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Stuttgart - Als der Schiedsrichter Tobias Welz die turbulente Partie in Hannover abpfeift, blickt der VfB-Trainer Bruno Labbadia noch einmal kopfschüttelnd in Richtung Eckfahne. Dort draußen hat seine Mannschaft die Partie verloren. Beim 2:4 kassierten die Stuttgarter unglaubliche drei Gegentreffer nach Eckbällen. Bruno Labbadia wollte nach diesem Spiel eigentlich ganz woanders hinschauen - in Richtung Europa League nämlich. Doch nun sind es wieder acht Punkte, die den VfB vom internationalen Geschäft trennen, ebenso viele wie von einem Abstiegsplatz. Das Team scheint ohne Ziel zu sein.
Die Partie begann auch ohne Serdar Tasci. Der VfB-Kapitän, der noch beim 3:0-Vorrundensieg über Hannover ein Tor erzielt hatte, musste mit Oberschenkelproblemen passen. Ihn ersetzte Maza. Das war dann auch die einzige Stuttgarter Veränderung im personellen Vergleich zum vorangegangenen 5:0-Sieg gegen Hertha.
Der VfB begann auch gegen Hannover 96 recht angriffslustig. In der Hoffnung, dass sich die Gastgeber mit dem Brügge-Spiel vom Donnerstag in den Knochen nur schwer von einem frühen Rückstand erholen würden. Doch der Schuss ging nach hinten los, besser gesagt der Kopfball. Den nämlich setzte Karim Haggui nach einer Ecke von Christian Pander zum 1:0 ins Stuttgarter Netz.
Kein Stuttgarter fühlte sich zuständig. Weil der Torwart Sven Ulreich einmal mehr auf der Linie stehen blieb, kassierte der VfB erneut ein Gegentor nach einer Ecke (25. Minute). Und das nächste folgte sogleich. Die Gäste waren erneut mit einer scharfen Pander-Hereingabe komplett überfordert. Diesmal köpfte Hannovers Neuzugang Mame Diouf zum 2:0 ein. Damit fand das Versagen des VfB bei Standardsituationen in Hannover einen nächsten Höhepunkt (32.). Vor dem zweiten Eckball-Blackout hatte Martin Harnik noch die große VfB-Chance zum Ausgleich vergeben, als er mit einem Schuss frei stehend an Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler scheiterte.
Das war alles ein bisschen zu viel auf einmal - jedenfalls für William Kvist. Dem Dänen unterlief ein haarsträubender Abspielfehler. Und so rannte dann plötzliche Manuel Schmiedebach ganz allein auf Sven Ulreich zu. Doch der Mittelfeldspieler setzte den Ball vorbei und muss weiter auf seinen ersten Bundesligatreffer warten.
Und dann wurde es fast schon peinlich für den VfB. Diesmal führte Pander die Ecke zur Abwechslung nicht selbst aus, sondern nutzte die flache Hereingabe mit einem Schuss zum 3:0 (46.). Und die Stuttgarter wussten nun, dass sie mit der alten Bolzplatzregel "Drei Ecken - ein Elfer" deutlich besser gefahren wären. Stattdessen hieß es drei Ecken - drei Gegentreffer. Und schon zum dritten Mal in diesem Jahr fing sich der VfB direkt nach der Pause ein Tor ein. Um sich nicht noch weiter zu blamieren, verlegte sich das Team von Bruno Labbadia fortan vor allem darauf, Eckbälle der Hannoveraner zu vermeiden. Aber auch aus dem Spiel heraus kam 96 zu Chancen. Mame Diouf hatte ein weiteres Tor auf dem Fuß (58.).
Das ganze Stuttgarter Defensivelend wurde dann noch einmal bei Hannovers Treffer zum 4:0 (73.) deutlich. Lars Stindls Tor ging gleich eine ganz Fehlerkette voraus. Dabei stellten sich TamÖs Hajnal mit einem Fehlpass und Gotoku Sakai (missglückter Befreiungsschlag) besonders ungeschickt an. Ein Zeichen für vorhandene Moral waren dann immerhin noch die Stuttgarter Tore zum 4:1 und 4:2 durch Martin Harnik (75.) sowie Shinji Okazaki (79.), der spektakulär per Fallrückzieher traf. Und hätte Zieler unmittelbar danach den Schuss von Vedad Ibisevic nicht glänzend entschärft, wer weiß, was dann in den letzten Minuten noch möglich gewesen wäre.
"Die Spielbewertung mit Standardsituation ist katastrophal. Ohne Standards gut", analysierte Bruno Labbadia und fügte an: "Die Enttäuschung ist riesengroß." So geht die Achterbahnfahrt des VfB nun ungebremst weiter. Vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SC Freiburg eine Vorhersage zur Stuttgarter Leistung abzugeben ist gänzlich unmöglich. Nur eines steht fest: Bruno Labbadia wird in dieser Woche das Abwehrverhalten bei Eckbällen intensiv trainieren lassen.
Hannover 96 Zieler - Chahed, Eggimann,
Haggui, Pander (67. Schulz) - Pinto - Stindl, Schmiedebach - Schlaudraff (74. Rausch) - Diouf (77. Stoppelkamp), Ya Konan.
VfB Stuttgart Ulreich - Boulahrouz, Maza,
Niedermeier, Sakai - Kvist, Gentner (46. Cacau) - Harnik, Hajnal (76. Kuzmanovic),
Okazaki - Ibisevic.
Schiedsrichter Welz (Wiesbaden).
Zuschauer 37800.
Tore 1:0 Haggui (25.), 2:0 Diouf (32.), 3:0 Pander (46.), 4:0 Stindl (73.), 4:1 Harnik (75.), 4:2 Okazaki (79.).


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VfB!
Ganz im Ernst, der Vfb Stuttgart spielt gerade vlt nicht gut, aber wie ihn manche hier fertig machen ist echt unter aller würde! Dann kommen so sprüche wie: "Der VfB spielt schon seit einigen Jahren unterirdisch!" Ja ihr habt voll und ganz recht! Beonders 2007! Da wars am allerschlimmsten! Und aus dem Grund haben die VfB-Fans in Deutschland den Ruf als Motzer und dass sie nie zufrieden sind! Ich knn mich noch genau an einen Stadionbesuch 2005 erinnern. Vor mir saß ein alter Mann, der sich erst über die Aufstellung beschwert hat, dann das 4:0 gefeiert hat und insbesondere den Hleb, der überragend war an dem Tag, gefeiert hat. Und als in der 89 Minute der ALLERERSTE Fehlpass gespielt wurde, ausgerechnet vom Hleb, Hieß es gleich wieder: " I habs dir doch gsagt! Der Klepp, der ko doch nix! Die sollte den verkaufa!" Ja danke, viele von euch erinnern mich an den... MfG Jemand der den VfB IMMER anfeuert
Keine Trainerentlassung beim VfB!
Labbadia wäre schon längst nicht mehr Trainer beim VfB, wenn die Reputation des Vereines aus den letzten Jahren nicht vorauseilen würde. Drei Trainer (Groß, Keller und Labbadia) stehen auf der Gehaltsliste des VfB Stuttgart! Einen Trainerrauswurf kommt also für den Club nicht infrage, weil bei einer Entlassung Labbadias die Kasse des VfB mit einem zusätzlichen Trainer belasten würden. Nur aus diesem Grund wird das planlose sowie strukturlose Rumgegurke der elf Protagonisten auf dem Rasen Samstag für Samstag mit störischer Eselsgeduld ertragen. Der Verein kann sich einen neuen Trainer einfach nicht leisten, weil er die "Altlasten" nicht abwerfen kann. Die Verträge von Groß (Vertrag bis Ende Saison) und Keller (Vertrag bis 2014) laufen noch im vollen Umfang weiter und das sind allein die Beweggründe beim VfB genug um nicht zu handeln, obwohl der Bedarf dringender Notwendigkeit vorhanden ist. Dieses spielerische Armutszeugnis auf dem Rasen spiegelt sich also bis in die Führungsetagen des Vereines wieder. Oder man könnte auch hingehen und sagen: "So wie oben gearbeitet wird, so wird es auch auf dem Rasen Fußball gespielt!" Plan- Struktur- sowie Hilflosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Verein! Also oben angefangen und unten das hört unten auf dem Rasen auf!
Rangnick
Ich kann mir schon vorstellen, dass Bobic und Rangnick sich schon mal auf ein Glas Ensinger getroffen haben. Und ich glaube auch nicht, dass Rangnick sehr abgeneigt wäre, den Job beim VfB zu übernehmen. Allerdings gibt es da tatsächlich das Kompetenzproblem. Denn Rangnick hat zumindest in der Vergangenheit (Hopp, Assauer, etc.) immer Probleme mit Autokraten gehabt, die unbestritten ihre Qualitäten haben oder hatten - meist aber nicht im sportlichen Bereich. Und in diesem Punkt sehe ich beim VfB ein Minenfeld. Aber vielleicht sind das bei mir auch nur noch die Nachwehen der Ära Staudt. Wie auch immer. Ich habe mittlerweile auch den Eindruck, dass Labbadia nicht mehr so recht weiß, wie er die Mannschaft in die Spur kriegt - leider. Ob es daran liegt, dass er kein "System" hat oder ob die Mannschaft als solche nicht funktioniert, kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich tendiere aber eher dazu, die Zusammenstellung des Kaders zu bemängeln. Aber ich denke nicht, dass man Bobic/Labbadia hier allzu große Vorwürfe machen kann. Spieler wie Harnik, Okazaki, Sakai, Kvist oder Maza sind gewiss keine schlechten Einkäufe. Darauf lässt sich aufbauen. Nur Hajnal ist eine Eintagsfliege, nach einem guten halben Jahr baut er ab. Das war schon in Karlsruhe so und auch in Dortmund. Und das ist, was Transfers angeht, der einzige Kritikpunkt, den ich habe: das keine Alternative zu Hajnal geholt wurde. Aber sonst... der VfB ist im Umbruch und das ist nie eine einfache Zeit. Das hat Fredi Bobic übrigens vor der Saison auch deutlich gesagt. Und ob nächste Saison Labbadia oder Rangnick auf der Bank sitzen wird, das wird man sehen. Im Moment glaube ich eher, dass es Rangnick sein wird. Oder ein ganz anderer.