Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart-Stammheim Kompromiss bei Asylunterkunft

Von cl 


Im Streit wegen des zu sanierenden Flüchtlingsheims an der Kameralamtsstraße 69B glätten sich die Wogen. Alle Bewohner mit Schul- und Kindergartenkindern können in benachbarten Gebäuden untergebracht werden. Kinderlose Paare und Alleinstehende ziehen in die Tunzhofer Straße um – vorübergehend.

  Foto: Chris Lederer
  Foto: Chris Lederer

Stammheim - Positiv und mit großem Zuspruch hat der Bezirksbeirat Stammheim am Dienstagabend, 7. November, auf einen Bericht von Marco-Oliver Luz vom Sozialamt reagiert. Luz hatte in der Sitzung des Bezirksbeirats über die geplante Sanierung der von Wasserschäden betroffenen Flüchtlingsunterkunft an der Kameralamtsstraße 69B informiert. Weil die Unterkunft vorübergehend geräumt werden muss, Bewohner in die Unterkunft an der Tunzhofer Straße 12 umziehen müssen und sie kurzfristig darüber in Kenntnis gesetzt worden sind, hatte es zuvor aus den Reihen der Bewohner und der Flüchtlingsinitiative „Stammheim hilft!“ harsche Kritik gegeben (wir berichteten). Luz machte in seinem Vortrag noch einmal deutlich, dass die Verwaltung erst sehr spät eine Freigabe zum Handeln erhalten habe, dass auch die beteiligte Versicherung bei der Verzögerung eine Rolle gespielt habe, man nun jedoch so schnell wie möglich mit den Reparaturen der Duschen und der Trocknung des Gebäudes beginnen wolle. In Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt habe man nun in den anderen Flüchtlingsunterkünften an der Kameralamtsstraße die Belegung so verdichten können, dass zumindest alle Familien mit Kindern im Schul- beziehungsweise Kindergartenalter in Stammheim bleiben können. Ebenso bleiben können die Schwangeren und Menschen mit instabiler Gesundheit, erklärte Luz: „Uns ist die Not und Angst der Familien klar geworden.“ Umziehen werden nun vor allem Alleinstehende und kinderlose Paare. Luz wiederholte seine Zusage, dass jeder Bewohner nach der Sanierung wieder nach Stammheim ziehen dürfe. Wie lange die Bauarbeiten genau dauern werden, dazu wollte sich Luz nicht äußern.

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