Fototipps Brennweiten und Zoom

Von SIR 

Welche Brennweite die richtige ist, ist sowohl von dem Motiv als auch von den Präferenzen des Fotografen abhängig.

Welche Brennweite die Richtige ist, ist von dem Motiv und den Präferenzen abhängig. Foto: Rob124/flickr
Welche Brennweite die Richtige ist, ist von dem Motiv und den Präferenzen abhängig.Foto: Rob124/flickr

Stuttgart - Welche Brennweite die Richtige ist, ist sowohl von dem Motiv als auch von dem Präferenzen des Fotografen abhängig. So verwenden beispielsweise Sportjournalisten telebrennweiten, während viele Fotojournalisten in der Analogfotografie 35 Millimeter-Brennweiten nutzen. Die meisten Fotografen nutzen allerdings Objektive mit variablen Brennweiten(Zoom-Objektiven) Die Brennweite eines optischen Systems wird in Millimetern angegeben und bezeichnet die Distanz zwischen Brennpunkt und dem Linsensystem. Die fotografische Wirkung der jeweiligen brennweite ist zudem von der Größe des Sensors(Aufnahmeformat) abhängig. Aufgrund der Tatsache, dass heutzutage viele verschiedene Sensorformate auf dem Markt sind, geben die meisten Hersteller kleinbildäquivalente Brennweiten ihrer Kameras an. Dadurch wird den Nutzern eine Vergleichsbasis gegeben. Die einzelnen Brennweiten werden meist in drei Kategorien unterteilt.

• Brennweite <40mm -- Weitwinkel

• Brennweite >40mm - 60mm -- Normalbrennweiten

• Brennweite >60 --Telebrennweiten

Da eine solche Unterscheidung zu unflexibel ist, werden die Angaben häufig kombiniert, z. B. 20mm Weitwinkel. Je kleiner der Wert der Brennweite, desto größer ist Bildwinkel.

Wichtig ist, dass Sie beim Kauf einer Kamera auf ihr optisches Zoom achten, der Aufnahmen gleicher Qualität bei unterschiedlichen Brennweiten ermöglicht. Das normale digitale Zoomen geht nur auf Kosten der Bildqualität.

Die Lichtstärke vom Objektiv ist vor allem bei schlechten Lichtbedingungen und bei schnellen Bewegungen ein bedeutsames Kriterium. Die Lichtstärke eines Objektivs wird über die maximale Blendenöffnung angegeben. Sie hängt von der Brennweite und dem Durchmesser der Frontlinse des Objektivs ab. Der maximale Durchmesser einer Blende von 50mm eines 100mm-Objektivs ergibt eine maximale Blendenöffnung von 1:2,0. Ein 200mm-Objektiv mit der gleichen Blendeöffnung besitzt eine Lichtstärke von 1:4,0.

Lichtstärke = maximale Öffnung des Objektivs in mm / Brennweite in mm

Die folgenden Werte stellen die klassische Blendenreihe dar. 1:1,0 / 1:1,4 / 1:2,0 / 1:2,8 / 1:4,0 / 1:5,6 / 1:8,0 / 1:11,0 / 1:16,0 / 1:22,0 / 1:32,0

Jeder weiter rechts liegende Wert stellt ist eine Halbierung der Lichtmenge zum vorhergehenden Wert. Um diesen Unterschied auszugleichen, muss gleich bleibender Belichtungssituation die Belichtungszeit jeweils verdoppelt werden.

Tele-Brennweite

Teleobjektive haben eine kleinbildäquivalente Brennweite größer 60mm. Durch den Crop-Faktor (Verlängerungsfaktor) vieler digitaler Kameras wird sich die kleinbildäquivalente Brennweite häufig über den auf den Objektiven angegeben Werten befinden. Für die Bildgestaltung ist vor allem die für Teleobjektive typisch geringe Schärfentiefe, durch die bewusste Unschärfen erzeugt werden können. Des Weiteren sind große Aufnahmedistanzen möglich. Die raffende Wirkung bei hintereinander liegenden Objekten ist ein weiterer Vorteil von Teleobjektiven. Durch die hohe Verwacklungsgefahr bei Freihandaufnahmen, ist es sinnvoll mit einem Stativ und Bildstabilisator zu arbeiten. Die Tele-Brennweite findet sowohl im Sportbereich, als auch bei Porträtfotografie und Tieraufnahmen Anwendung.

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von kleine-fotoschule zur Verfügung gestellt.