Grillmeisterschaft in Stuttgart
Wettkampf der Stadtgrillmeister
Sybille Neth,
19.07.2010 07:26 Uhr
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Bei der 4. Grillmeisterschaft ging es nicht nur um den Geschmack – auch die Präsentation wurde von der Jury mitbewertet. Foto: Weise
Stuttgart - Der Nase nach ist die vierte Stuttgarter Stadtgrillmeisterschaft am Cannstatter Neckarstrand nicht zu finden gewesen: Die zehn Teams bruzzelten ausschließlich mit Gas. "Das ist vielseitiger, gesünder und schneller als der Holzkohlegrill", versicherte der Veranstalter Christian List. Er selbst grillt sogar Pizza unter der Backofenhaube seines Gasgrills. Die ausgewählten Wett-Griller mussten dagegen feste Aufgaben erfüllen: Ein Wurstgericht und ein Gericht mit Rindersteak nebst Beilagen war Pflicht. Die Zutaten bekamen sie von den Veranstaltern in einer Art Überraschungskiste mit Grillgut, Gemüse und Gewürzen. Was die einzelnen Outdoor-Köche selbst noch an Zutaten mitbrachten, blieb ihnen überlassen. So hatte Felix Wüstmann mit seinen Kollegen von der "Brutzel Union" sogar einen handbetriebenen Fleischwolf im Gepäck, um die Steaks zu Hackfleisch für seine Unions-Cevapcici zu zerkleinern. Die Curry-Grillsaucen hatte er am Abend vorher zubereitet und ebenfalls im Gepäck.
Auch die "Sportfreunde Griller" ließen die Steaks nicht am Stück, sondern schnitten sie auf, um sie mit Parmaschinken und Parmesan zu italienischen Involtini aufzurollen. Dazu servierten sie eine Art Ratatouille aus dem Gemüse, das sie in der Kochkiste vorgefunden hatten und belegten damit den dritten Platz. Die "Blue Bone Steaks" dagegen hatten sich auf Japan eingeschworen und nicht nur Wasabi dabei, sondern waren auch in Kimonos gewandet und reichten Reis statt Kartoffeln als Beilage. Die wird zwar vom Reglement nicht verlangt, so List, ist aber erwünscht: "Eine Sauce allein reicht nicht, denn es wird ja auch verglichen."
Die schönste Aufgabe bei den Grillmeisterschaften haben natürlich die zwölf Juroren, die nicht nur großen Appetit mitbringen müssen, sondern auch "Geschmack auf der Zunge", wie es Gabriele Baron ausdrückt. Sie saß gestern zum ersten Mal in der kritischen Kommission. "Wer zuhause nur Päckchen aufreißt, eignet sich für die Aufgabe sicher nicht", findet sie. Auch Juror Patric Bahret ist selbst "bekennender Griller" und macht dabei selbst vor Jakobsmuscheln nicht Halt. 2009 stand er selbst noch hinter einem Stand, dieses Jahr verteilte er die Wertungen zwischen einem und zehn Punkten. Dabei zählten nicht nur Geschmack und Bissfestigkeit des Fleisches, sondern auch die "Harmonie der Gesamtkomposition", der Geschmack der Beilage und die Dekoration des Standes. Die "Brutzel-Unionisten" hatten deshalb ein rustikales Gatter aufgestellt und Heuballen zum Sitzen mitgebracht.
Zwischen vier- und fünftausend Besucher kommen regelmäßig zu den Stadtgrillmeisterschaften. Gestern waren es vor allem Radfahrer, die für ein preiswürdiges Gericht Schlange standen. Die Sieger vom "Gasthaus zur goldenen Wurst" können bei ihrer nächsten Grillparty jetzt bequem die Füße hochlegen, denn die bekommen sie von den Veranstaltern geschenkt. Nur drei Punkte trennen sie vom den "Cannstatter Räten", die Platz zwei belegten.
Auch die "Sportfreunde Griller" ließen die Steaks nicht am Stück, sondern schnitten sie auf, um sie mit Parmaschinken und Parmesan zu italienischen Involtini aufzurollen. Dazu servierten sie eine Art Ratatouille aus dem Gemüse, das sie in der Kochkiste vorgefunden hatten und belegten damit den dritten Platz. Die "Blue Bone Steaks" dagegen hatten sich auf Japan eingeschworen und nicht nur Wasabi dabei, sondern waren auch in Kimonos gewandet und reichten Reis statt Kartoffeln als Beilage. Die wird zwar vom Reglement nicht verlangt, so List, ist aber erwünscht: "Eine Sauce allein reicht nicht, denn es wird ja auch verglichen."
Die schönste Aufgabe haben die Grilljuroren
Die schönste Aufgabe bei den Grillmeisterschaften haben natürlich die zwölf Juroren, die nicht nur großen Appetit mitbringen müssen, sondern auch "Geschmack auf der Zunge", wie es Gabriele Baron ausdrückt. Sie saß gestern zum ersten Mal in der kritischen Kommission. "Wer zuhause nur Päckchen aufreißt, eignet sich für die Aufgabe sicher nicht", findet sie. Auch Juror Patric Bahret ist selbst "bekennender Griller" und macht dabei selbst vor Jakobsmuscheln nicht Halt. 2009 stand er selbst noch hinter einem Stand, dieses Jahr verteilte er die Wertungen zwischen einem und zehn Punkten. Dabei zählten nicht nur Geschmack und Bissfestigkeit des Fleisches, sondern auch die "Harmonie der Gesamtkomposition", der Geschmack der Beilage und die Dekoration des Standes. Die "Brutzel-Unionisten" hatten deshalb ein rustikales Gatter aufgestellt und Heuballen zum Sitzen mitgebracht.
Zwischen vier- und fünftausend Besucher kommen regelmäßig zu den Stadtgrillmeisterschaften. Gestern waren es vor allem Radfahrer, die für ein preiswürdiges Gericht Schlange standen. Die Sieger vom "Gasthaus zur goldenen Wurst" können bei ihrer nächsten Grillparty jetzt bequem die Füße hochlegen, denn die bekommen sie von den Veranstaltern geschenkt. Nur drei Punkte trennen sie vom den "Cannstatter Räten", die Platz zwei belegten.
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