Hochwasser nicht nur am Neckar Im Südwesten steigen die Pegel weiter

Von dapd 

Neckar, Rhein und Donau: Nach den teils ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Tage sind die Pegel in den Flüssen in Baden-Württemberg wieder deutlich angestiegen.

Achtung, Hochwasser: An allen Flüssen in Baden-Württemberg steigen die Pegel. Foto: dpa
Achtung, Hochwasser: An allen Flüssen in Baden-Württemberg steigen die Pegel.Foto: dpa

Karlsruhe - Nach den teils ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Tage sind die Pegel in den Flüssen in Baden-Württemberg wieder deutlich angestiegen. Am Oberrhein, im Neckargebiet, am Main und der oberen Tauber sowie an der Donau seien Hochwasser-Meldewerte überschritten worden, teilte die Hochwasservorhersagezentrale am Freitag mit.

 

Auf dem Neckar zwischen Heidelberg und Heilbronn wurde aufgrund der steigenden Wasserstände in der Nacht zum Freitag die Schifffahrt eingestellt. Betroffen waren nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg rund 30 Frachtschiffe auf der Strecke zwischen Mannheim und Heilbronn. Es wurde damit gerechnet, dass der Scheitel der Hochwasserwelle in der Nacht zum Samstag Heidelberg erreicht. Die Schifffahrt auf dem Neckar soll voraussichtlich im Laufe des Sonntagvormittags wieder freigegeben werden.

Auch am Oberrhein stiegen die Pegelstände erneut an. Am Pegel Maxau in Karlsruhe sollte in der Nacht zum Samstag die Marke von 7,5 Metern knapp erreicht oder überschritten werden. Ab diesem Wert wird die Schifffahrt eingestellt.

Allerdings gab die Hochwasservorhersagezentrale auch teilweise Entwarnung: AIm Oberlauf des Neckars und einigen kleineren Nebenflüssen sowie am Main bei Wertheim fielen die Wasserstände am Freitag bereits wieder.

Erst ab 1. Januar wieder mehr Regen

Bis zum 1. Januar lässt der Regen in Baden-Württemberg erst einmal nach. Einzelne Regenschauer werden laut Deutscher Wetterdienst (DWD) für Sonntag erwartet. Die Silvesternacht bleibt in der ganzen Region trocken. Erst gegen 4 Uhr morgens schiebe sich eine Regenfront von Westen ins Land, sagte DWD-Meteorologe Uwe Schickedanz der Nachrichtenagentur dapd am Freitag. „Es bleibt genug Zeit, nach Mitternacht nach Hause zu gehen“, sagte er. In den östlichen und südlichen Landesteilen werde es sogar die ganze Nacht über nicht regnen. Die Temperaturen können aber auf 3 bis 5 Grad sinken.

„Der 1. Januar wird dann ein Tag, den man gut im Bett verbringen kann“, sagte Schickedanz. Außer Regen komme kältere Luft mit Temperaturen von 5 Grad in Ulm bis 9 Grad in der Ortenau. Oberhalb von 700 Metern werde es voraussichtlich schneien.

Im Jahr 2012 präsentierte sich Baden-Württemberg insgesamt als Bundesland besonders viel Niederschlag und Sonne. Mit 988 Litern pro Quadratmeter wurden hier bundesweit am meisten Regen und mit 1806 Stunden der meiste Sonnenschein registriert. In Balingen-Bronnhaupten auf der Schwäbischen Alb schien die Sonne gar 1993 Stunden. Die Durchschnittstemperatur im Land lag bei 9,1 Grad Celsius.

 

  Artikel teilen
0 KommentareKommentar schreiben
Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.