Dabei sind noch einige Fragen ungeklärt – etwa die, ob der Drohneneinsatz im Kampf der Bahn gegen Graffiti sinnvoll ist. Elmar Giemulla, ein Experte für Luft- und Verkehrsrecht, beantwortet diese Frage mit Nein. Drohnen dürften nur in Sichtweite des Piloten gesteuert werden und wären damit auch sichtbar für Graffiti-Sprüher. Nachts müssten die Fluggeräte darüber hinaus beleuchtet sein. Erst dann sei der Einsatz rechtlich nicht zu beanstanden. „Ob der Einsatzzweck noch erfüllt werden kann, wenn alle 50 Meter ein Pilot sitzt, der den Sichtkontakt übernehmen kann, weiß ich nicht“, sagt Giemulla.

 

Der Rechtsanwalt Patrick Gau, der sich auf Graffiti-Straftaten spezialisiert hat, hält eine spezielle Lackierung der Bahnen für sinnvoller als den Drohneneinsatz. Von Lacken mit Lotuseffekt ließen sich Graffiti leichter entfernen. Sie würden an verschiedenen Standorten auch schon von der Deutschen Bahn eingesetzt, so Gau.

Schäden – und Gegenmaßnahmen

Insgesamt beziffert die Bahn die jährlichen Kosten wegen Sachbeschädigung auf 50 Millionen Euro. Darunter fallen etwa beschädigte Sitze und zerkratzte Scheiben. Die Graffiti, gegen die sich die Überwachungsmaßnahme richtet, verursachten laut Bahn einen Schaden von 7,6 Millionen Euro. In den 14.300 Graffiti-Vorfällen, die die Bahn 2011 gezählt hat, sind nicht nur Graffiti an Zügen enthalten. Gezählt werden etwa auch Brückenpfeiler und Lärmschutzwände.

Eine Drohne, wie die Bahn sie derzeit plant, soll rund 60.000 Euro kosten. Dazu kämen die Kosten für das Einsatzteam. Dieses besteht aus einem Drohnenpiloten und einem Operator, der die Livebilder der Wärmebildkamera sichtet. Diese Drohnen können nach Bahnangaben etwa 80 Minuten in der Luft sein und mit 54 Stundenkilometern in 150 Metern Höhe geräuschlos fliegen.

Experten sehen Drohnen kritisch

Dabei sind noch einige Fragen ungeklärt – etwa die, ob der Drohneneinsatz im Kampf der Bahn gegen Graffiti sinnvoll ist. Elmar Giemulla, ein Experte für Luft- und Verkehrsrecht, beantwortet diese Frage mit Nein. Drohnen dürften nur in Sichtweite des Piloten gesteuert werden und wären damit auch sichtbar für Graffiti-Sprüher. Nachts müssten die Fluggeräte darüber hinaus beleuchtet sein. Erst dann sei der Einsatz rechtlich nicht zu beanstanden. „Ob der Einsatzzweck noch erfüllt werden kann, wenn alle 50 Meter ein Pilot sitzt, der den Sichtkontakt übernehmen kann, weiß ich nicht“, sagt Giemulla.

Der Rechtsanwalt Patrick Gau, der sich auf Graffiti-Straftaten spezialisiert hat, hält eine spezielle Lackierung der Bahnen für sinnvoller als den Drohneneinsatz. Von Lacken mit Lotuseffekt ließen sich Graffiti leichter entfernen. Sie würden an verschiedenen Standorten auch schon von der Deutschen Bahn eingesetzt, so Gau.

Schäden – und Gegenmaßnahmen

Insgesamt beziffert die Bahn die jährlichen Kosten wegen Sachbeschädigung auf 50 Millionen Euro. Darunter fallen etwa beschädigte Sitze und zerkratzte Scheiben. Die Graffiti, gegen die sich die Überwachungsmaßnahme richtet, verursachten laut Bahn einen Schaden von 7,6 Millionen Euro. In den 14.300 Graffiti-Vorfällen, die die Bahn 2011 gezählt hat, sind nicht nur Graffiti an Zügen enthalten. Gezählt werden etwa auch Brückenpfeiler und Lärmschutzwände.

Eine Drohne, wie die Bahn sie derzeit plant, soll rund 60.000 Euro kosten. Dazu kämen die Kosten für das Einsatzteam. Dieses besteht aus einem Drohnenpiloten und einem Operator, der die Livebilder der Wärmebildkamera sichtet. Diese Drohnen können nach Bahnangaben etwa 80 Minuten in der Luft sein und mit 54 Stundenkilometern in 150 Metern Höhe geräuschlos fliegen.

Genauere Angaben zum Hersteller oder Drohnentypus machte der Konzern nicht. Sie werden durch einen Piloten vom Boden aus gesteuert und haben dann einen Radius von 500 Metern. Per Autopilot betrage die Reichweite sogar 40 Kilometer. Die Drohnen sollen gerichtsfeste Aufnahmen von Graffiti-Sprayern liefern. Illegale Graffiti zu sprühen, gilt in Deutschland als Straftatbestand.

Stuttgart hat einen anderen Weg eingeschlagen

Auch Edgar Hemmerich, Geschäftsführer des Fördervereins „Sicheres und sauberes Stuttgart“, hält es für ein „Stück weit übertrieben, derlei Dinge, die im militärischen Bereich Anwendung finden, hier gegen Graffiti einzusetzen“. Stuttgart habe mit seiner Kombination von Prävention und Strafverfolgung sowie ausgewiesenen legalen Sprühflächen einen guten Weg eingeschlagen.

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