An diesem Hyundai beeindruckt nicht allein, wie bei anderen Modellen koreanischer Provenienz, das Preis-Wert-Verhältnis – der i40 sieht auch noch gut aus. Auf 4,77 Meter streckt sich die fünftürige Kombi-Karosse in schwungvollen Linien und dynamischen Proportionen vom markentypischen Hexagonal-Kühlergrill mit LED-Tagfahrlicht über eine sanft ansteigende Dachlinie in ein ebenso weich abfallendes Heck. Schon beim ersten Blick auf die vielen Sicken, Lichtkanten und sogenannten Charakterlinien im Blech bekommt man eine Ahnung davon, was Hyundais europäischer Chefdesigner Thomas Bürkle mit seinen „aus der Natur entlehnten flüssigen Skulpturen“ meint. Aber nicht nur die äußere Gestaltung entstand in Hyundais Designzentrum in Rüsselsheim, auch große Teile des Fahrwerks und der Motoren wurden in der benachbarten Technikabteilung der Marke entwickelt, „um sich mit zahlreichen Wettbewerbern zu messen, die den Maßstab in den vergangenen Jahren weit nach oben gelegt haben“, wie HyundaiGeschäftsführer Werner H. Frey betont.
Das Cockpit gibt sich modern und etwas verspielt. Ins Auge fällt das dreidimensionale Instrumentendisplay, das multifunktionale Dreispeichenlenkrad, die vielen Alu-Applikationen sowie der gewölbte Armaturenträger mit breiter Alumimiumblende und T-förmiger Mittelkonsole, auf der sich viele spitzwinklige und rautenförmige Tasten und Schalter sortieren. Hat man sich auf den vorderen Sitzen eingerichtet, bleibt im Fond dank üppig dimensioniertem 2,77-Meter-Radstand reichlich Raum für Knie und Kopf der Fondpassagiere. Hinter deren Lehnen können dann noch einmal 553 Liter Gepäck gestapelt werden. Ist man nur zu zweit unterwegs, lassen sich durch die weit nach oben schwingende Heckklappe und die niedrige Ladekante maximal 1719 Liter transportieren. Genug für jeden Familienausflug, ebenso für jeden Handwerker oder Handelsreisenden.
Vor allem Letztere möchte Hyundai mit dem i40 gewinnen. Denn im drittstärksten Marktsegment in Deutschland sitzen in VW Passat, Ford Mondeo, Opel Insignia sowie Renault Laguna, Peugeot 508, Toyota Avensis, Mazda 6 oder Honda Accord viele gewerbliche Kunden. Und die erwarten dort „einen Kombi, mit Dieselmotor, großzügiger Ausstattung zu klar kalkulierbaren Gesamtkosten“, weiß der deutsche Hyundai-Chef. Der Wunschmotor aller Firmen und Flottenbetreiber ist beim Korea-Kombi ein 1,7-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen mit 85 und 100 kW (116 und 136 PS). Beide Turbo-Direkteinspritzer gehen kräftig und laufruhig zu Werke, wobei der kleinere mit etwas schwächerem Drehmoment besser aus dem Keller kommt, der stärkere mit dem bulligeren Schub die Rolle des durchzugsstarken und souveränen Langstreckenläufer spielt. Auf der Liste präsentieren sich beide mit angegebenen Durchschnittsverbräuchen von 4,6 und 4,7 Litern als äußerst sparsame Vertreter ihrer Zunft. Eine Start-Stopp-Automatik für 400 Euro Aufpreis in der Blue-Version senkt bei beiden Motoren den Normverbrauch um jeweils 0,2 Liter und drückt den CO2-Wert unter die steuerlich relevanten 120 Gramm pro Kilometer.
Den Einstieg bei den Benzinern und zugleich Basismotor markiert der aus ix35 und Veloster bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder, der hier 99 kW (135 PS) leistet. Ganz neu entwickelt und erstmals in einem Hyundai eingesetzt wird der 2-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 130 kW (177 PS). Auch das Fahrwerk wurde in Rüsselsheim so getrimmt, wie es europäische und insbesondere deutsche Vielfahrer mögen: komfortabel, nicht zu straff, mit gutem Abrollverhalten und sicherer Spurstabilität, auch bei hohem Tempo. Die Lenkung, im Stadtverkehr sehr leichtgängig, auf der Autobahn mit weniger Servounterstützung, dürfte allerdings etwas mehr Rückmeldung geben.
Schon die Basisversion Comfort ab 23390 Euro verfügt neben der umfangreichsten Sicherheitsausstattung mit sieben Airbags, ESP, Brems- und Berganfahrassistent oder aktiven Kopfstützen über eine Klima- und CD-Audioanlage, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und elektrische Parkbremse. Hinzu kommen fünf Jahre Fahrzeuggarantie einschließlich Wartungskosten und Inspektionen.


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