Innovationsmesse Code-n Karlsruhe soll die Zukunft feiern

Von  

Seit 2011 hat der Stuttgarter IT-Dienstleister GFT mit dem Start-up-Event Code-n die IT-Messe Cebit in Hannover geprägt – etwa 2015 mit einer Roboterinstallation. Nun zieht man nach Karlsruhe und rückt kreative Ideen, Kunst und Technologie eng aneinander.

2015 sorgte Code-n mit  Robotern auf der IT-Messe Cebit für Aufmerksamkeit. Foto: dpa
2015 sorgte Code-n mit Robotern auf der IT-Messe Cebit für Aufmerksamkeit.Foto: dpa

Stuttgart - Ende September soll Karlsruhe für drei Tage ganz im Zeichen der technologischen Avantgarde stehen. Dann will der Stuttgarter IT-Dienstleister GFT, der auf die Finanzbranche spezialisiert ist, unter dem Titel „new New Festival“, sein seit 2011 auf der IT-Messe Cebit in Hannover abgehaltenes Start-up und Technologieevent Code-n neu aufziehen. Dort hatte GFT bisher eine eigene Messehalle reserviert und zog im vergangenen Jahr rund 75 000 Besucher an. Das mittelständische Unternehmen ist damit zu einem bekannten Faktor in der sich etablierenden deutschen Start-up-Kultur geworden.

In Karlsruhe soll vom 20. bis zum 22. September nicht nur der bisherige internationale Gründerwettbewerb Code_n stattfinden. Dort konnten sich bisher ausgewählte internationale Start-up Unternehmen bei potenziellen Kunden und Investoren vorstellen und einen Hauptpreis von 30 000 Euro gewinnen. Ergänzt wird das Event von einem Konferenzprogramm, einer so genannten Innovatoren-Arena für Präsentationen von jungen und etablierten Firmen sowie von einem in der ganzen Stadt verteilten Unterhaltungs- und Kulturprogramm.

Die Künstler des Karlsruher ZKM sind eng eingebunden

Eng eingebunden ist das auf Kunst im High-Tech-Zeitalter spezialisierte und international einmalige Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), das auch als Veranstaltungsort dient. Angesprochen werden soll ein breites Publikum, das von Firmenvertretern bis zu Studenten reicht.

„Wir wollen eine Umgebung schaffen, bei der sich alles um das Thema Innovation dreht“, sagte GFT-Chef Dietz bei der Vorstellung: „Code-n steht für neues Denken.“ Für Baden-Württemberg sei dies ein vollkommen neues Veranstaltungsformat. Der ZKM-Chef Peter Weibel unterstrich die enge Verbindung von Kunst und Technologieentwicklung, die man in Karlsruhe demonstrieren wolle:“Junge Künstler sind auch Gründer“, sagte Weibel. „Und die digitale Revolution beeinflusst die Kunst“, fügte er hinzu.

Besondere Entwicklungen

Das Event wird vom Bundesforschungsministerium unterstützt, das in Karlsruhe insbesondere Entwicklungen im Bereich der Lichttechnologie, der so genannten Photonik, demonstrieren will. „Das ist von einem Spezialthema für ein paar Eingeweihte zu einem Instrument geworden, das in ganz vielen Bereichen eingesetzt werden kann, von der Messtechnik über Displays bis hin zum Laserschweißen und 3-D-Druck“, sagte der zuständige Referatsleiter Frank Schlie-Roosen. Neben dem schon 2015 an Code-n beteiligten Maschinenbauer Trumpf sollen am 8. März weitere Förderer aus der IT-Branche und der Industrie vorgestellt werden. Auf die Frage, warum das Land Baden-Württemberg noch nicht auf der Liste auftauche, sagte Dietz, dass dort die Entscheidung noch nicht gefallen sei: „Wir wollten aber nicht warten bis alle dabei sind und der kleinste gemeinsame Nenner erreicht ist.“

  Artikel teilen
0 KommentareKommentar schreiben
Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.