Göppingen
Märklin will Betriebsrat kündigen
dpa/lsw,
05.02.2010 08:37 Uhr
150 Jahre nach der Gründung musste Märklin Anfang Februar 2009 Insolvenz anmelden. Foto: dpa
Göppingen - Der insolvente Spielwarenhersteller Märklin hat versucht, seinem Betriebsratsvorsitzenden im Streit um eine Funktionszulage zu kündigen. Dem Gremium sei von der Geschäftsführung der Antrag auf eine außerordentliche Kündigung vorgelegt worden, sagte Betriebsratschef Dieter Weißhaar am Donnerstag auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der "Südwest Presse". Die Arbeitnehmervertretung habe diesem Antrag jedoch nicht zugestimmt.
Hintergrund sei, dass Weißhaar eine Zulage von 500 Euro erhalten habe, die ein Gericht in einem anderen Verfahren gegen einen ehemaligen Betriebsrat von Märklin jedoch als strafbar beanstandet habe, teilte Insolvenzverwalter Michael Pluta auf Anfrage mit. Das Annehmen der Zulage werde als illegale Vorteilsnahme und als ein Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz eingestuft. Er habe deshalb so handeln müssen, sonst hätte er sich strafbar gemacht, erklärte Pluta.
"Ich wende mich damit auch überhaupt nicht gegen die Gewerkschaft und gegen die Institution Betriebsrat", betonte Pluta. Es werde aber ein Straftatbestand geprüft und es laufe ein Rechtsprozess gegen den Betriebsratsvorsitzenden. Weißhaar ist hingegen der Überzeugung, dass dies nur ein Vorwand sei, um ihn loszuwerden.
Hintergrund sei, dass Weißhaar eine Zulage von 500 Euro erhalten habe, die ein Gericht in einem anderen Verfahren gegen einen ehemaligen Betriebsrat von Märklin jedoch als strafbar beanstandet habe, teilte Insolvenzverwalter Michael Pluta auf Anfrage mit. Das Annehmen der Zulage werde als illegale Vorteilsnahme und als ein Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz eingestuft. Er habe deshalb so handeln müssen, sonst hätte er sich strafbar gemacht, erklärte Pluta.
"Ich wende mich damit auch überhaupt nicht gegen die Gewerkschaft und gegen die Institution Betriebsrat", betonte Pluta. Es werde aber ein Straftatbestand geprüft und es laufe ein Rechtsprozess gegen den Betriebsratsvorsitzenden. Weißhaar ist hingegen der Überzeugung, dass dies nur ein Vorwand sei, um ihn loszuwerden.
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