Freundschaft beim StZ-Lauf
"Perfektes Lockmittel für Wiedersehen"
Johannes Scharnbeck,
21.06.2010 16:09 Uhr
Anja Kaufer aus Esslingen (links) mit ihren Freunden aus Turin. Foto: Baumann
Stuttgart - Laufen hat sehr viele positive Nebeneffekte. Es stärkt das Herzkreislauf-System sowie die Rückenmuskulatur und ist zudem für die Gewichtskontrolle äußerst förderlich. Gute Gründe also, einen Halbmarathon zu absolvieren. Für die Familien Kaufer aus Esslingen und Britz/Karnetz aus Turin gibt es aber noch einen weiteren Grund: für sie ist der Halbmarathon beim StZ-Lauf der Anlass gewesen, ihre internationale Freundschaft zu pflegen.
Denn Anja und Jupp Kaufer hatten ihre Freunde Federico Brivio und Robin Karnetz sowie deren Kinder Adrian (6 Jahre) und Jolie (4) für das Wochenende nach Stuttgart eingeladen. Um sich nach einem halben Jahr endlich einmal wiederzusehen, aber vor allem um gemeinsam zu laufen. Kennengelernt haben sich die beiden Familien nämlich in einer Laufgruppe in Detroit (USA), den "West Bloomfield Runners". Vor dreieinhalb Jahren zog es die zwei Familien aus beruflichen Gründen dorthin. "Jeden Montag sind wir zwei Frauen dann in einer Gruppe gelaufen", sagt Anja Kaufer. "Für uns hatte das Laufen besonders einen hohen sozialen Effekt. Der Kaffee danach mit den anderen Frauen war fast wichtiger als das Laufen. So konnten wir leicht andere Leute kennen lernen."
Auch als die beiden Familien 2009 Detroit wieder verließen, hielt die Freundschaft an. "Der StZ-Lauf war nun das perfekte Lockmittel für ein Wiedersehen", sagt die 36-Jährige. Zumal sie, Brivio und Karnetz den Halbmarathon auch als Vorbereitung nutzten. Im Oktober wollen die drei zusammen mit anderen Freunden aus der Detroiter Laufgruppe beim Marathon in Athen antreten, dem 2500 Jahr-Jubiläum des allerersten Marathon-Laufes. Nur Anja Kaufers Mann Jupp wird dann nicht mitlaufen. "Ich bin Triathlet, und mag das Schwimmen und Fahrradfahren lieber", sagt er. Beim Stuttgarter Halbmarathon hatte er daher auch eine spezielle Aufgabe. Er kümmerte sich um Adrian, Jolie und die einjährige Tochter Ronja.
Während die vier also gestern die Halbmarathon-Läufer anfeuerten, hatten Adrian und Jolie am Samstag ihren großen Auftritt. Sie traten beim Minimarathon an. Mit ihrer Laufbegeisterung haben beide Familien also auch ihre Kinder schon angesteckt.
"Es heißt ja oft, dass man nur in Mannschaftssportarten ein Gemeinschaftsgefühl empfindet", sagt Jupp Kaufer. "Das stimmt absolut nicht. Besonders unsere Freundschaft zeigt doch, dass das Laufen genau so ein tolles verbindendes Medium ist."
Bei der Frauengruppe in Detroit herrschte ein ganz besonderer Zusammenhalt. "Niemand wollte einen Lauftreff verpassen", sagt Robin Karnatz. "Wir sind sogar im Schnee mit den Kinderwägen gelaufen." Beim Stuttgarter Halbmarathon zeigte dann vor allem Federico Brivio großen Einsatz. Trotz eines eingeklemmten Ischiasnervs und beträchtlicher Schmerzen trat er an und schaffte es ins Ziel. Der 36-Jährige nahm es sportlich. "Ich wollte doch unbedingt die Sehenswürdigkeiten von Stuttgart sehen." Diese Variante des Touristenprogramms hat er schon seit langem für sich entdeckt. "So lernt man die Stadt kennen ohne nur in Bars zu sitzen", sagt er. Und Stuttgart aus Läuferperspektive hat es ihm auch angetan: "Die Stimmung an der Strecke war grandios."
Das gemeinsame Lauferlebnis wollen die beiden Familien auch im nächsten Jahr realisieren. Dann haben sie den Berlin-Marathon angepeilt – vorher werden sie sich auch nur beim Laufen wieder sehen, in Athen. "Bis dahin haben wir jetzt aber von diesem Wochenende noch viel Erinnerungsstoff", sagt Jupp Kaufer.
Denn Anja und Jupp Kaufer hatten ihre Freunde Federico Brivio und Robin Karnetz sowie deren Kinder Adrian (6 Jahre) und Jolie (4) für das Wochenende nach Stuttgart eingeladen. Um sich nach einem halben Jahr endlich einmal wiederzusehen, aber vor allem um gemeinsam zu laufen. Kennengelernt haben sich die beiden Familien nämlich in einer Laufgruppe in Detroit (USA), den "West Bloomfield Runners". Vor dreieinhalb Jahren zog es die zwei Familien aus beruflichen Gründen dorthin. "Jeden Montag sind wir zwei Frauen dann in einer Gruppe gelaufen", sagt Anja Kaufer. "Für uns hatte das Laufen besonders einen hohen sozialen Effekt. Der Kaffee danach mit den anderen Frauen war fast wichtiger als das Laufen. So konnten wir leicht andere Leute kennen lernen."
Auch als die beiden Familien 2009 Detroit wieder verließen, hielt die Freundschaft an. "Der StZ-Lauf war nun das perfekte Lockmittel für ein Wiedersehen", sagt die 36-Jährige. Zumal sie, Brivio und Karnetz den Halbmarathon auch als Vorbereitung nutzten. Im Oktober wollen die drei zusammen mit anderen Freunden aus der Detroiter Laufgruppe beim Marathon in Athen antreten, dem 2500 Jahr-Jubiläum des allerersten Marathon-Laufes. Nur Anja Kaufers Mann Jupp wird dann nicht mitlaufen. "Ich bin Triathlet, und mag das Schwimmen und Fahrradfahren lieber", sagt er. Beim Stuttgarter Halbmarathon hatte er daher auch eine spezielle Aufgabe. Er kümmerte sich um Adrian, Jolie und die einjährige Tochter Ronja.
Auch ihre Kinder sind schon von der Laufbegeisterung angesteckt
Während die vier also gestern die Halbmarathon-Läufer anfeuerten, hatten Adrian und Jolie am Samstag ihren großen Auftritt. Sie traten beim Minimarathon an. Mit ihrer Laufbegeisterung haben beide Familien also auch ihre Kinder schon angesteckt.
"Es heißt ja oft, dass man nur in Mannschaftssportarten ein Gemeinschaftsgefühl empfindet", sagt Jupp Kaufer. "Das stimmt absolut nicht. Besonders unsere Freundschaft zeigt doch, dass das Laufen genau so ein tolles verbindendes Medium ist."
Bei der Frauengruppe in Detroit herrschte ein ganz besonderer Zusammenhalt. "Niemand wollte einen Lauftreff verpassen", sagt Robin Karnatz. "Wir sind sogar im Schnee mit den Kinderwägen gelaufen." Beim Stuttgarter Halbmarathon zeigte dann vor allem Federico Brivio großen Einsatz. Trotz eines eingeklemmten Ischiasnervs und beträchtlicher Schmerzen trat er an und schaffte es ins Ziel. Der 36-Jährige nahm es sportlich. "Ich wollte doch unbedingt die Sehenswürdigkeiten von Stuttgart sehen." Diese Variante des Touristenprogramms hat er schon seit langem für sich entdeckt. "So lernt man die Stadt kennen ohne nur in Bars zu sitzen", sagt er. Und Stuttgart aus Läuferperspektive hat es ihm auch angetan: "Die Stimmung an der Strecke war grandios."
Das gemeinsame Lauferlebnis wollen die beiden Familien auch im nächsten Jahr realisieren. Dann haben sie den Berlin-Marathon angepeilt – vorher werden sie sich auch nur beim Laufen wieder sehen, in Athen. "Bis dahin haben wir jetzt aber von diesem Wochenende noch viel Erinnerungsstoff", sagt Jupp Kaufer.
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