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Stuttgart - Wenn weltweit einzigartige Landschaften in einer Liste zusammengefasst würden, stünde eine Gegend mit Sicherheit in den Top 10: Ha Long Bay, eine Bucht im Nordosten Vietnams, mit knapp 2000 Kalkfelsen, die aus dem Wasser ragen, sowie zahllosen Grotten und Höhlen.
Nach dem Naturwunder ist nun ein vietnamesisches Restaurant benannt worden, das Mitte April im Westen eröffnet hat. Das Ha Long liegt jedoch nicht am Feuersee, sondern mit Blick auf die Stadtbahnhaltestelle Hölderlinplatz. Das Lokal ist ein klassisches Familienunternehmen, erzählt Anh Tuan Ha, einer der beiden Betreiber: Seine Eltern, die Ende der 80er Jahre aus Hanoi nach Deutschland kamen, stehen in der Küche - er und sein Bruder kaufen ein, bedienen und managen den Betrieb.
Das Angebot auf der Speisekarte zeigt, dass das Ha Long nicht nur auf vietnamesische Gerichte setzt - zur Auswahl stehen auch zahlreiche thailändische Gerichte, was zum einen deren Popularität Rechnung tragen mag. Zum anderen hängt es auch damit zusammen, dass Anh Tuan Has Vater vorher im Floating Market kochte, einem der besten thailändischen Restaurants in der Stadt.
Der Service ist freundlich und aufmerksam
Wir beginnen mit einer scharf-sauren Suppe: Wer zur Tom Yam Gai Suppe mit Champignons und Huhn (4,20 Euro) greift, der muss sich entscheiden, ob er die Chilischoten mitessen oder beiseitelegen will. Der eindeutige Hinweis: wer sie nicht beiseitelegt, sollte zumindest nicht auf sie beißen. Sonst spuckt der vietnamesische Drache, der der Legende nach Ha Long Bay einst bewohnte, Feuer. Wer auf die Extraportion Schärfe verzichtet, kann eine frische, mit Limettensaft und Galangawurzel fein abgeschmeckte Suppe genießen.
Das Hauptgericht wird begleitet von einem trockenen Riesling Sand (5,50 Euro), der mit seiner dezent fruchtigen Note mit schärferen Gerichten harmoniert, und von einem Jasmintee (3,20 Euro). Bei der Auswahl kann man den Empfehlungen folgen - der Service ist an diesem Abend freundlich, aufmerksam und unprätentiös. Die Ansprache passt zum Ambiente des Ha Long, das sich mit Schwarz-Weiß-Fotografien und bunten Lampions modern präsentiert und nicht von Asiakitsch überladen ist.
Die Sauce hätte noch aromatischer sein dürfen
Beim Hauptgericht wählen wir Pad Med Ma Muong Gai (11,80 Euro), gebratenes Gemüse mit Rotwein, Hähnchenbrust und Cashewnüssen. Das Gemüse ist knackig auf den Punkt gebraten, nur die Sauce hätte noch aromatischer sein dürfen. So würzen wir mit Sojasauce nach, dem Maggi des Fernen Ostens. Gleiches gilt für das zweite Hauptgericht Pad Pet Gai (11,50Euro): Dabei badet eine nicht geringe Zahl von Shrimps gemeinsam mit Stangenbohnen in roter Currykokosrahmsauce.
Das reicht bei der Bewertung der Küche des Ha Long knapp für vier Sterne - auch weil das Dessert, Klebreis mit Früchten und Vanilleeis (4,50 Euro), ein heiß-kaltes Vergnügen ist.
Ha Long, Johannesstraße 95, Telefon 0711/ 46922744. Geöffnet montags bis samstags von 11.30 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 23Uhr, sowie sonntags von 18 bis 22 Uhr.
Das Restaurant hat eine Terrasse, Speisen können bestellt und mitgenommen werden.
Über Tipps und Infos zum Thema Essen und Trinken in der Region freut sich die Redaktion (per E-Mail an d.eberhardt@stz.zgs.de)


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Schwache Leistung @Sascha
Galangawurzel, Galgant - beides Bezeichnungen für den "Thai-Ingwer". Vielleicht selber erst informieren bevor man anderen ans Bein pinkelt...
schwache Leistung
Es heißt Galgantwurzel Herr Raidt, nicht Galanga. Und wenn die THAILÄNDISCHE Tom Yam Gai zu scharf ist, dürfte das den VIETNAMESISCHEN Drachen relativ kalt lassen.
Ha Long
Bei einer Restaurantkritik würde ich mir weniger Familiengeschichte und mehr Fakten wünschen, was bietet die Speisekarte, was kostet es, wie geht die Bedienung auf Extra- oder Änderungswünsche ein. "Die Sauce hätte noch aromatischer sein dürfen", damit kann kein Leser was anfangen, gerade auch, weil der Autor offensichtlich nicht selbständig mit Chilischoten umgehen kann.