Holyge Bimbel nimmt Bibel aufs Korn I bims, d1 Gott

Von Sabrina Höbel 

Shahak Shapira übersetzt in seinem Buch „Holyge Bimbel“ die Bibel in Internetdeutsch. Von der Schöpfung der „Earth“ bis „Jesus Chrispus“ wird das Original in Vong-Sprache neu interpretiert. Wie das klingt, lesen Sie hier.

Shahak Shapira nimmt mit „Holyge Bimbel“ die Bibel aufs Korn. Foto: ss_press
Shahak Shapira nimmt mit „Holyge Bimbel“ die Bibel aufs Korn. Foto: ss_press

Stuttgart - „Im Anfang war die Universe leer u schwarz wie 1 coke zero am bimsen, also buildete Gott 1 Earth u 1 Heaven.“ So beginnt Shahak Shapiras Neuauslegung der Bibel: „Die Holyge Bimbel. Storys vong Gott u s1 Crew.“ Das Buch ist am 18. August im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

Das Werk ist in der „Vong-Sprache“ verfasst, also der Internetsprache der Stunde. Behandelt werden die selben Themen wie im Original, nur eben anders formuliert. So wird aus „Und Gott sah, dass es gut war“ aus dem Buch Genesis „Er fands übelst nice und feierte sich“ im Buch Gangesis.

Eine lächerliche Geschichte für eine lächerliche Sprache

Warum es ausgerechnet die Bibel wurde, begründet Shapira im Gespräch mit der Peiner Allgemeinen Zeitung so: „Ich wollte eine Geschichte, die genauso lächerlich wie die Sprache ist. Wenn es ein Buch gibt, das es verdient hat, in Vong geschrieben zu werden, dann ist es die Bibel.“ Shapira stammt ursprünglich aus Israel. „Wir haben in Israel auch eine ganz andere Beziehung zum Judentum, und ich bin eh leidenschaftlicher Atheist“, sagt er weiter in dem Interview.

Nach der Schöpfungsgeschichte geht es in der Bibel weiter mit den ersten Menschen auf der Erde, Adam und Eva, die im Garten Eden im Paradies leben. In Shapiras Buch sind es allerdings „Adolf u Eva“, die „im Gangsta-Paradise krass gechillt am bimsen“ waren.

Der Sündenfall neumodisch erzählt

Erzählt wird – wie in der Bibel – vom Sündenfall. Wie Eva von einer Schlange verführt wird, die verbotene Frucht zu essen und sich so von Gottes Geboten abkehrt. Als Folge werden sie und Adam aus dem Paradies verbannt. In der Holygen Bimbel wird die Geschichte etwas anders vermittelt. Ein Auszug:

u Gott talkte zu seinem Boi, Adolf:

Gott: Ey Adolf i bims, d1 Gott. Wie bimst du m1 Paradise am

finden vong der Niceigkeit her?

Adolf: is power mois.

Gott: cool cool. Es gibt nur 1 voll wirchtige Faust-rule…

Adolf: k was?

Gott: Seest du den Applez da auf dem highen Tree?

Adolf: boah die sind übelst nice diggi

Gott: die darfst du nit touchen

Zweites Buch von Shapira

Die Holyge Bimbel ist bei allen gängigen Buchhändlern für acht Euro, oder als E-Book für 2,99 Euro erhältlich. Auf 80 Seiten werden die Geschichten aus der Bibel neu erzählt, von der Schöpfung der „Earth“ bis zu „Jesus Chrispus“. Shahak Shapira ist sonst als Musiker und Satiriker bekannt. Letztes Jahr erschien sein erstes Buch „Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!“, in dem er von seinem Leben erzählt.