Grünen-Experte Bahn-Projekte im Süden gefährdet
dpa, 04.03.2010 19:48 Uhr
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Stuttgart - Im Südwesten sind aus Sicht des Grünen-Verkehrsexperten Winfried Hermann besonders viele Schienenprojekte unsicher finanziert. Die Projektlisten von Bahn und Bund zeigten, dass für die Ausbaustrecke Karlsruhe-Basel, die mit 5,7 Milliarden Euro kalkuliert ist, die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim und die Ausbaustrecke Kehl-Appenweier mit der 23 Millionen teuren Rheinbrücke keine klare Finanzierung bestehe, teilte Hermann am Donnerstag in Berlin mit. Ebenfalls ins finanzielle Abseits geraten seien der Ausbau der Gäubahn Stuttgart-Singen-Zürich, der Südbahn Ulm - Friedrichshafen-Lindau sowie des Bahnknotens Mannheims. Für diese dringlichen Vorhaben fehlten mehrere Milliarden Euro, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages.

Nach Überzeugung Hermanns schadet der Vorrang für Stuttgart 21 und die Neubahnstrecke nach Ulm, die mit mehr als sechs Milliarden Euro zu Buche schlagen, den übrigen Bauprojekten. "Sie werden faktisch ins dritte und vierte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts verschoben", betonte der Abgeordnete für den Wahlkreis Tübingen. Es fehlten über 20 Milliarden Euro, um alle bundesweit geplanten vordringlichen Schienenprojekte bis 2020 umzusetzen.
Kommentare (108)
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MRZ
20
Ursula Kirchner, 16:28 Uhr

Zugverbindungen

Von Stuttgart nach Ulm fahren in 24 Stunden ca 50 Züge. (Ich habe mir die Fahrpläne angeschaut) Davon vorwiegend ICE, IC, EC. Etwa 1/3 der Züge sind Regionalzüge, die die Stationen auf der Alb bedienen. Nach München dauert die Fahrt ca 2 1/2 Stunden. Das kommt daher, dass die Distanz nach München recht groß ist. Das liegt nicht an den Regionalzügen. Die Regionmalzüge fahren mit ein paar Ausnahmen (zur Hauptverkehrszeit) 32 Minuten nach der vollen Stunde. Dazwischen ist so viel Zeit, dass die schnellen Züge mit hoher Geschindigkeit fahren können. Die Fahrt über die Alb , vor allem der Albaufstieg bei Geislingen ist sehr schön und relativ kurz.. Wir waren erst kürzlich in München, als überall Schnee lag. Wegen technischer Schwierigkeiten hatte der Zug Verspätung.. In München ist es sehr viel schwieriger und umständlicher als im Stuttgarter Bahnhof, die S-Bahnen und die Straßenbahnen zu erreichen. Da in Stuttgart durch den hervorragenden Bau des Hauptbahnhofs, die U-Bahnen parallel zur großen Halle fahren können und die S-Bahnen senkrecht dazu, ist es sehr leicht, die Bahnsteige zu finden.Der Münchener Hauptbahnhof ist häßlich und sehr laut.Man muss oft lange und umständliche Wege gehen, bis man zu den Bahnen kommt. Dasselbe gilt für den Stachus. Ein Fremder muss sich durchfragen. München ist zwar größer als Stuttgart, aber der Raum München ist eher kleiner und hat weniger Einwohner. Übrigens ist auch das Gleisfeld in München viel größer als in Stuttgart. Wegen 50 Zügen täglich lohnt es sich eigentlich nicht, einen Tunnel durch die Alb zu bauen, zumal Güterzüge im Tunnel sowieso nicht fahren können. Das Argument der leichten Güterzüge ist Fiktion. Ich nehme nicht an, dass sehr viele Leute aus Stuttgart ein Flugzeug in München benutzen. Es gibt aber einige Leute, die in München arbeiten und in Stuttgart wohnen wollen. Ich würde es wirklich für sinnvoller halten, die S-Bahnen bis Geislingen zu verlängern. Der Nahverkehr ist sowieso wichtiger, weil der Raum Stuttgart von sehr viel Industrie -vor allem mittelständischer - geprägt ist.

MRZ
20
Milchmädchenrechner, 15:15 Uhr

@volker s.

Sollte die NBS kommen, dann sparen Sie sich aber nur eine halbe Stunde. D.h. Sie werden bis zum Münchner Flughafen immer noch 2,5 Stunden brauchen und bis Frankfurt weiterhin nur etwas mehr als 1 Std. Was hilft Ihnen dann die NBS? Den Halt am Flughafen Stgt. nützen Sie ja trotzdem nicht wegen der lausigen Verbindungen.

MRZ
20
volker s., 09:40 Uhr

münchen flughafen

Martin Traunecker-Clayer Wolfgang Krauss Ich musste bis vorletztes Jahr noch öfter ins osteuropäische Ausland fliegen, beruflich. Das mit den Karten, knicken, stempeln war nicht das Problem, erstens bin ich das von Stuttgart gewohnt, zweitens hatte ich ja immer eine Fahrkarte. Die von der Bahn galt ja bis zum Flughafen. Ich bin nur einmal von München geflogen, von da an immer von Frankfurt. Von Stuttgart nie, die Verbindungen waren grausig. Nicht die Fahrkarten waren das Problem. Die Zeit. Mit dem ICE von Stuttgart nach München und mit der S-Bahn zum Flughafen dauerte und dauerte und dauerte. Von Stuttgart nach München über zwei Stunden, von dort zum Flughafen noch mal über eine halbe Stunde, drei Stunden zum Flughafen, Frankfurt erreicht man in unter zwei Stunden. Das war mein Kritikpunkt und auch der vieler Geschäftsleute aus der Region Stuttgart mit denen ich ins Gespräch kam. Die flogen alle über Frankfurt, keiner über München, wegen der langen Anreise.

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