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Fredi Bobic im Interview „Wir sind kein Werksverein“

Thomas Haid, 20.04.2012 10:21 Uhr

Stuttgart - Die Partnerschaft mit der Mercedes-Benz-Bank ist ein Signal: das Unternehmen will mit dem VfB nach oben. Das ist der Auftrag, den der Stuttgarter Manager Fredi Bobic umsetzen muss.

Herr Bobic, das ist eine gute Woche für den VfB. Demnächst erhält der Club mehr Geld vom Fernsehen – und jetzt ist es auch noch gelungen, in der Mercedes-Benz-Bank einen neuen potenten Hauptsponsor zu finden.
Das freut mich sehr, denn dafür hat der VfB jahrelang gekämpft. Die ersten Reaktionen zeigen mir, dass die Leute begeistert sind – sowohl unsere Fans als auch viele Mitarbeiter beim Daimler.

Was ändert sich durch die Partnerschaft mit Mercedes für Ihre Arbeit?
Zunächst mal nichts. Der finanzielle Spielraum wird für mich nicht größer und nicht kleiner. Ich kenne das Budget, das mir für die nächste Saison zur Verfügung steht. Und wir werden nun auch weiter so verfahren, wie wir es beschlossen haben.

Mit Verlaub, aber Daimler wird sich nicht mit Platz fünf oder sechs zufriedengeben. Der Konzern will immer ganz nach oben. Spüren Sie diesen Druck bereits?
Druck hat man hier immer. Wer das nicht aushält, muss sich einen anderen Job suchen. Ich kann nur sagen, dass die nächste Saison enorm schwer für uns wird. Es ist nun mal so, dass wir uns entschieden haben, weiter auf wirtschaftliche Konsolidierung zu setzen. Dazu müssen wir auch Spieler abgeben. Daran wird sich nichts ändern.

Bessere Perspektiven bietet der Stern auf der Brust aber schon?
Damit und mit dem Fernsehgeld können wir einige Vorhaben leichter verwirklichen. Damit meine ich vor allem, dass wir ein Jugendleistungszentrum bauen.

Die Fans würden es jedoch auch gerne sehen, wenn mal ein richtiger Star zum VfB kommt.
Wir wollen unsere Stars selbst machen und fördern die Jugend. Das ist unsere Zukunft. Außerdem bin ich kein Freund davon, Geld im Voraus auszugeben. Das haben einige Vereine vor einiger Zeit schon einmal gemacht. Dann kam die Kirch-Krise.

VW will den VfL Wolfsburg nach vorne bringen und stellt dafür zig Millionen Euro pro Jahr bereit. Mercedes will sich von VW sicher nicht überflügeln lassen.
Unser Modell ist nicht das Wolfsburger Modell. Wir sind kein Werksverein.
Die Fragen stellte Thomas Haid.