""Alle Beteiligten
haben sich mehr
erwartet.""
Andreas Läsker, Manager der Fanta 4
Stuttgart - Die Sonne geht unter, als die Fantastischen Vier um halb neun auf die Bühne stürmen. Vom ersten Song an feiern die Fans ihre Lokalhelden. Ein Heimspiel auf dem Wasen eben. Doch wohl auch ihr vorerst letztes. Am Sonntag verkündet Michi Beck überraschend: "Nächstes Jahr sind wir nicht mit dabei."
Dass das jüngste Heimspiel am Erfolg des Vorjahres gemessen wird, gefällt den vier Jungs nämlich gar nicht. Mit knapp 15.000 Fans war das Festival am Samstag auf dem Cannstatter Wasen trotz Werbeaufwand und weiteren bekannten Bands wie Ich&Ich und dem Chartstürmer Milow nur mäßig gut besucht. Im vergangenen Jahr wollten noch 60.000 Besucher das Heimspiel zum 20-Jahr-Jubiläum der vier Jungs aus Stuttgart sehen.
Eine so große Zahl habe man in diesem Jahr gar nicht erwartet, betont Andreas "Bär" Läsker, Manager der Fanta 4 und Mitveranstalter, am Rande des Konzerts. Dennoch hätten sich alle Beteiligten mehr erhofft. "20.000 Besucher hatten wir angestrebt, da bleiben wir deutlich drunter." Nur 20.000? "Ja wirklich", bekräftigt Läsker, es handle sich schließlich um ein Festival und keinen Soloauftritt der Fanta 4. Da würden andere Zahlenregeln gelten. Dennoch will er das Festival als festen Bestandteil in den Stuttgarter Sommern etablieren. "Vielleicht ist das einfach ein Risiko, das man beim ersten Mal eingehen muss." Regina Gebhardt vom Konzertveranstalter SKS Russ kann sich das geringe Interesse dagegen nicht erklären. "Vielleicht war der Abstand zwischen diesem und dem letzten Heimspiel zu gering", vermutet sie.
Auf dem Wasen sei man natürlich bis zu einem gewissen Punkt flexibel, was die Anzahl der Besucher betreffe, fügt Paul Woog von SKS Russ hinzu. Es schien, als hätte man am Samstag vor allem flexibel auf die geringe Zuschauerzahl reagieren müssen. Die Tribünen links und recht von der Bühne waren offenbar eher ein wenig enger zusammengerückt worden, damit die Zuschauerlücken vor der Bühne nicht stimmungstötend groß würden.