Handball-EM Norwegen zieht Protest zurück

Von red/dpa 

Eine Nacht lang musste Deutschland bei der Handball-EM in Polen noch ein bisschen um den Finaleinzug bangen. Jetzt ist klar: Norwegen zieht den Protest zurück und Deutschland spielt am Sonntag das Finale gegen Spanien.

Jetzt ist der Jubel endgültig: Deutschland steht im Finale der Handball-EM. Foto: dpa
Jetzt ist der Jubel endgültig: Deutschland steht im Finale der Handball-EM.Foto: dpa

Krakau - Norwegens Handball-Verband hat seinen Protest gegen den Halbfinal-Sieg des deutschen Teams bei der Europameisterschaft zurückgezogen. Das teilte der Verband NHF am Samstagvormittag in einer Erklärung auf seiner Homepage mit. Damit spielt die deutsche Handball-Nationalmannschaft Mannschaft an diesem Sonntag in Krakau gegen Spanien um EM-Gold.

Die Norweger hatten nach ihrer 33:34-Niederlage gegen die DHB-Auswahl am Freitagabend Protest eingelegt. In den letzten fünf Sekunden der Verlängerung sollen zwei deutsche Spieler regelwidrig mit gelbem Torwartleibchen auf dem Parkett gestanden haben. Unmittelbar zuvor hatte Kai Häfner in Krakau den Siegtreffer für die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson erzielt. Ursprünglich sollte der mögliche Einspruch durch die Europäische Handball-Föderation am Samstag ab 9.00 Uhr verhandelt werden.

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Regelkonform!: Auf der Facebook-Seiten vom SG Flensburg-Handewit sieht man den Ablauf in einem Video aus einer Perspektive hinter der Bank ganz genau: https://www.facebook.com/SGFleHa/videos/vb.155970384426116/1067419533281192/?type=2&theater Vor dem entscheidenden Tor fand ein regelkonformer Wechsel der deutschen Spieler mit dem gelben Torwartleibchen statt. Damit ist das Tor regulär. In den Torjubel hinein hört man die Schluss-Sirene und die norwegischen Spielen nehmen das Spiel offensichtlich gar nicht mehr auf.

Glaubt hier jemand, dass eine nicht skandinavische Mannschaft so einen berechtigten Protest zurückziehen würde: Wieder mal ein Beispiel dafür, dass die nordischen bzw. skandinavischen Gesellschaften dem restlichen Europa immer einen Schritt voraus sind. Ich spreche jetzt vom "rationalen" Denken und vor allem Handeln. Von der eigenen Selbsteinschätzung. Von der Fähigkeit zur Empathie. Vom Realismus. Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden. Es gibt wichtigeres im Leben als die Teilnahme an einem Endspiel. Die Verschleuderung von Ressourcen, die in unseren Fußballstadien stattfindet, zum Beispiel, daran haben sich die Skandinavier nie beteiligt und werden es auch niemals.

Gutmenschennationen:: Wenn’s denn so wäre, Herr Bogunovic! Wissen Sie, warum es in Skandinavien keine finanziellen Fußballexzesse gibt? Weil’s dort sechs Monate im Jahr dunkel und kalt ist mit Temperaturen bis -40 Grad. Da gehen die Menschen lieber in die Hallen. Schauen Sie mal, was im Eishockey bezahlt wird, im Handball, im Basketball und im Floorball. Ich war lange genug in Skandinavien und habe hinter die Fassaden geschaut. Die schwedische Rüstungsschmiede Bofors hat mehr Dreck am Stecken als Rheinmetall je haben wird, die Zwei-Klassen-Gesellschaften in Norwegen und Schweden sind das Gegenteil einer sozialen Schmusegesellschaft und der „Dienstwagen“ aller Anthroposophen, der VOLVO, gehört chinesischen Eignern. Man unterstützt im Zweifel mit dem Kauf eines solchen Autos die falsche Fraktion. Man hat der norwegischen Mannschaft vermutlich signalisiert, dass der Protest ins Leere läuft, jetzt hat man gesichtswahrend einen Rückzieher gemacht: such simple. Hat das was mit höherer Moral zu tun? Ich denke, nicht.

Astronomie: Von wegen. Sechs Monate dunkel im Jahr ist es nur am Nordpol. Ab dem Polarkreis (66,5°) nordwärts gibt es eine aufsteigende Anzahl Tage im Jahr, an denen die Sonne nicht unter- bzw. nicht aufgeht, je nach Jahreszeit, bis hin zu sechs Monaten am Pol. Das liegt an der Neigung der Erdachse um 23,5° gegen die Senkrechte zur Bahnebene. Die allermeisten Menschen in Skandinavien leben südlich des Polarkreises und erleben daher nicht einen Tag ohne Sonnenaufgang. - Übrigens BoBo: "nordischen bzw. skandinavischen Gesellschaften dem restlichen Europa immer einen Schritt voraus sind." Vielleicht auf dem Weg zu eben diesem Nordpol. Und wer will da schon hin!

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