Gebühren 2013 in Stuttgart Die Müllabfuhr wird billiger, das Parken teurer

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Gute Nachrichten zum neuen Jahr: Die Stuttgarter Müllabfuhr wird billiger. Dafür steigen viele andere Kosten wie die für die Bücherei und die Konzerte der Stuttgarter Philharmoniker. Aber: Am stärksten steigen die Parkgebühren.

In Stuttgart sinken die Kosten für die  Entsorgung der Haushalte. Foto: stz
In Stuttgart sinken die Kosten für die Entsorgung der Haushalte.Foto: stz

Stuttgart - Im neuen Jahr gibt es in der Landeshauptstadt auch neue Gebühren. Aber nicht immer wird es teurer – wie beim Obolus fürs Parken. Die Müllabfuhr arbeitet 2013 sogar preiswerter.

Im Schnitt sinken die Müllgebühren in der Landeshauptstadt 2013 um 4,08 Prozent. Die Kosten für einen 1,1 Kubikmeter Abfall fassenden Container sinken von bisher 2340,60 auf 2246,40 Euro. Die Jahresgebühr für eine 240-Liter-Mülltonne verringert sich von 766,20 auf 735,00 Euro. Wer eine 120-Liter-Tonne vor der Tür oder im Hof stehen hat, muss 2013 statt 431,40 nur noch 414 Euro bezahlen.

Auch bei den 60-, 120-, und 240er-Tonnen, die nur alle 14 Tage geleert werden, verringern sich die Entsorgungskosten im Schnitt um vier Prozent. Die Gebühren für die braunen Biomüllbehälter bleiben hingegen im nächsten Jahr gleich.

Das Gebührengeschenk an die Bürger kann laut dem Technikbürgermeister Dirk Thürnau aus den vorhandenen Rücklagen der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) finanziert werden. Von 2015 oder 2016 an müssen die Stuttgarter aber wieder mit steigenden Kosten für die Abfallbeseitigung rechnen. Für die AWS wird die Abfallentsorgung bereits heute immer aufwendiger, weil es wegen der vielen Ein-Personen-Haushalte mehr Mülltonnen gibt.

Bei den Kosten für das Abwasser ergeben sich Unterschiede: Das Schmutzwasserentgelt bleibt bei 1,62 Euro, bezogen auf die Kubikmeter erhaltener Frischwassermenge. Die Niederschlagsgebühr hingegen steigt zum 1. Januar 2013 von 57 auf 61 Cent je Quadratmeter.

Mehr Parkgroschen

Die Autofahrer müssen beim Parken von Anfang 2013 an tiefer in die Tasche greifen, weil die Stadt die Parkgebühren an die jährlich steigenden Nahverkehrstarife angepasst hat. Von 2013 wird ein öffentlicher Stellplatz in der Stadt im Schnitt 8,25 Prozent teurer. In der Innenstadt kosten künftig zehn Minuten 70 Cent und jede weitere Einheit von zwei Minuten weitere zehn Cent. Bisher sind für die ersten 14 Minuten 60 Cent fällig. Zuletzt wurden die Gebühren fürs Parken im April 2010 angehoben.

Außerhalb der City verkürzt sich von Januar an der Zehn-Cent-Takt von zehn auf neun Minuten. Die in Außenbezirken geltende Brötchentaste, mit der 30 Minuten umsonst geparkt werden darf, bleibt allerdings auch 2013 erhalten.

Das Lesen wird im nächsten Jahr ebenfalls teurer. Die jährliche Nutzungsgebühr der Stadtbibliothek erhöht sich von 15 auf 18 Euro. Die Monatsgebühr bleibt mit vier Euro stabil, Kinder und Jugendliche müssen weiterhin nichts bezahlen. Inhaber einer Bonuscard der Landeshauptstadt erhalten einen Rabatt von 50 Prozent auf die Gebühren.

Auch die Freunde klassischer Musik müssen im nächsten Jahr mehr für den Genuss klassischer Töne berappen: Die Entgelte für die Konzerte der Stuttgarter Philharmoniker werden zur Spielzeit 2013/14 im Durchschnitt um 8,2 Prozent angehoben.

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1 KommentarKommentar schreiben

Ablenkung durch Gebührensenkung: Ja da freut sich der Bürger mal über eine Senkung von Gebühren. Aber langfristig hätte die auch höher ausfallen können! Sie Fragen sich wie ? Durch den Bau neuer Sotieranlagen der einen kompletten Sammelkreislauf sparen könnte wie den 'Gelben Sack' und den zügigen Ausbau der Elektroschrott-Sammlung dass möglichst bald in ganz Stuttgart flächendeckend Sammelkontainer stehen in die der Bürger wie bei Altkleider seine ausgediehnten Elektrogeräte und Metalle entsorgen kann. Diese Sammlung würde einiges an Geld in die Kassen der AWS Spülen welches dann zu einer richtigen Gebührensenkung genutzt werden kann und für die ökologischen Umrüstung der Sammelfahrzeuge und des restlichen Fuhrparkes aus Eigenmittel.

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