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Hedelfingen Konkrete Pläne für das Schaudt-Areal

Maira Schmidt, 26.02.2013 13:00 Uhr

Hedelfingen - Auf dem Schaudt-Areal tut sich etwas. Gut zwei Jahre lang hat das rund 2,7 Hektar große Grundstück an der Hedelfinger Straße nach der Schließung des Firmenstandorts Ende 2010 brach gelegen. Anfang des vergangenen Jahres erwarb dann ein Investor das ehemalige Gelände der Firma Schaudt. Damals hieß es von Seiten der Stadtverwaltung lediglich: der neue Eigentümer wolle das Grundstück voraussichtlich an einen Produktionsdienstleister der Automobilindustrie vermieten. Mehr wollte man vorerst nicht verraten. Nun teilte die städtische Wirtschaftsförderung auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass es sich bei dem neuen Besitzer um den Münchner Großinvestor Alfons Doblinger mit seiner Firma Dibag (Deutsche Industriebau AG) handele. Das Unternehmen aus der bayerischen Landeshauptstadt hat sich unter anderem auf die Planung und den Bau von Gewerbe- und Industrieprojekten spezialisiert und ist bereits an vielen anderen Stellen in der Landeshauptstadt aktiv, etwa im Neckarpark in Bad Cannstatt.

Die Firma Dibag nutzt die von ihr erworbenen Grundstücke in der Regel nicht selbst, sondern vermietet sie nach der Sanierung an andere Unternehmen weiter. So wird es sich wohl auch im Falle des Hedelfinger Schaudt-Areals verhalten. Die Daimler AG hat bereits Interesse bekundet. „Wir wollen einen Teil des Geländes mieten“, bestätigt eine Mitarbeiterin der Presseabteilung des Konzerns gegenüber dieser Zeitung. Es gehe um die Anmietung einer Lagerhalle für die Produktion, welche die Daimler AG voraussichtlich ab Mitte des Jahres nutzen wolle. „Die Hallen mit rund 11 000 Quadratmetern wurden an die Daimler AG vermietet“, erklärt auch die Dibag selbst. Das Bürogebäude an der Hedelfinger Straße soll in naher Zukunft saniert werden. Hierfür habe man bislang noch keinen Nutzer gefunden. Ansonsten teilt der Münchener Investor noch mit, dass er auf dem ehemaligen Schaudt-Areal mittelfristig keine Neubebauung plane. Die Bestandsgebäude sollen saniert werden.

Die städtische Wirtschaftsförderung ist mit dieser Entwicklung zufrieden. „Ich begrüße das sehr“, sagt Ines Aufrecht, die Leiterin der Wirtschaftsförderung. Auf diese Weise könne ein Standort für die Automobilindustrie gesichert werden.