Flughafen Stuttgart Ringen um die Landerechte
Anja Treiber, vom 08.09.2010 19:18 Uhr
Stuttgart - Seit 2004 bemüht sich die Fluggesellschaft Emirates mit Unterstützung des Flughafens Stuttgart und der Landesregierung um das Recht, die Landeshauptstadt anfliegen zu dürfen. Die Entscheidung darüber liegt bei der Bundesregierung. Am Mittwoch haben sich die Landesverkehrsministerin und Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens, Tanja Gönner, der Flughafengeschäftsführer Georg Fundel und der Cheflobbyist von Emirates, Andrew Parker, getroffen. Sie sind sich darüber einig, dass Wirtschaft und Tourismus in der Region von einer Direktverbindung Stuttgart-Dubai profitieren würde.
"Die Vereinigten Arabischen Emirate sind unter den arabischen Ländern der wichtigste Handelspartner Baden-Württembergs", sagt Gönner. Aber das letzte Wort habe die Bundesregierung, daran führe kein Weg vorbei, fügt die Landesverkehrsministerin hinzu. In den nächsten Wochen werde sie ihren Kollegen auf Bundesebene, Peter Ramsauer, bei gemeinsamen Terminen auf das Thema ansprechen.
"Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten bestehen bilateral äußerst liberale Luftverkehrsrechte", heißt es unterdessen in einer Erklärung des Bundesverkehrsministeriums. Darin werde nur die Anzahl der Landepunkte in Deutschland auf vier Stück beschränkt. Derzeit sind das Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg. Luftverkehrsbeziehungen zwischen zwei Staaten richteten sich nach dem Grundsatz der Ausgewogenheit. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gebe es nur drei Flughäfen, die von ausländischen Unternehmen angeflogen werden dürfen. Seit zwei Jahrzehnten steuert Emirates Ziele in Deutschland an. Künftig würde die Fluggesellschaft neben Stuttgart gerne auch Berlin anfliegen. "Ich bin optimistisch, dass wir uns annähern", sagt Parker.