Fußball-EM Diese verrückten Fußballwetten gab es wirklich

Von pma 

In diesem Sommer steht die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich an und zahlreiche Wettanbieter reiben sich schon jetzt die Hände ob der Summen, die bei ihnen eingesetzt werden. Wir haben die kuriosesten Fußballwetten der letzten Jahre gesammelt.

Bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich können in diesem Sommer wieder jede Menge verrückte Wetten platziert werden. Foto: dpa
Bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich können in diesem Sommer wieder jede Menge verrückte Wetten platziert werden.Foto: dpa

Stuttgart - Weit über acht Milliarden Euro wurden alleine in Deutschland im letzten Jahr in Wettbüros auf Sportwetten platziert – ohne Frage, das Geschäft boomt. Wettbüros schießen wie Pilze aus dem Boden und dank Smartphone und Co. ist man auch unterwegs in der Lage, schnell noch einen Hellermann auf den Ausgang eines Sportereignisses zu setzen. Wir haben aus den letzten Jahren einige kuriose Wetten zusammengetragen – falls Sie noch nach Inspiration suchen vor der Europameisterschaft in Frankreich in diesem Sommer (10. Juni bis 10. Juli).

Der Kannibale, ein singender Papst und ein Klassiker

Auf die eigentlich absurde Frage: „Wird Suarez einen Gegenspieler beißen?” hatte der Norweger Thomas Syversen die kühne Antwort „ja”. 32 dänische Kronen (umgerechnet 3,85 Euro) war ihm seine Wette wert - bei einer Quote von 1:175. Wer die Geschichte des „Kannibalen von Amsterdam” kennt, der weiß, dass diese Wette gar nicht so tollkühn war, wie es zunächst scheint. Während seiner Zeit bei Ajax Amsterdam hatte Suarez einen Gegenspieler in die Schulter gebissen, im Jahr 2013 biss Suarez erneut zu. Dieses Mal im Trikot des FC Liverpool war sein Opfer Branislav Ivanovic vom FC Chelsea. Drittes und bislang letztes Opfer war Giorgio Chiellini beim entscheidenden Gruppenspiel der WM 2014. Suarez ging als Gewinner vom Platz und Thomas Syversen konnte sich über rund 675 Euro freuen. Die relativ geringe Quote lässt sich mit der zubeißenden Geschichte des südamerikanischen Stürmers erklären. Insgesamt hatten 167 Personen auf einen Biss des Uruguayers gewettet.

Anlässlich der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika konnte man beim Anbieter Intertops für eine Quote von 2000:1 Geld darauf platzieren, dass Deutschland Italien im Finale schlägt und der damals deutsche Papst Benedikt XVI auf dem Petersplatz „We are the Champions“ singt. Sollte es jemand tatsächlich probiert haben: Es wäre kein gut angelegtes Geld gewesen. Italien schied bereits in der Vorrunde aus und Deutschland scheiterte im Halbfinale.

Bei der Europameisterschaft 2012 kam es zum Fußballklassiker Deutschland gegen die Niederlande. Das Duell der Dauerrivalen schien auch die Kreativität des Wettanbieters Unibet zu beflügeln. Mit einer Quote von 30:1 konnten Nutzer darauf wetten, dass der damalige Bondscoach Bert van Marwijk dem Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel einen Tulpenstrauß schenkt. Angelehnt an Frank Rijkaards „Speichelangriff” auf Rudi Völler bei der Weltmeisterschaft 1990 konnten Wettfreunde das Neunfache ihres Einsatzes erhalten, sollte ein deutscher und ein niederländischer Spieler einen Platzverweis erlangen, der aus ein und derselben Spielunterbrechung resultiert.

Nackter Maradona, Weihnachtsweltmeisterschaft und ein schief gelaufener Plan

Nackt-Wetten bei der Weltmeisterschaft: Argentiniens damaliger Trainer Diego Maradona kündigte im Vorfeld der WM 2010 an, bei einem Titelgewinn seiner Mannschaft nackt durch die Straßen von Buenos Aires zu laufen. Beinahe noch mehr Aufmerksamkeit erregte allerdings dasselbe Angebot der schönen Larissa Riquelme. Der feurige Fan aus Paraguay, mittlerweile zur TV-Prominenz aufgestiegen, wollte bei einem Titelgewinn nackt durch Asuncion laufen.

Britische Buchmacher bieten auch Wetten auf das Wetter an. Was wie eine Schlagzeile des Boulevards klingt, war tatsächlich ein Wettangebot bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Die Quote von 10:1 war dabei relativ gering, denn für so unwahrscheinlich hielten die Buchmacher das frostige Wettereignis nicht. Immerhin beginnt am 1. Juni auf der Südhalbkugel der meteorologische Winter. Den letzten Schneefall bei einer Weltmeisterschaft gab es 1930 in Uruguay. Sollte es solch ein Wettangebot bei der nächsten Weltmeisterschaft geben, könnte die Quote noch geringer sein, denn diese findet in Russland statt.

Dass Engländer auf Deutsche setzen, ist äußerst selten. Ein verrückter Wetter von der Insel fasste zur Weltmeisterschaft 2010 dennoch diesen kühnen Plan – und ging damit kräftig baden. Er setzte rund eine halbe Million Euro auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien im Halbfinale. 800.000 Euro hätte er ausgezahlt bekommen, hätte das Team von Bundestrainer Joachim Löw gewonnen. Carles Puyol köpfte allerdings die Spanier zum 1:0-Sieg.

Für die anstehende Europameiszerschaft haben die wettanbieter schon jetzt eine ganze Reihe an skurrilen Wetten im Angebot. Auf Vergleichsportalen wie www.fussballwetten.info kann man sie beobachten, um dann gemeinsam mit Freunden oder Kollegen eine verrückte Wette zu platzieren.