Fusionspläne mit LBBW BayernLB weiter auf Partnersuche
Thomas Magenheim-Hörmann, 25.11.2010 06:39 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - "Ich will weitere Fusionsüberlegungen mit Kandidaten aus dem süddeutschen Raum ausdrücklich nicht ausschließen", sagte Bayerns Finanzminister und BayernLB-Verwaltungsratschef Georg Fahrenschon (CSU) vor Journalisten. Das schließe neben der LBBW auch die von der Bankenkrise verschonte Helaba in Frankfurt mit der Deka-Bank ein. "Wenn uns jemand zu Gesprächen einlädt, nehmen wir das an", sagte der Politiker und skizzierte mit einem möglichen Bündnis zwischen Bayern und Hessen ein neues Zukunftsszenario.

Der Minister rechtfertigte die Absage der BayernLB an eine Verschmelzung mit der WestLB: "Es wäre eine Rettungsfusion gewesen." Er könne nachvollziehen, dass ein Verkauf der WestLB "im Ganzen nicht passieren wird". Fahrenschon rückte die Bank damit in die Nähe eines hoffnungslosen Falls und Zerschlagungskandidaten.

Den eigenen Sanierungsfall BayernLB hält der Minister für überlebensfähig. Das werde die Bank mit dem diesjährigen Abschluss beweisen, für den gut 600 Millionen Euro Gewinn angekündigt sind. Die BayernLB müsse aber zweimal ordentlich bilanzieren, um ernsthaft neue Eigner und Investoren anzulocken.

LBBW steht nicht zur Verfügung


Damit deutete Fahrenschon eine Trennung von der fast vollständig im Besitz des Freistaats befindlichen Bank frühestens 2012 an. Er ist zuversichtlich, dass die EU den Eignern so viel Zeit für eine Trennung einräumt. Das würde auch zu den Plänen für die LBBW passen. Die stehe nicht vor Ende 2011 für Fusionen zur Verfügung, hatte Baden-Württembergs Regierungschef Stefan Mappus zuletzt verfügt.

Auf Landesbankfusionen dringen vor allem die EU und auch der Bund. Ausgeschlossen sei nur, dass die BayernLB langfristig ohne Partner oder mehrheitlich im Staatsbesitz bleibt, so Fahrenschon. Bayern hat die Bank mit zehn Milliarden Euro vor der Pleite gerettet. Im Gegenzug will die EU harte Auflagen wie eine Privatisierung und die Trennung von umfangreichen Aktivitäten fordern.
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