Fototipps Bewegte Objekte fotografieren

Von SIR 

Bilder, die bewegte Motive zeigen, können ganz besondere Spannungen erzeugen.

Hier wird die Unschärfe als Effekt genutzt.  Foto: Bildbunt/flickr
Hier wird die Unschärfe als Effekt genutzt. Foto: Bildbunt/flickr

Stuttgart - Bilder, die bewegte Motive zeigen, können ganz besondere Spannungen erzeugen. Doch oft sind die schönsten Momente in Bruchteilen einer Sekunde vorbei und das Motiv verliert an Spannung.

Mit etwas Geschick und Glück können ganz besondere Fotos entstehen. Die Kunst liegt darin den entscheidenden Moment einzufrieren.

Die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes bewegtes Motiv ist eine kurze Belichtungszeit. Je schneller sich das festzuhaltende Motiv bewegt, desto kürzer sollte die Belichtungszeit sein. Durch eine veränderte Blenden- und ISO-Einstellungen können Über- oder Unterbelichtungen des Bildes vermieden werden.

Durch eine Vergrößerung der Blende (kleinere Blendenzahl) oder das Heraufsetzen des ISO-Wertes können selbst bei schlechten Lichtverhältnissen auch mit kurzer Belichtung sensationelle Aufnahmen entstehen. Bei zu viel Lichteinfluss gilt dies andersrum ebenfalls. Sollte die Kamera keine manuelle Einstellung der Belichtungszeit zulassen, dann sollte auf das Sportprogramm umgeschaltet werden. Dann stellt sich die Kamera so ein, dass je nach Lichtverhältnissen auch schnelle Bewegungen scharf festgehalten werden können.

Unschärfe als Effekt

Hohe Schärfe ist aber nicht für jedes Motiv die beste Wahl. Manchmal kann durch eine bewusst gewählte Unschärfe eine erhöhte Dynamik auf einem Bild entstehen. Je schärfer ein Motiv ist, desto statischer wirkt es. Durch sogenannte Bewegungsunschärfe kann die Bewegung eines Motivs auf das Bild übertragen werden. Je stärker diese Bewegungsunschärfe ausfällt umso schneller wirkt die Bewegung auf dem Bild.

Um dies zu erreichen, muss die Belichtungszeit erhöht werden. Die meisten Kompaktkameras kommen an dieser Stelle an ihre Grenzen. Da die lange Belichtungszeit mit der Hand nur schwer ohne Verwackler gehalten werden kann, ist ein Stativ empfehlenswert.

Wasser ist ein weiterer Bereich indem Bewegungsunschärfe Ihre Wirkung entfaltet. Ein Wasserfall oder Springbrunnen, der mit einer kurzen Belichtungszeit fotografiert wurde wirkt statisch. Eine etwas längere Belichtungszeit lässt das Wasser ruhig und weich dahinfließen und die Wassertropfen hängen nicht wie festgefroren im Bild.

Ein ähnlicher Effekt kann so auch bei Nachtaufnahmen erreicht werden. Wer kennt nicht die Bilder vorbeifahrender Autos bei denen lediglich die Lichter als weiße und rote Strahlen zu erkennen sind?

Ein weiterer Effekt: Der Kameraschwenk

Eine weitere Möglichkeit bewegte Motive in Szene zu setzen ist ein sogenannter Kameraschwenk. Bei dieser Technik wird die Kamera im selben Tempo wie das Motiv mit bewegt. Auf diese Weise entstehen Fotos auf denen der bewegte Teil des Motivs scharf und der Rest unscharf ist.

Diese Technik erfordert allerdings einiges an Übung. Gut eignen sich Motive, die sich in eiem gleichmäßigem Tempo fortbewegen wie beispielsweise fahrende Autos oder Radfahrer. Mit etwas Erfahrung kann als Motiv fliegende Vögel gewählt werden. Wichtig ist, dass die Position des Motivs im Sucher während die Kamera bewegt wird stets gleich bleibt. Dies ist Voraussetzung damit das Motiv scharf abgebildet wird.

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von fotografieanleitung.de zur Verfügung gestellt.