S-Mitte - Allmählich schreitet der Ausbau der Ganztagesbetreuung an den Schulen der Innenstadt voran. Die Verwaltung will in einem Stufenplan bis 2018 jedes Jahr zehn Ganztagesgrundschulen einrichten. Aber erst 2013 wird das Konzept im Schulgesetz des Landes verankert. Bisher werden in Stuttgart insgesamt 32 Prozent der Kinder ganztägig in der Schule betreut. Sieben Grund-, Haupt-und Werkrealschulen können sich derzeit Ganztagsschule nennen. Die Raitelsbergschule im Osten wird das Modell im September einführen. An der Schwabschule im Westen ist Rektorin Jana Bergemann mit dem Kollegium dabei, die räumlichen und konzeptionellen Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Dazu gehört der erklärte Wunsch nach einer Betreuung bis 16 Uhr. Die Schulen benötigen deshalb auch eine Mensa. Für die nicht an den Unterricht gebundenen Angebote muss ein außerschulischer Träger ins Boot geholt werden. Im Rahmen der ganztätigen Betreuung gibt es zudem Phasen des selbstständigen Lernens, dafür bekommen die betreffenden Schulen zusätzliche Lehrerstunden vom Land. Im Grundschulbereich der Falkertschule im Stuttgarter Westen ist im September die Ganztagesbetreuung eingeführt worden. Die Rektorin Barbara Hohkamp sieht schon erste positive Wirkungen: „Die Kinder mussten sich anfangs an den langen Tag gewöhnen, aber kurz vor Weihnachten sind alle angekommen. Sie können deutlich besser miteinander kommunizieren und es haben sich schneller Freundschaften gebildet als in den früheren Jahren.“ Ähnliches beobachtet Gerhard Menrad, der Leiter der Grund-und Werkrealschule Ostheim. „Die Schüler kommen gerne und die Klassengemeinschaft wächst zusammen. Durch das gemeinsame Mittagessen und die Betreuerin kommt ein Stück Alltag in die Schule. Das das gefällt den Kindern.“
An der Rosensteinschule, an der viele Migrantenkinder unterrichtet werden, hat man ebenfalls positive Erfahrungen gesammelt. Die Rektorin Ingrid Macher begrüßt, dass sich durch die gemeinsamen Nachmittage die Sprachfähigkeit der Schüler deutlich verbessert. „Sonst sprechen sie nachmittags wieder in ihrer Muttersprache.“ Seit eineinhalb Jahren ist die Rosensteinschule eine teilgebundene Ganztagsschule für die Klassen eins und zwei. Die Werkrealschüler haben schon seit Jahren ein verpflichtendes Nachmittagsangebot.
Grundschulen, die ihre Umwidmung in eine gebundene oder teilgebundene Ganztagsschule erreicht haben, starten fast immer mit der ersten Klasse und bauen das neue pädagogische Konzept von Schuljahr zu Schuljahr weiter auf. Der Schultag beginnt dann montags bis donnerstags jeweils um 8.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr, freitags ist die Regelung von Schule zu Schule unterschiedlich. Meistens ist am Ende der Woche nach dem Mittagessen um 14 Uhr Schluss, in einigen Fällen steht ein Hort zur Verfügung.
Bianca Krämer-Martin, die Rektorin der Raitelsbergschule, steckt mitten in den konkreten Planungen für den Ganztagesbetrieb. Mit dem Schuljahr 2012/13 wird er verpflichtend für alle Grundschüler sein. In dieser Woche wird sich entscheiden, welcher der freien Träger das Mittagessen und alle außerschulischen Angebote übernehmen wird. „Das Kollegium hat sich die Heusteigschule, die Carl-Benz Schule und die Grundschule in Gablenberg angesehen. Sie alle haben lange Erfahrung als Ganztagsschule. Wir haben dort gesehen, wohin auch wir wollen“, schildert sie ihre Eindrücke. Gerade unter ihren knapp 130 Schülern sind viele Kinder, die im Elternhaus wenig gefördert werden und viel Zeit vor dem Fernseher verbringen. „Diese Kinder können gar nicht andocken an das Wissen, das sie in der Schule vermittelt bekommen.“ Krämer-Martin hofft, dass sich dies durch die außerschulischen Angebote wenigstens teilweise ausgleichen lässt. „Vielleicht gründen wir eine Wilhelmagruppe“, überlegt sie. Auch die Umgestaltung des Schulhauses steht an: ein Bewegungs- sowie ein Ruheraum, ein Spielezimmer und eine Bibliothek werden eingerichtet. Auch weiterführende Schulen bieten die Ganztagesbetreuung an: Das Zeppelingymnasium ist das erste mit der offenen Form. Die Schüler der Klassen fünf bis sieben dürfen sich Arbeitsgruppen selbst aussuchen, müssen sich aber ein halbes Jahr verpflichten, sagt Direktor Holger zur Hausen. Dafür und für die Mittagspause sind externe Betreuer engagiert. Zum Angebot gehört auch die Hilfe bei den Hausaufgaben. Dabei wären sonst viele Kinder auf sich selbst gestellt, ist die Erfahrung von zur Hausen: „Wir haben die Notwendigkeit erkannt, dass auch an einem Gymnasium ein Nachmittagsangebot notwendig ist.“
Bianca Krämer-Martin, die Rektorin der Raitelsbergschule, steckt mitten in den konkreten Planungen für den Ganztagesbetrieb. Mit dem Schuljahr 2012/13 wird er verpflichtend für alle Grundschüler sein. In dieser Woche wird sich entscheiden, welcher der freien Träger das Mittagessen und alle außerschulischen Angebote übernehmen wird. „Das Kollegium hat sich die Heusteigschule, die Carl-Benz Schule und die Grundschule in Gablenberg angesehen. Sie alle haben lange Erfahrung als Ganztagsschule. Wir haben dort gesehen, wohin auch wir wollen“, schildert sie ihre Eindrücke. Gerade unter ihren knapp 130 Schülern sind viele Kinder, die im Elternhaus wenig gefördert werden und viel Zeit vor dem Fernseher verbringen. „Diese Kinder können gar nicht andocken an das Wissen, das sie in der Schule vermittelt bekommen.“ Krämer-Martin hofft, dass sich dies durch die außerschulischen Angebote wenigstens teilweise ausgleichen lässt. „Vielleicht gründen wir eine Wilhelmagruppe“, überlegt sie. Auch die Umgestaltung des Schulhauses steht an: ein Bewegungs- sowie ein Ruheraum, ein Spielezimmer und eine Bibliothek werden eingerichtet.
Auch weiterführende Schulen bieten die Ganztagesbetreuung an: Das Zeppelingymnasium ist das erste mit der offenen Form. Die Schüler der Klassen fünf bis sieben dürfen sich Arbeitsgruppen selbst aussuchen, müssen sich aber ein halbes Jahr verpflichten, sagt Direktor Holger zur Hausen. Dafür und für die Mittagspause sind externe Betreuer engagiert. Zum Angebot gehört auch die Hilfe bei den Hausaufgaben. Dabei wären sonst viele Kinder auf sich selbst gestellt, ist die Erfahrung von zur Hausen: „Wir haben die Notwendigkeit erkannt, dass auch an einem Gymnasium ein Nachmittagsangebot notwendig ist.“
Die Betreuungsangebote an Schulen sind vielfältig
Ganztagsschule: Bei der gebundenen Form werden alle Klassen als Ganztagsschule geführt. Es gibt Lern-und Entspannungszeiten mit außerschulischen Angeboten (rhythmisierter Unterricht). Jede Klasse erhält sechs bis acht zusätzliche Lehrerstunden. Bei der teilgebundene Form gibt es wahlweise Klassen, die nicht als Ganztagsschule geführt werden.
Schülerhaus: Als rasch realisierbare Zwischenstufe für die Betreuung von Schulkindern am Schulstandort sind die Schülerhäuser gedacht. Ihr Angebot umfasst einen Mittagstisch, die Betreuung am Nachmittag bis 17 Uhr sowie ein Programm in den Schulferien. Das Schülerhaus orientiert sich an den Standards des Horts. Dazu gehört auch die Schulaufgabenbetreuung.
Offene Form: In offenen Ganztagsschule ist die vom regulären Schulbetrieb nicht abgedeckte Betreuungszeit für die Eltern kostenpflichtig. Es gibt dafür vier beziehungsweise sechs 6 Lehrerstunden je Klasse zusätzlich. Als flexible Betreuung wird die Zeit im Rahmen der Verlässlichen Grundschule je nach Bedarf von 14 Uhr an bis 17.30 Uhr angeboten.


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ansatz
das ist ein ansatz, daß eben auch kinder aus sozialen brennpunkten und mit höherem migrantenanteil (hat nicht immer miteinander zu tun) ein lernumfeld haben, das die fähigkeiten der kinder fördert. besser als mit eltern, die in der schule nicht so erfolgreich waren, auf engstem raum und mit dem fernseher im hintergrund hausaufgaben zu müssen. also weg mit der herdprämie und in eine funktionierende professionelle ganztagesbetreuung investieren.