Gute Nachricht nach Diebstahl in Stuttgart-Zuffenhausen Die Rückkehr der Riesenpudelmütze

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Die im Herbst gestohlene, vier Kilo schwere Riesenstrickmütze ist zur Freude ihrer Besitzerin, Gloria Mangold, wieder aufgetaucht. Ein Hinweis per Mail half, das gute Stück wiederzufinden.

Gloria Mangold freut sich, dass sie die gestrickte 


Wollmütze einigermaßen  unversehrt wiederbekommen hat. Foto: privat
Gloria Mangold freut sich, dass sie die gestrickte Wollmütze einigermaßen unversehrt wiederbekommen hat.Foto: privat

Zuffenhausen - Sie ist wieder da: Die vier Kilo schwere Wollmütze, die Ende September an der Böhringerstraße von einem Betonpoller gezogen und gestohlen wurde, ist, nachdem sie drei Monate verschwunden war, wieder bei Gloria Mangold. „Es ist wie ein Weihnachtswunder für mich“, sagt die Handarbeiterin und Eigentümerin eines Ladens für Stoffe und Nähzubehör. „Am 23. Dezember erhielten wir eine E-Mail, dass die Mütze zwischen zwei Häusern an der Stockheimer Straße liegen würde.“ Da die Strickbegeisterte erst vor wenigen Tagen aus dem Urlaub zurückgekommen ist, konnte sie erst mit Verspätung nach der Pudelmütze schauen. „Wir sind direkt nach dem Urlaub los und haben an der angegebenen Stelle nach der Mütze geschaut – sie war immer noch dort“, sagt Mangold erfreut. „Wir hatten die Hoffnung, dass die Mütze wieder auftaucht, eigentlich schon lange aufgegeben.“ Ihren Ausflug durch Zuffenhausen habe die Mütze wunderbarerweise gut überstanden. „Sie hatte nur ein paar Laufmaschen, die habe ich gleich geflickt – und eine Wäsche war dringend nötig.“

In den kommenden Tagen soll sie wieder auf ihren Poller an der Böhringerstraße 64 gezogen werden, um dem grauen Beton etwas mehr Farbe zu verleihen. „Hoffentlich darf sie diesmal länger an ihrem Platz bleiben“, sagt Mangold. Mit ihrer Freundin hatte sie rund drei Wochen an der Mütze gestrickt und dabei rund zehn Kilometer Wollfaden verschafft. Neben dem Betonklotz vor der Landetüre wurden auch Baumstämme umstrickt. Der Trend wird Urban oder auch Guerilla Knitting genannt, und stammt angeblich aus Amerika. Ziel bei dieser Form der Straßenkunst ist es, Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken zu verändern. Mitunter werden ganze Sitzbänke oder Ampeln eingestrickt. Die Arbeiten können lediglich der Verschönerung dienen oder auch eine symbolische Bedeutung haben.

Gloria Mangold möchte neben den Bäumen auch noch andere Gegenstände umstricken, eventuell das Geländer, das zum Bahnhofsvorplatz führt. Die Zuffenhäuser Unternehmerin lässt sich jedenfalls ihren Spaß am Stricken für die Öffentlichkeit nicht nehmen – schon gar nicht durch den Mützendiebstahl. Eine Bitte hat sie noch: „Es wäre schön, wenn sich der Hinweisgeber bei uns im Laden melden würde, dass wir uns persönlich bei ihm bedanken können“, sagt sie. „Auf unsere Antwortmail haben wir bisher leider noch keine Reaktion bekommen.“

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