Google Buzz Google geht vielen zu weit
Ricarda Stiller, 16.02.2010 07:41 Uhr
Google springt auf den Trend der boomenden Internet-Kurzmitteilungen auf - und will mehr Ordnung in die Informationsflut bringen. Foto: dpa
Google springt auf den Trend der boomenden Internet-Kurzmitteilungen auf - und will mehr Ordnung in die Informationsflut bringen. Foto: dpa
Stuttgart - Innerhalb von nur wenigen Tagen hat Google auf die heftige Kritik seiner Nutzer reagiert. Buzz ist ein neuer Dienst des Suchmaschinenbetreibers, der ähnlich wie andere sozialen Netzwerke (etwa Facebook, Twitter oder Flickr) funktioniert. Allerdings mit einem großen Unterschied: von Beginn an - am Mittwoch - wurde jeder, der den E-Mail-Dienst von Google nutzt, automatisch auch bei dem Netzwerkdienst Buzz aktiviert.

Die Kontakte, die die Nutzer in ihrem jeweiligen Google-Mailkonto verwalten, wurden ungefragt als Freunde in Buzz gespeichert. Google ging sogar noch einen Schritt weiter: diese vermeintliche Freundesliste war auch noch jedem anderen registrierten Nutzer zugänglich. Damit hat der Suchmaschinengigant, der seinen Aktionsradius längst auf andere Bereiche des digitalen Alltags ausgeweitet hat, nach Meinung vieler Kunden über das Ziel hinausgeschossen.

Proteste nehmen kein Ende


Obwohl Google fast täglich nachbesserte, um den Imageschaden zu begrenzen, nehmen die Proteste kein Ende. Datenlücken wurden aufgedeckt, und aufgebrachte Anwender gaben ihren Unmut in Internetforen kund. Mittlerweile kann jeder Nutzer von Google Mail den Dienst Buzz wieder deaktivieren. Und wer Buzz verwenden möchte, kann selbst entscheiden, wer aus der Kontaktliste zu den Freunden gehört und wer nicht.

Die Kontakte werden nicht mehr automatisch übernommen, sondern in einer Liste vorgeschlagen, anhand derer jeder selbst entscheiden kann, mit wem er in freundschaftlichem Kontakt stehen möchte. Es scheint, als würde Google die Sorgen seiner Nutzer ernst nehmen.
Kommentare (2)
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FEB
16
Du, 11:17 Uhr

hast keine Ahnung

Jedem der Ahnung von IT hat wirds die Nackenhaare aufstellen wenn man mitbekommt das eine kostenfreie Emailadresse die man sich mal vor Jahren zugelegt hat jetzt mit Friendslist für jeden einsehbar ins Netzt gestellt worden ist, wo ist denn da die Ähnlichkeit zu anderen Diensten gleicher Bauart?

FEB
16
Ich, 09:47 Uhr

Keine Ahnung!

Das ist genau das selbe Prinzip wie bei Twitter, Facebook und co. Wenn Ihr nicht versteht, worum es da geht, warum schreibt ihr dann eigentlich einen Bericht? Natürlich sind bei einem neuen Dienst immer Fehler dabei, da es glaube ich noch keiner geschafft hat, eine perfekte Software zu schreiben.