentlicht, wobei das meistverkaufte allerdings keine Reise, sondern den menschlichen Körper beschreibt. Der Journalist und Abenteurer könnte auf ein erfülltes und erfolgreiches Leben zurückblicken. Er blickt aber lieber nach vorn.
Reiseroute ist keiner plötzlichen Laune entsprungen
Vor sechs Jahren gab Smith eine Kleinanzeige im "Daily Telegraph auf": "Lust auf eine Floßfahrt über den Atlantik? Berühmter Reisender braucht Drei-Mann-Crew. Müssen Rentner sein. Nur ernsthafte Abenteurer." 120 Leute meldeten sich. Keiner der Interessenten kam infrage.
Vor drei Jahren traf Smith der nächste Schlag. Ein Lieferwagen überfuhr ihn und verletzte ihn schwer, der Fahrer floh vom Unfallort. Smith hatte Glück, er erholte sich von seinen Verletzungen; er geht seitdem allerdings am Stock. Der flüchtige Fahrer wurde geschnappt und zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt - das Geld hat Smith in seine Atlantikfahrt investiert, den Traum, von dessen Verwirklichung er sich nicht abhalten ließ.
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