"Heimspiel" der Fanta Vier
Nur 15.000 Fans auf dem Wasen
Katharina Sorg, Fotos: Markus Palmer,
27.07.2010 13:00 Uhr
Smudo, Thomas D und Michi Beck finden auch das deutlich kleiner gewordene Stuttgarter Publikum auf dem Wasen spitze: "Ihr macht uns glücklich!" Foto: dpa
""Alle Beteiligten
haben sich mehr
erwartet.""
Andreas Läsker, Manager der Fanta 4
An zu großer Konkurrenz hatte es nicht gelegen. Gleichzeitige Veranstaltungen, wie am vorangegangenen Wochenende beispielsweise das Seefest am Max-Eyth-See und der Auftritt von Xavier Naidoo im Reitstadion, hatte es an diesem Samstag nicht gegeben. Und auch das Konzert von AC/DC im Juni war, trotz WM-Vorrundenspiel der deutschen Elf, mit 70.000 Besuchern ausverkauft gewesen. Die SKS Russ hat ihre Open-Air-Erfolge in diesem Sommer also durchaus schon verbuchen können. "Wenn wir die Gründe kennen würden, hätten wir schon längst etwas unternommen", gesteht Gebhardt. Die Temperaturen waren zwar kühler als in den vergangenen Wochen, doch am Spätnachmittag verzog sich der Regen mit den Wolken. Und so schien die Sonne über dem Wasen, als Milow sich fröhlich mit seinem bisher größten Hit "Ayo Technologie", um Viertel nach sechs von den Besuchern verabschiedete.
Die meisten von ihnen warteten aber auf die Vier. So wie Marc, Daniel und Julia aus Herrenberg, die vor allem auf einen besseren Klang als im vergangenen Jahr hofften. "Da war der Sound echt schlecht, hinten hat man gar nix gehört", sagt Marc. Trotzdem sind sie wiedergekommen. Der Kartenpreis sei mit 64 Euro aber schon ziemlich hochgegriffen. Ein wenig ärgerlich fanden sie es auch, dass man an der Abendkasse kurzfristig Sondertickets ausschließlich für den Auftritt der Stuttgarter Hip-Hop-Band erwerben konnte – für 44 Euro. "Ein Kumpel hat gerade 20 Euro weniger gezahlt als wir ", moniert Daniel.
Um den Verkauf noch anzukurbeln, hatten sich die Veranstalter kurzerhand entschlossen, zusätzlich Fanta-4-Tickets anzubieten. Ärgerlich für all jene Ticketbesitzer, die an diesem Abend auch nur die Stuttgarter Band hatten sehen wollen. 64 Euro kosteten nur die günstigsten Karten, dafür gab es einen Stehplatz. 150 Euro zahlte man für ein VIP-Ticket mit Sitzplatz und kostenloser Bewirtung im VIP-Zelt. "Wir freuen uns auf die Fantas, aber die Karten waren schon sehr teuer", sagt Julia, die sich mit ihrer Freundin Silke für einen Stehplatz entschieden hatte. Im Vergleich zum vergangenen Jahr waren aber die Getränkepreise niedriger.
Die massiven Beschwerden über die hohen Preise hatten wohl Wirkung gezeigt. Als die Fanta 4 als vierten Song ihren Hit "Le Smou" in die Mikros fetzen, tanzen alle mit. "Wir feiern heute im kleinen Kreis, nur Freunde", ruft Thomas D gut gelaunt den jubelnden Fans zu. "Ihr macht uns glücklich." Und Smudo fügt ein paar Songs später noch hinzu: "Es wäre schön, wenn es unserem Manager gelingen würde, hier ein Popfestival zu etablieren." Sie selbst wollen 2011 aber nicht mehr mit dabei sein.
Seite
1
2
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>

Methoden!
"Man kann es auch ganz anders sehen: Wir geben euch die Schuld!, 26.07.2010 Warum ich nicht auf dem Fanta4-Konzert war: Weil die Fanta 4 sich nicht gegen Stgt21 ausgesprochen haben, trotz x-facher Bitten vieler Fans." Das sind doch die Methoden der Firma Horch und Guck! Ich denke wer solche Fans (vorgeblichen) hat, braucht keine Feinde! Andersherum! Ich denke auf solche Fans kann man getrost einen 'ablassen'!
@ M. Baur
Nein, Herr Baur, das rechtfertigt nicht die fast wahnhafte Verfolgung freizeitinteressierter Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort. Ungeachtet der Frage, ob die K21-er mit ihren Auffassungen wirklich immer richtig liegen, wie Sie das anzunehmen scheinen, sollten Sie auch bedenken, dass nicht jeder zu jeder Zeit bereit ist, sich mit jedem Thema zu beschäftigen. Stellen Sie sich vor: Ich bin ein politisch durchaus interessierter Mensch (allerdings nicht aktiv in einer Partei), und ich verfolge auch die Auseinandersetzungen um den Stuttgarter Hauptbahnhof, den gesamten Bahnknoten und die Neubaustrecke seit vielen Jahren. Ob und wie ich mich dazu positioniere aber ist meine Privatsache, vielleicht engagiere ich mich ja sogar in die eine oder die andere Richtung. Aber das hat weder hier in diesem Forum noch bei dem Anlass dieses Forums, nämlich beim Fanta4-Konzert etwas zu suchen. Ich arbeite jeden Tag zwischen 10 und 12 Stunden. Und wenn ich dann mal abschalten und Musik genießen oder hier über Musik resp. ein musikalisches Ereignis diskutieren möchte, dann wäre ich den K21-ern sehr dankbar, wenn sie mich bei dieser Gelegenheit mit ihren Ideen verschonen würden. Für dieses Thema gibt es andere Plätze!
@chris
Hallooooo? Muss ich mich mit den fanatischen Ideen einzelner K21-Chaoten auseinandersetzen, wenn ich auf ein Konzert gehe? Pass auf, nur damit Du es nicht in den falschen Hals bekommst: Ich lese jeden Morgen meine Tageszeitung (und zwar auch und besonders intensiv den politischen Teil), aber wenn ich auf ein Fanta4-Konzert gehe, will ich nicht von kleinen grünen Männchen mit ihren Bahnhofshirngespinsten belästigt werden.