Heinz Dürr zu Stuttgart 21
Die Stadt sollte ihre Chance nutzen
Heinz Dürr,
16.07.2010 12:11 Uhr
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Aus Stuttgart: Heinz Dürr Foto: dpa
Wenn Frau Schlaffer die Pläne für die zukünftige Entwicklung hätte verstehen wollen, dann wäre sie nicht auf den Gedanken gekommen, von Stuttgart als geteilter Stadt zu sprechen. Eher kann sie diesen Begriff auf den heutigen Zustand anwenden. Ganz davon abgesehen, dass es geschichtsvergessen ist, weil es dem jahrzehntelangen Leid des wirklich geteilten Berlin hohnspricht.
Warum heute bei vielen Bürgern Widerstand gegen das Projekt vorhanden ist, ist eigentlich nur zu erklären, wenn man etwas von Kommunikationspolitik versteht. Mitte der Neunziger wurde das Projekt in Ausstellungen und Diskussionen den Bürgern vorgestellt. Es gab naturgemäß Widerstände. Die gibt es immer bei solchen Vorhaben, und ich habe volles Verständnis dafür. Aber die überwiegende Mehrheit sah damals die große Chance, ihre Stadt Stuttgart zukunftsfähig zu gestalten. Welche Großstadt hat schon solche Erweiterungsmöglichkeiten in ihrem Innenbereich?
Dass sich die Mehrheitsmeinung verschoben hat, ist entscheidend dem späteren kommunikativen Defizit der Stadt und der Bahn geschuldet. Sie haben irgendwann ohne Not den Schlaffers die öffentliche Bühne überlassen. Übrigens gab es damals bei den Diskussionen und Wettbewerben genügend "unbetroffene Fachleute, die eine bessere Vernunft" gezeigt haben. Als der Entwurf von Herrn Ingenhoven für den Bahnhof prämiert wurde, gab es nicht nur bei seinem Entwurf, sondern auch bei den drei anderen, die in die Endausscheidung gekommen waren, keine öffentlich vorgetragenen Einsprüche gegen den Abriss der beiden Seitenflügel.
Der Weg zum Guten ist oft beschwerlich
Stuttgart 21 weist den Weg in die Moderne. Für Frau Schlaffer ist es offensichtlich so, dass die Moderne vor allen Dingen aus wild durcheinandergehenden Gleisen besteht, auf denen nicht nur Lärm, sondern auch CO2 produziert wird.
Wenn heute über Stuttgart 21 diskutiert wird, dann geht es vor allen Dingen um und gegen die Bahn. Sie steht am Pranger. Stuttgart 21 sei ein Projekt der Deutschen Bahn AG, heißt es in den Medien. Das stimmt nur bedingt. Stuttgart 21 ist ein Projekt der Bahn und der Stadt. Eigentlich sogar des Landes, denn schließlich ist Stuttgart die Landeshauptstadt. Das Konzept hatte zwei Teile. Einmal den verkehrstechnischen Teil, das heißt die Verbesserung des Schienenverkehrs, und zwar sowohl Fern- wie Nahverkehr in und um Stuttgart und zum anderen den städtebaulichen Teil, die Möglichkeit, einen neuen Stadtteil zu schaffen, sich ein moderneres Bild zu geben und für viele Bürger lebenswerter zu werden.
Für mich ist dieser zweite Teil der eigentlich wichtige. Dass die Bahn ein großes Gelände der Stadt zur Verfügung stellt, geht im Wortgetümmel unter. "Republikanisches Gelächter" verdienen eigentlich diejenigen, die in die Moderne des 19. Jahrhunderts zurückwollen, wo die Eisenbahn in der Tat den gesellschaftlichen Fortschritt darstellte. Übrigens wurde damals auch gegen die Bahnstrecken demonstriert. Aber die Geschichte lehrt uns: "Das Bessere ist der Feind des Guten." Der Weg zum Guten ist oft beschwerlich. Die Stadt, ihre Bürger und die Wirtschaft sollten ihn gehen.
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Die von Ihnen genannten Herren haben Fachpersonal, das ihnen zuarbeitet - sie behaupten nicht von sich, dass sie selbst Eisenbahnexperten seien. Sie behaupten jedoch, Herr Hopfensitz sei aufgrund seiner Verwaltungstätigkeit, die schon 20 Jahre her ist, ein Eisenbahnfachmann. Das ist er nicht. www.das-neue-herz-europas.de
@fakten
Sie erkennen nicht den Leiter des Stuttgarter Hbf (ca 13 Jahre) als Fachmann diese Bahnhofes an? Haben Sie mal einen seiner Briefe auf die ich verlinkt habe gelesen? Haben Sie mal einen seiner Vorträge angehört? www.kopfbahnhof-21.de? Mal ne andere Frage. Was hat einer der nachgenannten für eine bahntechnische Qualifikation? Grube? Drexler? Öttinger? Mappus? Gönner? Schuster? fakten? Also, erst lesen. Dann konkret anworten bzw widerlegen. Also wo hat Herr Hopfenzitz denn Ihrer Meinung nach unrecht? Zitat bitte. Übrigens eines kann der Grube nachweislich: Milliarden versenken wie zum Beispiel bei DaimlerChrysler mit Schrempp zusammen. War er nicht auch der Schrempp Spezi bei dem Fokker Disaster? Und bei Dornier? Also da haben wir auf jeden Fall einen Fachmann.
Verlinker
Auf welchem Gebiet ist denn Herr Hopfenzitz Fachmann? Er ist Verwaltungsbeamter, der seit 20 Jahren außer Dienst ist. www.das-neue-herz-europas.de