Intendantengehälter Transparenz soll steigen
Andreas Müller, 25.01.2012 13:56 Uhr
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Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne)  Foto: dpa
Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) Foto: dpa
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Stuttgart - Die Landesregierung zeigt sich offen für mehr Transparenz bei der Vergütung der Theaterintendanten im Land. Dies machten Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) und Finanzminister Nils Schmid (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung deutlich. Beide verwiesen darauf, dass es bereits eine gewisse Transparenz gebe: Im Haushaltsplan würden die Gesamtbezüge der vier Stuttgarter Intendanten als Summe ausgewiesen. Für eine weiter gehende Offenlegung, die der Rechnungshof empfohlen hatte, bekundeten sie grundsätzlich ihre Bereitschaft, wiesen aber auch auf damit verbundene Probleme hin.

Bauer warnte vor einem Alleingang Baden-Württembergs. Man brauche "am besten bundesweit gemeinsame Standards", damit das Land keine Nachteile bei der Rekrutierung des Spitzenpersonals erleide. Darüber werde man gemeinsam mit den Intendanten das Gespräch suchen. Schmid nannte die Offenlegung "wünschenswert, dann aber republikweit". Das Land könne die Bezüge nicht einseitig veröffentlichen, sondern brauche das Einverständnis der Betroffenen. Dazu könne man eine entsprechende Klausel in künftige Verträge aufnehmen.

Zugleich kündigte Schmid an, die Information des Landtags zu verbessern. Das Parlament wird regelmäßig über die außertariflich Beschäftigten unterrichtet, allerdings nur grob über die Größenordnung der Bezüge. Dabei lag die höchste Schwelle zuletzt bei gut 80.000 Euro - einem Drittel der Bezüge des früheren Generalmusikdirektors Manfred Honeck. Künftig sei eine Einteilung in Klassen bis 100.000 oder 200.000 Euro denkbar, sagte der Minister. Auch der Finanzausschuss des Landtags dürfte sich mit der Bezahlung der Intendanten beschäftigen, wenn er am Donnerstag den Etat des Wissenschafts- und Kunstministeriums berät.

Verwaltungsrat findet Bezüge nicht zu hoch

Der Verwaltungsrat der Staatstheater verteidigte bei einer Sondersitzung zur Sanierung des Schauspielhauses die vom Rechnungshof durchweg als "deutlich überhöht" kritisierten Bezüge. Sie seien "durchaus angemessen", sagte Bauer, Schmid nannte sie "in jeder Hinsicht vertretbar". Man müsse nun sehen, wie der Rechnungshof das Thema weiter behandele. Die Kontrollbehörde hatte zuletzt offengelassen, ob sie die Prüfung in ihrer nächsten Denkschrift aufgreifen wird. Man prüfe derzeit die Stellungnahmen des Ressorts.

Der für Kunst zuständige Staatssekretär Jürgen Walter (Grüne) lehnte es zunächst ab, schriftlich eingereichte Interviewfragen der Stuttgarter Zeitung zu beantworten. Er verlangte andere Fragen und einen zusätzlichen Interviewpartner. Die StZ hatte Walter unter anderem gefragt, ob bei der Vergütung die Relation innerhalb der Staatstheater angemessen sei und ob das Verhältnis zwischen den Spitzengehältern am Theater und der teilweise sehr finanzschwachen Alternativkultur noch stimme.

Kommentare (11)
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JAN
25
Kopfschüttler, 20:25 Uhr

IM Maulwurf

Ich lieber seine Kommentare, immer voller Hass und Verbitterung aber ohne Substanz

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JAN
25
Horge, 17:07 Uhr

@querbanker

Danke!! macht Mut! Sehr gut geschrieben!

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JAN
25
Horge, 17:02 Uhr

He....

...IM Maulwurf Grabowski, grab Dir ein neues Loch und suche das Licht am anderen Ende. Ich unterstütze insoweit Transparenz, das Jugendkultur und Soziokultur wohl im Verhältnis wie Kopper‘sche Peanuts in die Gesellschaft wirken ins Verhältnis gesetzt mit Intendantengehältern. Also ich als alter Soziokultureller habe aufgehört, mich selbst auszubeuten, möchte aber auch nicht überhaupt Geld bekommen dadurch, das an den Staatsbühnen eingespart werden würde. Neeee, das wären ja Strukturveränderungen wie unter Rot oder Schwarz. Und genau deswegen habe ich ja nicht mehr vor, die zu wählen! Wobei, die oft etwas hoch getragene Nase einzelner staatlicher Theaterbühnenverantwortlicher in Richtung örtlicher Kulturstrukturen kann ruhig mal einen sinnstiftenden Dämpfer kriegen. Ich fände es eigentlich in die Zukunft gedacht wichtiger, sich darüber zu einigen, das Projekte der Jugendkultur oder für junge Erwachsene in den Kommunen und Gemeinden vom Sozialetat derselben rigoros und für alle Zukunft getrennt werden. Wenn wir uns die Entwicklung der letzten 20 Jahre in diesem Bereich anschauen, werden da inzwischen auch nur noch Peanuts verteilt oder Praktikanten und Freischaffende ausgebeutet in !"dozentischen Zeitarbeitstrukturen" bis hin zum Burn-Out incl. Erwachen in HartziV. Der "Markt" richtet hier gar nichts positives (an) nur kaputte Strukturen und geistloses Ödland bleibt da übrig.

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