Stadtkind Stuttgart

Freedride-Film "Flow State" „Im Powder hat man nur eine Chance“

Von Claus Lochbihler 

Freeride-Profi Sascha Schmid macht eine Stippvisite in Stuttgart - bei der Vorführung des neuen Warren Miller-Films ‚Flow State‘ am Sonntag im Stuttgarter CinemaxX. Ein Interview.

Der Schweizer Freeride-Profi Sascha Schmid (39) ist im neuen Warren Miller-Film ‚Flow State‘ zu sehen. Foto: Warren Miller/Peter Mathis 10 Bilder
Der Schweizer Freeride-Profi Sascha Schmid (39) ist im neuen Warren Miller-Film ‚Flow State‘ zu sehen.Foto: Warren Miller/Peter Mathis

Stuttgart - Der Schweizer Freeride-Profi Sascha Schmid (39) spricht im Interview über seine Rolle beim neuen Warren Miller-Film ‚Flow State‘, Freeriden als Beruf und den Wandel des Skifahrens abseits der Piste.

Haben Sie eigentlich schon als Jugendlicher Skifilme gesehen?

Damals gab’s solche Filme noch nicht. Das war ja alles noch vor dem Internet. Erst als ich später vom Alpinen zum Freeriden gewechselt bin, hat das eine Rolle gespielt. Da war ich ganz scharf auf solche Filme aus den USA.

Um sich was abzuschauen?

Es ging eher darum zu träumen: Wie Skifahren noch sein könnte. Später haben wir versucht, das eine oder andere nachzumachen: Sprünge über große Wechten zum Beispiel. Das war schwierig, weil wir noch nicht das Material hatten, das es in den USA schon gab. Wir fuhren immer noch mit diesen dünnen Spaghetti-Skiern herum. Als ich dann endlich meinen ersten breiteren Ski hatte, maß der 78 Millimeter unter der Bindung. Das wäre heute ein Pistenski.

Wie muss man sich heute einen typischen Drehtag für einen Skifilm wie ‚Flow State‘ vorstellen?

Am Vorabend des Drehs bespricht die ganze Crew – die Athleten, die Kameraleute, der Regisseur und die Bergführer, die für die Sicherheit aller verantwortlich sind – den Marschplan: Was möchten und vor allem was können wir machen? Welche Bilder braucht der Kamermann noch? Wie sind die Bedingungen, das Wetter und die Lawinenlage? Wann müssen wir wo sein, damit die Lichtverhältnisse stimmen. All das muss koordiniert werden. Am wichtigsten ist der Zeitplan: Man darf nicht zu spät, aber auch nicht zu früh dran sein. Perfekte, spannende Skibilder brauchen viel Zeit, auch wenn es am Ende nur ein paar Minuten sind. Für unsere ‚Flow State‘-Episode hatten wir zwei Wochen.

Bei einem Shooting arbeiten Sie eng mit dem Fotografen zusammen.

Wenn man eine gute Coverage – also viel Abdrucke - will, muss man das tun. Letztlich ist man aufeinander angewiesen: Ich will, dass der Fotograf ein geiles Bild schießt. Und er will, dass der Skifahrer am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Schwung setzt – damit er seine Bilder verkaufen kann.

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