Halbstunden-Takt wird fast überall zur Regel
"Leonberger Kreiszeitung", 27.05.2011 02:46 Uhr
Leonberg Mit nachgeschobenen Verbesserungen auf mehreren Buslinien werben die Busunternehmer um längere Laufzeiten für die Konzessionsverträge im öffentlichen Personennahverkehr. Die Fahrgäste und die Stadtverwaltung profitieren davon. Von Arnold Einholz

In ihrem Mühen, möglichst langfristig ihre Zukunft zu sichern, haben die mittelständischen Busunternehmer im Landkreis Böblingen Verbesserungen in ihren Angeboten versprochen. So wollen sie erreichen, dass ihre Lizenzen für den Buslinien-Verkehr und die Finanzierung durch den VVS über das Jahr 2014 hinaus garantiert ist. Darüber sind am Mittwoch die Ortschaftsräte Gebersheim und Höfingen sowie gestern Abend das Gremium in Warmbronn informiert worden.

Dass es dagegen keine Einwände, weder von der Verwaltung noch aus den Gremien gibt, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass das alles die Stadt keinen Cent zusätzlich kostet - selbst bei den Linien 632 (Leonberg - Warmbronn) und 651 (Leonberg - Höfingen), die als freiwillige Leistungen der Stadt mitfinanziert werden. Bereits im gegenwärtigen Fahrplan umgesetzt sind:

Linie 632 (Leonberg-Warmbronn): Von Montag bis Freitag gibt es um 5.23 Uhr eine Zusatzfahrt von der Büsnauer Straße zum Leonberger Bahnhof. An Samstagen fährt der Bus zusätzlich um 9.58 und 11.58 Uhr von der Büsnauer Straße zum Bahnhof sowie um 11.17 und 12.17 in die entgegengesetzte Richtung.

Linie 651 (Leonberg -Höfingen): Von Montag bis Freitag gibt es um 20.02 Uhr eine zusätzliche Fahrt von Eltingen nach Höfingen.

Linie 653 (Leonberg-Gebersheim-Rutesheim-Friolzheim): Der Linienverlauf von Leonberg über Gebersheim und in der Gegenrichtung ist Standard. Für Gebersheim ergibt sich ein durchgehender 30-Minutentakt von 5 bis 21 Uhr mit 37 Fahrtenpaaren. An Sonn- und Feiertagen kommen vier Fahrtenpaare hinzu, sodass ein 60-Minuten-Takt von 12 bis 21 Uhr besteht.

In einem zweiten Gespräch haben die Busunternehmen noch Nachbesserungen zugelegt, sodass sie Konzessionsverträge nicht 2015 sondern erst 2017 auslaufen. Auch diese Vorschläge kosten Leonberg nicht zusätzlich, trotzdem braucht das Landratsamt die Zustimmung der Stadt. "Wenn das Verfahren zügig über die Bühne geht, könnten die Verbesserung schon nach den Sommerferien greifen, aber spätestens mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 werden sie umgesetzt", sagt Ralf Sperandio, der bei der Stadt auch für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist. Vorgeschlagen wird:

Linie 632 (Leonberg-Warmbronn): An Samstagen gibt es eine zusätzliche Fahrt von Bahnhof Leonberg in die Ortsmitte Warmbronn um 18.17 Uhr sowie eine von hier zurück zum Bahnhof um 18.30 Uhr.

Linie 651 (Leonberg-Höfingen): Von Montag bis Freitag, soll um 19.32 Uhr ein Bus von der Geislinger Straße (Eltingen) zur Hirschlander Straße (Höfingen) und um 19.56 Uhr von hier wieder zurück nach Eltingen fahren. Bezogen auf die Haltstelle Leonberg Bahnhof ergibt sich für diese Linie zwischen 6.15 und 20.15 Uhr ein durchgehender 30 -Minuten-Takt. Zudem verlängert sich in Richtung Eltingen die Betriebszeit um 30 Minuten. An Samstagen wird ein zusätzliches Fahrtenpaar Höfingen-Eltingen um 18.26/19.02 Uhr angeboten.

Die Linie 651 wird in Zukunft auch das Neubaugebiet Ezach III bedienen, das voraussichtlich bis 2013 erschlossen wird. Die Busse werden über die bisherige Endhaltestelle Geislinger Straße 51 hinaus in das Gebiet einfahren, ohne das für die Stadt damit Zusatzkosten verbunden sind. Im Gegenteil, die Stadt erhofft sich durch zusätzliche Fahrgäste sogar Mehreinnahmen, was die Linie billiger machen würde.

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