Hauptbahnhof Stuttgart Klett-Passage bekommt Konkurrenz

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War der Weg durch den Untergrund der Klett-Passage bisher die einzige Möglichkeit, von der Königstraße zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu gelangen, können Passanten von November an auch ebenerdig die Schillerstraße queren.

Die Bauarbeiter schaffen Platz für eine neue Fußgängerfurt. Foto: Heinz Heiss
Die Bauarbeiter schaffen Platz für eine neue Fußgängerfurt.Foto: Heinz Heiss

Stuttgart - Die Klett-Passage bekommt Konkurrenz. War der Weg durch den Untergrund bisher die einzige Möglichkeit, von der Königstraße zum Hauptbahnhof zu gelangen, können Passanten von November an auch ebenerdig die Schillerstraße queren. Möglich macht das ein neuer ampelgeregelter Überweg über die Schillerstraße in der Verlängerung der Königstraße. Die Bagger sind schon aufgefahren.

Erster Vorbote der neuen Schillerstraßenquerung ist ein kleiner gewordenes Pflanzbeet am Abgang zur Klett-Passage. Dort schaffen Bauarbeiter Platz für die Fußgängerfurt. Mit acht Meter Breite soll diese genug Platz für alle jene bieten, die oberirdisch zum Bahnhof gelangen wollen. Geht es nach der Stadt, soll ihre Zahl stetig wachsen. „Es gibt einen Wandel in der Mobilitätskultur“, sagt Wolfgang Forderer, in der Stabsstelle von Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) für Mobilitätsfragen zuständig. Zunehmend würden Wege in der Stadt zu Fuß zurückgelegt. „Und das ist ja auch so gewollt“.

Wolfgang Forderer verweist auf das Europaviertel nördlich des Hauptbahnhofs. Mit der Stadtbibliothek, Wohnungen, der Sparkassenakademie und bald auch dem Einkaufszentrum Milaneo solle dieses neue Quartier auch fußläufig besser an die bestehende City angebunden werden. Um Stuttgartern und Gästen mehr Lust auf Bewegung zu machen, hat das Stadtmessungsamt eigens eine Karte aufgelegt, aus der zu ersehen ist, wie weit man in fünf, zehn und 15 Minuten vom Schlossplatz aus zu Fuß gelangt.

Neue Ampeln werden auf bestehende Anlagen abgestimmt

Wer den Fußgängern mehr Vorrang einräumen möchte, muss andere Verkehrsteilnehmer bremsen. In diesem Fall sind das die Autofahrer. „Der Überweg ist ein Einstieg zum Rückbau der Schillerstraße“, sagt Forderer. Sie soll nach Fertigstellung von Stuttgart 21 nicht mehr Teil des Cityrings sein. Dessen nördliche Querspange bilden dann die Wolfram- und die Cannstatter Straße. Die neuen Ampeln auf Höhe der Königstraße werden auf die bestehenden Anlagen an der Lautenschlagerstraße abgestimmt. Die Autofahrer sollen sich nicht von Rotlicht zu Rotlicht vortasten müssen.

Rund 500 000 Euro gibt die Stadt für den Überweg aus, sagt Jochen Hutt vom Tiefbauamt. Allerdings würde bei der Gelegenheit auch gleich der marode Belag der Schillerstraße mit ausgebessert. Mehr Platz haben Fußgänger künftig am Ausgang der Großen Schalterhalle des Bahnhofs. Dort wird das Trottoir um zwei Meter verbreitert. Eine Wartespur fällt weg, die Durchfahrts- und die Busspur bleiben aber erhalten. Sechs Fahrstreifen müssen Passanten an dieser Stelle künftig überqueren. Durch eine entsprechende Ampelschaltung soll das in einem Zug möglich sein. In der Mitte der Fahrbahn entsteht eine kleine Insel, die rund drei Meter breit ist. Fußgänger fordern das Grünlicht selbst an. Allerdings erkennen neue Schleifen im Asphalt auch, wenn auf der Schillerstraße wenig Verkehr unterwegs ist. Dann gibt es zusätzliche Grünphasen für die Passanten.

Die Grünen im Gemeinderat hatten diese Fußgängerüberführung wiederholt gefordert. Im Jahr 2012 wagten sie einen weiteren Vorstoß, nachdem sie in einem Informationsfilm zu Stuttgart 21 eine entsprechende Animation entdeckt hatten. Sprecher aller damals im Gemeinderat vertretenen Fraktionen begrüßten im Juni die Ankündigung, dass die Bauarbeiten für die neue Querung noch dieses Jahr fertig sein sollen.

17 Kommentare Kommentar schreiben

Ignaz Wrobel, 23:15 Uhr, Rudolf Renz, 23:02 Uhr: du meine güte, da kommen sie wieder mit schwurbeleien und drumrumreden daher. nicht zu glauben. und der herr schwurbel hat einen rechtschreibfehler gefunden. boah ey. supiii! schafft es aber nicht einmal hinter öffnender und vor schließender klammer mal kein leerzeichen zu machen. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- wenn architekt ingenhoven in seinem wettbewerb zum bahnhof einen übergang von der königstraße in den mittleren schlossgarten schafft, was ist das dann? herr renz, gehört der übergang dann zu s21 oder nicht? und dass das gebiet a1 nicht zu s 21 gehört und auch so (und genauso) bebaut worden wäre wenn s21 nicht kommen würde sagen wir befürworter schon immer. also lassen sie doch ihr drumrumreden. Es ist schon ein Unterschied, ob eine Idee ( barrierefreier Zugang zu einem Hauptbahnhof ) der Idee der Planer imminent ( K 21 ohne Autoverkehr ) oder nur ein rudimentäres Nebenprodukt ist ( S 21, reduzierter Autoverkehr ).Da zählt nicht nur das Jahr der Erstveröffentlichung der Idee von " die großartiken (sic ) architekten ". SEP 17 Rudolf Renz, 23:04 Uhr Es gibt kein S21 und wird es auch nie geben @ Ewald Moses. Die Pläne, dass es in ein paar Jahren keinen Hauptbahnhof mehr geben wird, sind über 20 Jahre alt. SEP 17 Rudolf Renz, 23:02 Uhr Frau Theissen, 13:19 Uhr Dass die Schillerstraße weniger Verkehr haben wird, ist nicht Verdienst der S21-Lobby. Der Cityring sollte unabhängig von S21 um das neue Europaviertel gelegt werden. Und das Europaviertel hat nichts, aber auch gar nichts mit „Stuttgart 21“ zu tun. Es entsteht auf der jahrelangen Brache, auf der sich zuvor der innerstädtische Güterbahnhof befand. Sie hatten versucht zu suggerieren, auch die Verkehrsberuhigung in der Schillerstraße und der Übergang – wohin eigentlich? jedenfalls nicht mehr in den „Park“ – seien dem großartigen „Stuttgart 21“ zu verdanken, wie so vieles andere gezielt und fälschlicherweise mit S21 in Verbindung gebracht wird (z.B. 30min verkürzte Reisezeit nach Ulm, die S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen, das Europaviertel usw. usw.). Hat aber wieder mal nicht geklappt. Schade für Sie.

fr.theissen :Von halben Hühnern und faulen Eiern: Es ist schon ein Unterschied, ob eine Idee ( barrierefreier Zugang zu einem Hauptbahnhof ) der Idee der Planer imminent ( K 21 ohne Autoverkehr ) oder nur ein rudimentäres Nebenprodukt ist ( S 21, reduzierter Autoverkehr ).Da zählt nicht nur das Jahr der Erstveröffentlichung der Idee von " die großartiken (sic ) architekten ".

Es gibt kein S21 und wird es auch nie geben: @ Ewald Moses. Die Pläne, dass es in ein paar Jahren keinen Hauptbahnhof mehr geben wird, sind über 20 Jahre alt.

Frau Theissen, 13:19 Uhr: Dass die Schillerstraße weniger Verkehr haben wird, ist nicht Verdienst der S21-Lobby. Der Cityring sollte unabhängig von S21 um das neue Europaviertel gelegt werden. Und das Europaviertel hat nichts, aber auch gar nichts mit „Stuttgart 21“ zu tun. Es entsteht auf der jahrelangen Brache, auf der sich zuvor der innerstädtische Güterbahnhof befand. Sie hatten versucht zu suggerieren, auch die Verkehrsberuhigung in der Schillerstraße und der Übergang – wohin eigentlich? jedenfalls nicht mehr in den „Park“ – seien dem großartigen „Stuttgart 21“ zu verdanken, wie so vieles andere gezielt und fälschlicherweise mit S21 in Verbindung gebracht wird (z.B. 30min verkürzte Reisezeit nach Ulm, die S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen, das Europaviertel usw. usw.). Hat aber wieder mal nicht geklappt. Schade für Sie.

Gerlachs Kompromiß-Vorschlag: >> Gerlachs Vorschlag: Glasddach-Seitenflügel-Kompromiß << _________________________________________________________ "Im Zuge von Stuttgart 21 soll (sollte besser) ein tiefer gelegter, glasüberdachter Durchgangsbahnhof die Funktion des Bonatz-Bahnhofs übernehmen." An diese Maßgabe erinnerte die StZ im Juli 1997. Sie bildet die Grundlage eines Entwurfs des Musberger Architekten Roland Gerlach, den er "Lösungsvorschlag zum Streitpunkt Bahnhof Stuttgart" nennt. +++ Roland Gerlach hat wenig Hoffnung, dass er auf große Gegenliebe bei den Verantwortlichen stößt. Etwas Mut hat ihm aber der Philosophieprofessor Christian Illies beim Jahresempfang der Architekten gemacht, als er daran erinnerte, dass zu einem "moralisch verantwortungsvollen Tun auch die Einsicht in die Fehlerhaftigkeit von Plänen" gehöre. +++ Illustration: Gerlach _________________________________________________________ http://www.stuttgart-bahnhof21.de/Loesungsvorschlag-Bahnhof-Stuttgart21-mit-Seitenfluegel/%2821%29_Zeitungsbericht.html

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