Fragen und Antworten zum Rücktritt Darf der Papst das überhaupt?
dpa/the, 12.02.2013 11:27 Uhr
Ein so ungewöhnlicher Schritt wie der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. löst eine Flut von Fragen aus - wir geben Antworten.Foto: dpa
Rom - Papst Benedikt XVI. gibt das Pontifikat auf - dieser Schritt ist so ungewöhnlich, dass sich viele Fragen auftun. Wir haben nach Antworten gesucht.
Darf man als Papst überhaupt zurücktreten?
Ein Papst wird auf Lebenszeit gewählt, doch ist nach dem Kirchenrecht auch ein Rücktritt möglich. Hierfür muss das Kirchenoberhaupt keine Gründe nennen, niemand muss den Rücktritt annehmen. Allerdings muss er freiwillig erfolgen. Das regelt das von Johannes Paul II. reformierte Kanonische Recht. Unter Kirchenexperten herrscht Einigkeit, dass sich der Papst im Fall eines Rücktritts sofort und vollständig aus allen Ämtern und aus dem öffentlichen Leben der Kirche zurückziehen müsste
- Darf der Papst das überhaupt?
- Ist der Schritt des Papstes beispiellos?
- Gab es Hinweise, dass der Papst diesen Schritt gehen würde?
- Warum tritt Benedikt genau um 20 Uhr zurück?
- Was macht Benedikt XVI. nach dem 28. Februar?
- Wie spricht man Benedikt in Zukunft an?
- Ist der Papst akut erkrankt?
- Was macht der Papst in den letzten Tagen seiner Amtszeit noch?
- Wie geht es nach dem 28. Februar weiter?
- Wer könnte Benedikts Nachfolger werden?






'Papa' Berlusconi
Zum Bild von Silvio Berlusconi im Papst-Ornat: Herrlicher Gag, doch völlig außer der Welt. Denn: 'Silvio ist zwar exzentrisch, aber er würde niemals akzeptieren, vorne dran erst der Vierte zu sein - nach Vater, Sohn und Heiligem Geist' - schrieben mir italienische Freunde sofort. Trotzdem: Selten so gelacht.
Vorschlag
Wie spricht man Benedikt in Zukunft an? Ganz raus ist das noch nicht. „Man kann sich schwer vorstellen, dass wir ihn Kardinal nennen werden“, meinte aber Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. „Vielleicht emeritierter Bischof von Rom.“ Wie wäre es mit Herr Professor?
mehr
er tritt beruflich kürzer, dass er mehr zeit für die familie hat.