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Gemeinsam mit den Freunden im Kindergarten am Mittagstisch zu sitzen und zu essen - für ein Kind mit Behinderung kann das zu einer besonderen Herausforderung werden. Gut, wenn dann jemand da ist, der das Kleine dort unterstützt, wo es notwendig ist: Sogenannte Integrationshelfer übernehmen die Aufgabe, behinderte Kinder zu begleiten und ihnen die Teilhabe am ganz normalen Alltag zu ermöglichen.
Die Stadt Kornwestheim stellt solche Integrationshelfer ab sofort und bei Bedarf für Kindergartenkinder ein. Finanziert werden sie vom Kreisjugendamt, vorausgesetzt, es erkennt den Bedarf an besonderer Begleitung an. Bislang oblag es den Müttern und Vätern selbst, sich um einen Integrationshelfer zu bemühen, diesen für die Betreuung ihres Nachwuchses anzustellen und sich die Kosten hierfür zurückerstatten zu lassen - ein kompliziertes Prozedere, das Eltern Zeit und Kraft kostete, wie Jo Triller, Leiter des Amts für Stadtgesellschaft und damit zuständig für Kinderbetreuung, weiß. Um Eltern behinderter Kinder künftig mehr zu unterstützen, übernimmt es nun die Stadt, Integrationshelfer zu suchen, anzustellen und ihre Entlohnung mit dem Jugendamt zu verrechnen. "Auf diese Weise wollen wie die Belastung der Eltern senken", sagt Triller. Kornwestheim folgt damit anderen Kreiskommunen nach, die diese Aufgaben bereits übernommen haben.
Nachdem der Verwaltungs- und Finanzausschuss diesem Vorschlag des Amtsleiters jüngst in nichtöffentlicher Sitzung gefolgt ist, beginnt Triller nun damit, mögliche Integrationshelfer zu suchen - teils per Stellenausschreibung, teils in den Reihen der Erzieherinnen und Pädagoginnen, die bereits für die Stadt arbeiten oder gearbeitet haben - und eine Adressdatenbank anzulegen. Im Bedarfsfall hätte die Stadt dann schnell mögliche Mitarbeiter zur Hand. Auf "Vorrat" würden die Integrationshelfer nämlich nicht eingestellt, sagt Triller. Dafür seien die Anforderungen an sie auch viel zu spezifisch: Jedes Kind soll seines geistigen oder körperlichen Handicaps entsprechend ganz individuell gefördert und unterstützt werden - sei es pädagogisch, pflegerisch oder eben bei ganz praktischen Handreichungen wie beim Mittagessen.
Derzeit gibt es in Kornwestheims Kindergärten drei Kinder, die mehr Unterstützung brauchen, als die Erzieherinnen im laufenden Betrieb leisten können - sie müssten schließlich allen Kindern gleichermaßen gerecht werden, sagt Jo Triller. In allen drei Fällen wurden bereits Integrationshelfer gefunden, die auch weiterhin für die Kinder da sein können - unabhängig davon, dass sie bald über die Stadt angestellt sind.
Integratioshelfer für Schulkinder müssen im übrigen weiterhin über die Eltern angestellt werden. Die Stadt ist lediglich Träger der Kindergärten, nicht aber der Schulen und kann daher nur die Betreuungspersonen für Kindergartenkinder selbst anstellen.


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