Historische Impressionen Stuttgart, deine Vergangenheit

Von Matthias Kapaun 

Stuttgart, wie es früher war: In dieser Fotostrecke präsentieren wir Ihnen Aufnahmen der Schwabenmetropole aus den vergangenen hundert Jahren.

Das alte Stuttgarter Rathaus in den 1930er Jahren. 1944 brannte es nach Bombenangriffen komplett aus. Foto: Matthias Kapaun 56 Bilder
Das alte Stuttgarter Rathaus in den 1930er Jahren. 1944 brannte es nach Bombenangriffen komplett aus.Foto: Matthias Kapaun

Stuttgart - Die Stadt Stuttgart kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. So wurde die heutige Landeshauptstadt Baden-Württembergs zwischen den Jahren 926 und 948 im Nesenbachtal fünf Kilometer südwestlich der Altenburg als Gestüt mit dem Namen "Stuotengarten" gegründet.

Nachdem die Siedlung nahe des Gestüts Anfang des 13. Jahrhunderts - und jetzt müssen alle Schwaben ganz stark sein - in den Besitz der Markgrafen von Baden gelangt war, erhob Hermann V. von Baden den Ort 1219 zur Stadt. In den darauffolgenden Jahrhunderten diente Stuttgart als Residenz des Herzogs von Württemberg und erlangte im Jahr 1806 eine Rangerhöhung - die bisherige Residenzstadt stieg zur Hauptstadt des Königreichs Württemberg auf.

Schicken Sie uns Ihre historischen Stuttgart-Fotos!

Auch in den vergangenen hundert Jahren machte Stuttgart viele Veränderungen durch. Von der Hauptstadt des Volksstaates Württemberg über die Metropole im NS-Gau Württemberg-Hohenzollern bis hin zur Landeshauptstadt Baden-Württembergs entwickelte sich die Schwabenmetropole zur sechstgrößten Stadt Deutschlands und bildet heutzutage das Zentrum der rund 2,7 Millionen Einwohner zählenden Region Stuttgart.

Für diese Fotostrecke haben wir tief in unseren Fotoalben gekramt und Ihnen Impressionen aus den vergangenen hundert Jahren in der Schwabenmetropole zusammengestellt - klicken Sie sich durch!

Vielleicht haben Sie ja auch Fotos von Stuttgart aus dem vergangenen Jahrhundert. Dann schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an info@sir.zgs.de! Wir veröffentlichen Ihre Bilder in einer Fotostrecke.

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2 KommentareKommentar schreiben

hat der karle: diesen text gespeichert und bringt ihn bei jeder passenden und vor allem unpassenden gelegenheit an? nochmal herr karle. als goethe durch stuttgart wandelte hatte stuttgart etwa 15.000 einwohner. sie vergleichen hier äpfel mit birnen. seit wochen schon. es wird langweilig.

stuttgarts bruchlinie: stuttgarts charme der innenstadt, der neckarvororte, des neckars war einmal dem anspruch einer königlichen residenzstadt gerecht. man wollte etwas besonderes und einzigartiges für alle schaffen. eines dem königreich entsprechendem lebensgefühl. goethe und andere dichter und denker haben davon geschwärmt. sie alle haben letztendlich ihr stuttgart kennen und lieben gelernt. goethe hat es sogar mit rom verglichen. werte wie charme, idylle, ästhetik, naturerlebnis, identität, besonderheit, integration in die umgebung und vor allem die liebe zum detail haben diese bauepoche und das menschliche verständnis vom leben damals geprägt. die stadtplanung war der sichtbare ausdruck dieses prägenden lebensverständnisses. heute ist der charme der innenstadt, der stadtbezirke, des neckars, etc. begrenzt auf ein stadtbild mit dem anspruch eines industriegebietes inklusive einem integriertem stadtautobahnanschluss. das leitbild war und ist immer noch die autogerechte stadt- der mensch und sein lebensgefühl an für sich ist nebensache. die investoren und projektmanager schwärmen nun heute von den renditen und den neuen opportunities. werte wie rendite, stadtautobahnenanschluss, parkplätzeanzahl, industriearchitektur, normierte würfelarchitektur mit flachdach-charme, einheitsfassaden, kostenoptimierung, austauschbarkeit, massenproduktion von fassaden, laufzeiten und nutzungszeitberechnungen von maximal 20 bis 30 jahren bis zu derem erneuten abbruch, standardisierung und konsumerlebniswelten bestimmen das bild. der mensch und die natur bleiben aussen vor. der mensch wird lediglich als massenkonsumentobjekt hier betrachtet. so ändert sich eben die zeit, die architektur, die stadtplanung und die gesellschaft und ihrem lebensverständnis. hier wird der grosse bruch, die sichtbare und teilweise schmerzliche trennline zweier unterschiedlicher epochen, von stuttgarts stadtplanung zwischen dem historischen und dem heutigen bild der innenstadt offensichtlich. ehemalige idylische orte haben sich zu trostlosen, kalten, lieblosen, durch stadtautobahnen und bundesstrassen voneinander getrennten, technischen orte, strassen und plätze verwandelt. besonders trostlose orte, gebäude, wohngebiete, plätze und strassenzüge ziehen auch entsprechende menschen mit einem entsprechenden sozialen niveau an, mit dem hang zur gewalt, kriminalität und prostitution. dieser trend verstärkt noch das ganze in seiner abwärtsbewegung, wie es an vielen ecken in stuttgart erkennbar ist und von vielen geduldet wird. stuttgart, die bürger, der gemeinderat und der OB haben sich und ordnen sich weiter diesem tribut und der normierung der wirtschaft unter. diese neue ausrichtung der ökonomiekonformen gesellschaft und demokratie sowie dessen sichtbare bruchlinie wird in stuttgarts stadtbild besonders deutlich. das lebensgefühl leidet dadurch zunehmends- mensch und stadt fühlen sich voneinander getrennt an. eine gefühlte und sichtbare bruchlinie ist da. Wo einst Hölderlin, Hegel, Schelling, Schiller und Goethe wandelten und ihre bewunderung über die einmalige schönheit stuttgarts, der baulichen vielfalt und des charmes seiner stadtviertel und der idyllischen naturumgebung bezeugten, zeigt sich heute ein bild der trostlosigkeit, lieblosigkeit, des heruntergekommenens, des lärms, der naturbelastung, der technokratischen planung und umsetzung und der letzendlich gefühlten leere vorort. dieser bruch wird nun verstärkt sichtbar und gelangt immer mehr in das bewusstsein der heutigen bürger. dies ist letzendlich eine sehr gute entwicklung. für uns alle. Stand heute macht aber suttgart- mit dem wirtschaftlichen potential als einer der wirtschaftsstärksten regionen der welt- einen armseeligen eindruck.

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