Indien gegen Pakistan Heftige Kämpfe in Kaschmir

Von rtr 

Indien und Pakistan kämpfen wieder um die Region Kaschmir. Ein Augenzeuge sprach von einer kriegsähnlichen Situation. Tausende Zivilisten sind auf der Flucht.

Die Kämpfe zwischen Indien und Pakistan um die Region Kaschmir brechen wieder aus. DIeses Bild vom Samstag zeigt die beschädigte Hütte eines indischen Dorfbewohners in Grenznähe nach pakistanischem Bombardement. Foto: EPA
Die Kämpfe zwischen Indien und Pakistan um die Region Kaschmir brechen wieder aus. DIeses Bild vom Samstag zeigt die beschädigte Hütte eines indischen Dorfbewohners in Grenznähe nach pakistanischem Bombardement.Foto: EPA

Srinagar - In der zwischen Indien und Pakistan seit Jahrzehnten umstrittenen Region Kaschmir sind heftige Kämpfe neu ausgebrochen. Tausende Inder flohen aus ihren Dörfern. Rund 6000 Zivilisten aus dem indischen Teil Kaschmirs seien seit Montagabend auf der Flucht, weil sich die Kämpfe auf deren Wohngebiete ausgedehnt hätten, sagte ein Vertreter der Region Jammu. Zu Beginn der Auseinandersetzungen in der vergangenen Woche hätten bereits 4000 Menschen ihre Heimatorte verlassen.

Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan, die beide Atomwaffen besitzen, eskalieren seit der Absage von Friedensgesprächen durch den indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi im August. Im Oktober begannen die ersten Scharmützel an der Grenze. In der vergangenen Woche kamen mindestens zehn indische und pakistanische Soldaten sowie Zivilisten ums Leben.

Ein Augenzeuge sprach von einer kriegsähnlichen Situation. „Wir sind gerade noch so entkommen“, sagte der 54-jährige Sham Kumar aus dem Dorf Sherpur der Nachrichtenagentur Reuters. Die pakistanischen Truppen setzten Waffen mit großer Reichweite ein. Nach Angaben indischer Grenzschützer kam es auch am Dienstag zu Schusswechseln. Indien und Pakistan führten bereits zwei Kriege um die vor allem von Muslimen bewohnte Region Kaschmir.

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1 KommentarKommentar schreiben

"Neuer Brandherd": Müssen jetzt die USA wie auch Russland ihren politischen Einfluss geltend machen, damit diese mehr als Scharmützel, nicht noch mehr eskalieren..Eine gefährliche Situation, welche auch gerade in dieser Region genügend Sprengstoff liefert, auch in Richtung Taliban, denen diese "Eskalation" wohl sehr gelegen kommt..Hier ist jetzt der Weltsicherheitsrat gefordert, diesen "noch" Regionalbrand wie auch immer einzudämmen, bevor daraus ein mehr als großflächiger Flächenbrand entsteht - zwischen zwei "Militärmächten", welche hochgerüstet, auch über Massenvernichtungswaffen verfügen!

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