Weilimdorf - Seit vergangenem Freitag steht fest: Nicht nur echte Hasen sind wasserscheu, sondern auch die Weilemer Hörnleshasa. Denn just als die Narrenzunft am Dreikönigstag mit dem traditionellen Häsabstauben die fünfte Jahreszeit einläuten wollte, setzte Regen ein. Da verkrochen sich die Hörnleshasa rasch Bommel an Bommel im Trockenen. Mit kleiner Verzögerung kamen sie dann aber doch noch aus ihrem Unterschlupf hervorgehoppelt, so dass ihre flauschigen Felle artgerecht gebürstet und gestriegelt werden konnten. Aus dem Häsabstauben wurde dann allerdings mehr ein Häsabtrocknen.
Mit einem dreifachen „Hörnles-Has“ begrüßte der Vorsitzende Gert Muster die felligen Narren und erinnerte an das Motto aller bevorstehenden Aktivitäten: „Allen zur Freud’, keinem zum Leid“. Ein Neuhase wurde einer besonders harten Prüfung unterzogen. Staub war im neuen Kostüm zwar noch keiner aufzufinden, dafür notierte der Häswart gewissenhaft: „Hochwasserhosen“ und „Maske nicht am Mann“. Anschließend wurden bei den alten Hasen Bommel und Möhre überprüft und das Fell nach Motten untersucht. Das Urteil des Vorsitzenden fiel gnädig aus: „Alle Häs sind für die Kampagne freigegeben.“ Beim Sprechen des Hasenschwurs gelobten alle, ihr Häs in Ehren zu halten und der Narrenzunft Weilemer Hörnleshasa die Treue zu halten. Dann endlich durften alle ins Trockene hoppeln und sich aufwärmen.
Bis zum Aschermittwoch ist von den Hörnleshasa gute Kondition gefordert. „Bis zum Schmotzigen Donnerstag haben wir jedes Wochenende Programm“, kündigt Pressehas Andrea Geiger an. Den Höhepunkt bildet wieder die Hörnleshasa-Nacht, die am Samstag, 14. Januar, in der Lindenbachhalle stattfindet. Am Donnerstag, 16. Februar, werden die Hörnleshasa in alter Tradition das Rathaus stürmen und die Bezirksvorsteherin zum Narren halten.


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>
Vereinswegweiser der 
