Die Formel 1 kann nicht mit einer Erstattung von Ausfällen am Hockenheimring durch die Stadt Heidelberg rechnen. Foto: dpa
Heidelberg - Der Heidelberger Gemeinderat hat seine Zusage zur Unterstützung des Formel-1-Rennens im Juli in Hockenheim wieder rückgängig gemacht. Mit 22 zu 19 Stimmen hat das Gremium dem Wunsch der Rennstadt nach einer Ausfallbürgschaft für eventuelle Verluste in Höhe von 50.000 Euro abschlägig beschieden. Zuvor hatte auch die Stadt Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) eine Unterstützung für das Rennen abgelehnt.
Mannheim, der Rhein-Neckar-Kreis, der Regionalverband und die IHK haben hingegen jeweils 50.000 Euro zugesagt. Auch in Heidelberg hatten die zuständigen Ausschüsse des Rats Ende 2009 der Übernahme einer Bürgschaft zunächst zugestimmt. Nach heftiger Kritik von Umweltverbänden hatte danach der Gesamtgemeinderat das Thema an sich gezogen. Während sich CDU und bürgerliche Gruppen in der jüngsten Sitzung aus wirtschaftlichen und regionalen Gründen erneut für eine Unterstützung des Hockenheimrings aussprachen, votierten SPD, Grüne, Grün-Alternative und kleinere Gruppen vor allem aus ökologische Gründen dagegen.
Der Hockenheimer OB Dieter Gummer (SPD) bedauerte die Entscheidung. Er gehe davon aus, dass der Nutzen des Rennens für Heidelberg größer sei als mögliche Umweltschäden. Auch von der neuen Landesregierung habe er noch keine Zusage, ob diese die erbetenen Zuschüsse in Höhe von 1,4 Millionen übernehmen werde. Hingegen laufe der Vorverkauf für das Formel-1-Rennen im Juli nach dem Comeback Michael Schumachers gut. Bisher habe man mehr als 46.000 Karten verkauft. Um ohne Verluste über die Runden zu kommen, brauche man 62.000 zahlende Besucher.