Er ist knapp vier Kilogramm schwer, 34 Zentimeter hoch und besteht aus Kupfer und Gold: der Oscar. Manchen ist er Millionen wert. Foto: dpa
San Francisco - Russell Crowe hat seinen Oscar in den Hühnerstall gesperrt. "So legen die Hühner größere Eier", sagt er. Jack Nicholson benutzt seine drei vergoldeten Ritter angeblich als Hutständer. Und andere Schauspieler, etwa Emma Thompson und Kate Winslet, halten die Toilette für den besten Platz für die höchste Auszeichnung in Hollywood.
Doch was machen all jene, deren Oscartraum die Academy of Motion Pictures Arts and Science (AMPAS) immer noch nicht erfüllt hat oder nie erfüllen wird? Kann man sich einen Oscar einfach kaufen? Gibt es Preisträger, die die Trophäe zu Geld machen - oder machen müssen? Und wie kostbar ist so ein Oscar überhaupt?
Die Antworten lauten: ja, unter bestimmten Umständen kann man die Oscarstatue kaufen. Und ja, es gibt Filmschaffende, die sie verkaufen. Wie viel die Figur wert ist, hängt davon ab, wie alt sie ist und wer sie anbietet. Laut der Academy, die die Oscars am kommenden Sonntag zum 82. Mal vergibt, ist er genau einen Dollar wert. Für diesen Betrag hat die AMPAS seit 1950 nämlich ein Vorkaufsrecht auf jeden Oscar, der auf den Markt kommt. "Der Oscar ist kein Nippes, den man sich einfach so kauft", sagte einmal ein Sprecher der gemeinnützigen Organisation. Um Fälschung, Diebstahl und Schwarzmarkthandel zu erschweren, versieht sie die Statuen seit 1955 mit einer Seriennummer.
Auch Michael Jackson hat schon eingekauft
Verkauft wird der Oscar trotzdem. Experten schätzen, dass seit der ersten Preisverleihung 1929 rund 150 Filmtrophäen versilbert wurden - entweder weil sie noch vor 1950 verliehen oder später auf dubiosen Märkten verhökert wurden. Solche Geschäfte sollen mindestens 60.000 Dollar einbringen. Michael Jackson, so heißt es, habe stolze 1,5 Millionen Dollar für den Oscar für den besten Film des Jahres 1939 ("Gone with the Wind") bezahlt.
Die Herstellung der 3,9 Kilogramm schweren und 34 Zentimeter hohen Figur selbst, die seit 1983 aus der Werkstatt von R. S. Owens in Chicago stammt, kostet rund 500 Dollar. Das gute Stück hat einen Zinnkern, auf den nacheinander Schichten aus Kupfer, Nickel, Silber und Gold aufgebracht werden.
Über die Jahre hat die Academy immer wieder versucht, Verkäufe auf dem freien Markt zu unterbinden, wenn nötig sogar vor Gericht. Als vor 20 Jahren Cyrus Todd den Oscar seines verstorbenen Großvaters, des Produzenten Michael Todd ("Around the World in 80 Days" aus dem Jahr 1956), aus finanziellen Gründen verkaufen wollte, strengte die AMPAS eine gerichtliche Untersagung an.
Viel Geld und Geduld für einen Oscar
Dennoch haben Interessenten tatsächlich Glück, wenn sie nur Geduld und genug Geld aufbringen. Der Schweizer Sammler Mario Cortesi zum Beispiel hat bereits mehrere Oscars für seine Memorabiliensammlung rund um den Film erstanden. Für ihn seien die Statuen weder eine Geldanlage noch stelle er sie öffentlich aus, sagte Cortesi einmal in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Forbes".
Altruistische Motive zeigte dagegen Steven Spielberg. Der Filmdirektor und zweimalige Oscarpreisträger bezahlte für den 1938 an Bette Davis verliehenen Preis 578000 Dollar - und gab ihn an die Academy zurück. Auch der Schauspieler Kevin Spacey und der Filmmogul Lew Wasserman haben einmal feilgebotene Oscars für die Academy zurückgekauft.
Die echten Exemplare werden selten ausgestellt. Die Öffentlichkeit bekommt normalerweise nur Fälschungen zu Gesicht, die die AMPAS vorher aus dem Verkehr gezogen hat.
Ein beliebtes Geschenk
Ausstellen kommt für den Zauberkünstler David Copperfield nicht infrage. Er hat dem Filmpreis für "Casablanca" (1943), den er im Jahr 2003 für 232.000 Dollar gekauft hat, in seinem Schlafzimmer einen Ehrenplatz eingerichtet. Der Oscar solle immer dort stehen, wo er am meisten Gutes tue, sagt Copperfield und scherzt: In seinem Fall motiviere ihn der Oscar zu besseren Leistungen.
Einige Preisträger gehen anders mit der Ehre um - sie teilen. Jamie Foxx etwa gab seinen Oscar, den er 2004 für die Rolle in "Ray" bekommen hatte, an seinen Manager weiter. Tilda Swinton, 2008 mit dem Film "Michael Clayton" ausgezeichnet, schenkte den ihrigen ihrem Agenten. Wieder andere überlassen ihn ihrer Familie wie etwa Jimmy Stewart (1941 für "The Philadelphia Story"). Dessen Oscar stand 25 Jahre in der väterlichen Eisenwarenhandlung.
Marlon Brando benutzte ihn dagegen als politisches Statement: Er verweigerte es 1972, den Preis für seine Rolle in "The Godfather" anzunehmen. Er protestierte damit gegen die Art, wie Hollywood eingeborene Indianer porträtierte. Seinen ersten Oscar aus dem Jahr 1954 für den Film "On the Waterfront" hatte er als Türpuffer benutzt - bis er ihm gestohlen wurde.
08:08"Spiegel": Damaskus wollte deutsche Agenten ausweisen »
Berlin - Die syrische Regierung wollte sich offenbar für die Festnahme zweier mutmaßlicher Spione aus dem Umfeld ihrer Berliner Botschaft revanchieren. In Damaskus wurden nach Informationen des "Spiegel" Erkundigungen über dort lebende Agenten des BND eingeholt. Die Retourkutsche scheiterte daran, dass die drei Mitarbeiter des deutschen Auslandsgeheimdienstes zusammen mit anderen Botschaftsangehörigen bereits ins libanesische Beirut ausgereist waren, wie es heißt.
08:01Duisburg stimmt über Abwahl von OB Sauerland ab »
Duisburg - In Duisburg hat die Abstimmung über die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland begonnen. Rund 365 000 Wahlberechtigte können entscheiden, ob der wegen der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten in die Kritik geratene CDU-Politiker seinen Posten abgeben muss. Wenn mindestens jeder vierte der rund 365 000 Wahlberechtigten gegen Sauerland stimmt und das die Mehrheit der abgegeben Stimmen ist, muss er sein abgeben. Kritiker werfen Sauerland vor, die politische Verantwortung für die Massenpanik zu tragen. Sauerland hat einen Rücktritt abgelehnt.
07:55Aretha Franklin "sprachlos" über Tod von Whitney Houston »
New York - Die große Soulsängerin Aretha Franklin hat sich erschüttert über den Tod ihrer Patentochter Whitney Houston gezeigt. Das sei so überwältigend und unglaublich, schrieb Franklin am späten Abend per Twitter. Franklin ist eng befreundet mit Houstons Mutter Cissy. Ihr Herz sei jetzt bei Cissy und Whitney Houstons Tochter Bobbi Kris und ihrer Familie. "Ruhe in Frieden, Whitney", twitterte Rapper Sean "Diddy" Combs. Popsängerin Katy Perry twitterte, sie sei am Boden zerstört. Die Sängerin starb Samstagnachmittag in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles. Sie wurde 48 Jahre alt.
07:09Dritter Sieg in Serie für Mavericks: 97:94 gegen Portland »
Dallas - Mit Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks geht es in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA weiter aufwärts. Mit dem 97:94 gegen die Portland Trail Blazers feierte der Titelverteidiger seinen dritten Erfolg nacheinander. Der deutsche Sportler des Jahres war mit 20 Punkten erfolgreichster Werfer beim 17. Sieg der Mavs im 28. Saisonspiel. Nowitzki am nächsten kam Jason Terry mit 19 Punkten. Bei Portland war LaMarcus Aldridge mit 33 Zählern der treffsicherste Korbschütze.
06:48Diddy und Justin Bieber schockiert über Tod Whitney Houstons »
New York - Der Tod von Whitney Houston ist von Kollegen mit Entsetzen aufgenommen worden. "Ruhe in Frieden, Whitney", twitterte Rapper Sean "Diddy" Combs und Popsänger Justin Bieber schrieb über den Kurznachrichtendienst, er bete für Freunde und Familie der 48-Jährigen. Popsängerin Katy Perry twitterte sei am Boden zerstört. "Ruhe in Frieden". Der Bürgerrechtler Al Sharpton würdigte sie als exzellenten Menschen. Houston sei von der religiösen Gospelmusik gekommen und zur Königin der Popmusik geworden. Die Sängerin war mit 48 Jahren in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles gestorben.
Wir haben Sie alle! Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus. In Baden-Württembergs bedeutendstem Immobilienmarkt finden Sie Angebote aus Stuttgart, der Region und dem Rest der Republik. zur Immobiliensuche