Hilfe für den Nachbarn Fall 31,32,33 88 Tasten könnten die berufliche Zukunft aufbauen

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Herr T. und Frau A. haben nach ihrer Flucht aus Aleppo Fuß in der Nähe von Ludwigsburg gefasst. Musik könnte ein Sprungbrett für eine sichere Zukunft sein, doch es fehlt Geld für ein Instrument.

Auch Herr T. und Frau A. sind aus dem zerbombten Aleppo geflohen. Foto: dpa/SANA
Auch Herr T. und Frau A. sind aus dem zerbombten Aleppo geflohen. Foto: dpa/SANA

Stuttgart - Fall 31: Italien, Österreich oder Deutschland – auf alle Fälle wollten sich Herr T. und Frau A. als neue Heimat ein Land suchen, in dem die der Ursprung der klassischen europäischen Musik liegen. als Frau Frau A. hochschwanger war und sie über die Türkei aus dem zerbombten Aleppo fliehen konnten, wurde es Deutschland. In der Nähe von Ludwigsburg lebt das Musikerpaar und nach nicht einmal zwei Jahren sind die beiden in einer Kirchengemeinde engagiert, lernen Deutsch, geben Konzerte und das Kind geht in den Kindergarten. Sogar eine Wohnung fand die kleine Familie in Rekordzeit.

Das Paar spielt Klassik, Jazz und Pop

Herr T. berichtet stolz, dass er mehrere Berufe hat: Klassischer Pianist, Komponist unter anderem von Filmmusiken und von Popmusik. auch als Toningenieur hat er gearbeitet und jetzt spielt er die Orgel in der kleinen Gemeinde, in der die Familie lebt. Frau A. ist Singer-Songwriterin und schreibt ihre Texte in Englisch. „Zu meinem Repertoire gehören auch Jazz-Standards“, erklärt sie. Jetzt, da ihr Kind den Kindergarten besucht, will sie besser Deutsch lernen.

Armenische Gemeinde

Herr T. ist Armenier, Frau A. kommt ursprünglich aus Aserbaidschan und lebte seit ihrer Kindheit in Aleppo. Ihr späterer Lebenspartner studierte und arbeitete in Moskau, bevor er in die armenische Gemeinde in der syrischen Hauptstadt übersiedelte. Her T. ist Ende vierzig, seine Partnerin Mitte dreißig. Beide sind Christen und lebten in der armenischen Gemeinde sehr abgeschieden. „Wir sprechen fast kein Arabisch“, sagt Frau A. Als sie Ende 2014 beschlossen, dem Krieg zu entfliehen, stand eines fest: „Nach Moskau wollten wir nicht zurück“, erklärt Herr T. „Der dortige Nationalismus dort und die Diskriminierung der Einwanderer hat uns abgeschreckt.“

Herr T. muss zuhause üben können

Schon während ihres Aufenthalts in der Flüchtlingsunterkunft, traten sie bei Festen und kirchlichen Feiern auf. Allerdings fehlt dem Paar das richtige Instrument. Herr T. als professioneller Konzertpianist, möchte sich ein E-Piano kaufen, das seinen Ansprüchen genügt. „88 Tasten brauche ich. Es klingt dann wie ein richtiges Piano “, betont er. Damit könnte er wieder zuhause üben. Er und Frau A. wollen sich mit dem Instrument eine Zukunft aufbauen. „Parallel suche ich nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten als Toningenieur oder Studiomusiker“, sagt er. Herr T. weiß schon genau, welches E-Piano-Modell Frage kommt. Aber als Flüchtlinge können sie sich das Sprungbrett für eine neue Existenz nicht selbst finanzieren.

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